Geiranger Twizy Tour zum Dalsnibba

Yvonne beim Geiranger Landausflug mit dem Twizy

Unvergessen bleibt für mich die Fahrt mit dem Twizy Elektroauto in Geiranger. Auf eigene Faust verbrachten wir diesen wundervollen Landausflug während unserer Norwegen Kreuzfahrt mit der Mein Schiff. Mit dem kleinen Elektroflitzer fuhren wir hinauf zum Berg Dalsnibba und genossen die Aussicht auf den Geirangerfjord und die verschneiten Berge. Lest in meinem Reisebericht alles zu meinen Erfahrungen bei der Geiranger Twizy Tour.

Mein Landausflug in Geiranger

Über meinen Landausflug in Geiranger habe ich im Vorfeld viel recherchiert. Wir wollten auf jeden Fall einen kleinen Stadtbummel zu Fuß durch Geiranger unternehmen und den Ort sowie den Hafen erkunden. Da ich aber absoluter Fan von Aussichtspunkten und atemberaubendem Weitblick bin, lag es auf der Hand, dass wir zum Dalsnibba fahren mussten. Mietwagen waren großteils bereits vergriffen, sodass ich auf die Geiranger Twizy Tour gestoßen bin. Diese Tour ist sicher nicht alltäglich und sprach mich deshalb sofort an.

Geiranger war Teil meiner Großbritannien / Norwegen-Kreuzfahrt im August 2019. Alle Details zur Kreuzfahrt folgen in den nächsten Tagen, vorab könnt Ihr euch aber bereits weitere Beiträge zu den Ausflügen in Norwegen anschauen. Abonniert meinen Newsletter, um monatlich über Neuheiten informiert zu bleiben.

Geiranger Twizy Touren

Wir haben die Geiranger Twizy Tour vorab online bei Emobility AS in Geiranger gebucht. Insgesamt werden hier vier verschiedene Touren angeboten:

  • Flydalsjuvet Panorama:
    • Dauer: 1 Stunde
    • Aussichtspunkt Flydalsjuvet
    • Kosten: 950 NOK / ca. 80 EUR
  • The Eagle’s Bend:
    • Dauer: 1 Stunde
    • Aussichtspunkt Ørnesvingen (Adlerbiegung)
    • Kosten: 950 NOK / ca. 80 EUR
  • Geiranger Highlights:
    • Dauer: 2 Stunden
    • Aussichtspunkt Flydalsjuvet und Ørnesvingen (Adlerbiegung)
    • Kosten: 1.790 NOK / ca. 150 EUR
  • Geiranger Skywalk
    • Dauer: 3 Stunden
    • Aussichtspunkt Flydalsjuvet und Dalsnibba
    • Kosten: 2.400 NOK / ca. 200 EUR

Wir haben uns für den Geiranger Skywalk entschieden und die Tour für 11 Uhr gebucht.

Der Renault Twizy

Der Renault Twizy ist ein zweisitziges Leichtelektromobil und wird seit 2011 gebaut. Die Sitze sind hintereinander angeordnet, wobei der Hintermann seine Füße rechts und links vom Fahrer abstellen muss. Man fühlt sich ein wenig wie auf der Sommerrodelbahn. 😁 Der Twizy hat ein Dach, aber keine Scheiben, somit zieht es mächtig durch. Wir waren bei 0 Grad und Nieselregen unterwegs. Die Mütze und der Schal sind absolut notwendig gewesen.

Meine Geiranger Twizy Tour

Ich muss zugeben, dass ich schon etwas nervös war. Zum einen bin ich noch nie mit so einem Auto gefahren, die Einweisung war nicht in meiner Sprache, das Wetter war regnerisch und ich bin noch nie in Norwegen generell Auto gefahren. Aber gut, konnte ja nicht so schwer sein…. 😉

Ort der Anmietung

Die Anmietstation ist in direkter Nähe zum Hafen. Sobald man das Kreuzfahrtterminal verlässt, kommt man automatisch an der Touristeninformation vorbei. Man läuft einfach ein kleines Stück auf der Hauptstraße geradeaus, anstatt rechts in die kleine Straße mit den vielen Geschäften abzubiegen. Direkt nach dieser Abzweigung sieht man bereits rechts die ganzen grünen Flitzer herumstehen. Meist sieht man sie sogar bereits von Weitem.

Elektroauto Twizy in Geiranger

Einweisung in den Renault Twizy

An einem Kassenhäuschen zeigte ich meine Reservierung und schon ging es mit der Einweisung los. Zum Glück sprach der Mann gutes und verständliches Englisch und somit stellte dies schon mal kein Problem dar. Zum einen wurde mir die Tour auf einer Landkarte erklärt und ich bekam Tipps für die einzelnen Haltepunkte. Danach gingen wir zu unserem Elektroauto und die Einweisung wurde dort fortgeführt. Viel zu erklären gab es aber tatsächlich nicht.

An einen Satz erinnere ich mich im Nachhinein ganz genau: „Bleibt auf der vorgegebenen Route und fahrt nicht viel Hin und Her. Die Energie ist ausreichend für die Tour bis zum Berg und habt keine Angst, falls Ihr oben nur noch einen Balken habt. Bei der Fahrt bergab wird die Batterie wieder aufgeladen.“ Perfekt, dann kann ja nicht viel schiefgehen, die werden schon wissen, was sie machen. 😄

So ein kleiner Parkplatz wäre mir eigentlich gelegen gekommen, um ohne Autoverkehr ein paar Runden drehen zu können. Einfach so zum Eingewöhnen, schließlich wollte ich ein Gefühl für das Fahrzeug bekommen. Die Anmietstation befindet sich direkt an der Hauptstraße und somit ging es schnurstracks in den fließenden Verkehr. Das ist ja nur Gas geben, das bekomme ich hin….

Vorgegebene Tour auf dem Navi

Im Auto ist ein Navi enthalten, in welchem die gewählte Tour abgespeichert ist. In diesem sind auch die Aussichtspunkte vermerkt, man kann sich somit nicht verfahren und muss sich vorab nicht unbedingt mit der Route beschäftigen. Die Eingewöhnung ging zügig, bereits nach ein paar Kilometern war ich entspannt und konnte die Fahrt genießen.

Aussichtspunkt Flydalsjuvet

Zuerst ging es zu dem Aussichtspunkt Flydalsjuvet, um den ersten Blick auf Geiranger und den Fjord zu werfen. Von hier hatten wir noch eine gute Sicht, auch wenn es bereits etwas diesig wurde. Leider war die Wettervorhersage nicht optimal, sodass wir befürchteten, von weiter oben nichts mehr sehen zu können. Vom Flydalsjuvet war es auf jeden Fall noch top und dies war bereits ein vielversprechender Start in den Tag.

Nach diesem kurzen Stopp ging es immer weiter hinauf und die Straße wurde immer steiler und kurviger. Sobald ein Bus von hinten kam und uns überholt hat, war mir jedoch ein wenig mulmig zumute. Die Fahrt war wunderschön und die Landschaft atemberaubend.

Der See Djubvatnet

Kurz vor dem letzten Anstieg zum Berg kamen wir an einem großen See vorbei. Dieser war mein Untergang…. 😁 Warum??? Wir entschieden noch ein paar Meter am See entlangzufahren, da es dort so schön war, bevor wir den letzten Anstieg angehen wollten. Ihr erinnert Euch an die Worte des Einweisers vom Anfang??? Ich nicht….😉

Nach ein paar Kilometern kehrten wir aber um und nahmen die letzten Kilometer zum Aussichtspunkt in Angriff. Hier wurde es nochmals steiler und die Serpentinen enger. Zu diesem Zeitpunkt machte ich mir dann doch Gedanken über die „Tankanzeige“ und erinnerte mich an die Worte des netten Manns. Unsere Balken im Display wurden immer weniger…na ja, zu spät!

Ziel: Geiranger Skywalk

Als wir endlich den ersehnten Gipfel erreicht hatten, war von der Energieanzeige noch 1 Balken übrig. Puh, geschafft! Noch unten kann man es ja meist rollen lassen. 😁

Am Gipfel war es bitterkalt. Auf der Fahrt hatte es bereits angefangen leicht zu graupeln und die Temperaturen fielen bis auf den Gefrierpunkt. Zusätzlich herrschte ein eisiger Wind. Aber trotz dieser Wetterumstände war der Wettergott gnädig mit uns und hat uns tatsächlich freie Sicht auf Geiranger und unser Kreuzfahrtschiff gegönnt. Was eine Aussicht, einfach unbeschreiblich schön.

Wäre es nicht so kalt gewesen, hätte ich mich hier oben gerne eine längere Zeit aufgehalten. Auf dem Parkplatz waren wir für alle anwesenden Touristen die Attraktion des Tages. Unser grüner Flitzer wurde von allen bestaunt und sogar mehrfach fotografiert. 😀Der Besucherandrang hielt sich generell jedoch in Grenzen, neben uns waren nur wenige Autos und ein paar Busse am Aussichtspunkt.

Nach dieser tollen Aussicht traten wir den Rückweg an und tatsächlich wurden die Balken beim Hinunterfahren wieder mehr, somit war ich etwas beruhigt und konnte noch einen weiteren Stopp einplanen, der auf dem Navi eingezeichnet war.

Bergbauernhof Vasteras

Kurz vor Geiranger ging es rechts ab und wir vertrauten einfach mal darauf, dass sich dieser Abstecher lohnt. Nach einer schmalen und holprigen Straße kamen wir zu einem großen Parkplatz mit einem Gebäude, in dem sich ein Restaurant befand. Wir parkten und liefen ein paar Meter am Hang entlang. Von hier hatte man einen tollen Ausblick auf Geiranger, und um uns herum war alles wunderbar grün und überall liefen Tiere herum.

Nach diesem letzten lohnenswerten Stopp ging es zurück in die Stadt. Da wir noch Zeit und auch ein paar wenige Balken übrig hatten, fuhren wir noch ein wenig durch Geiranger und hielten kurz am Norsk Fjordsenter. Da uns aber so langsam der Bauch knurrte, entschieden wir uns, diesen tollen Ausflug zu beenden und auf dem Schiff etwas zu Mittag zu essen.



Geiranger Twizy – Mein Fazit

Dieser Ausflug war wirklich toll und wird sich lange in meinem Gedächtnis abspeichern. Es war einfach ein einzigartiges Erlebnis, dann man erlebt so eine Fahrt nicht alle Tage. Sicherlich wäre es entspannter und wärmer gewesen, wenn wir einen Ausflug mit dem Bus unternommen hätten, aber es wäre nicht so aufregend und besonders gewesen. Ein Tag mit schönem Wetter wäre jedoch nochmals schöner gewesen, aber immerhin haben wir das Schiff im Fjord von oben gesehen. Dies ist wirklich nicht selbstverständlich.

Wenn Ihr einen Ausflug auf eigene Faust in Geiranger unternehmen wollt, kann ich Euch die Fahrt mit dem Twizy auf jeden Fall empfehlen. Sicherlich ist es nicht günstig, aber für mich hat sich diese Ausgabe definitiv gelohnt. Ein halber Tag Ausflug ist für mich ein perfekter Zeitrahmen, da man an der anderen Tageshälfte noch weitere Unternehmungen einplanen kann. Wie in meinem Fall einen kleinen Rundgang zu Fuß durch Geiranger. Selbst ein Besuch im Norsk Fjordsenter oder eine kleine Wanderung am Wasserfall entlang wäre problemlos möglich gewesen.

Djupvatnet in Norwegen

Tipps für Kreuzfahrer

  • Wenn Ihr Euch für die Anmietung eines Twizys entscheidet, empfehle ich Euch nicht zu lange mit der Buchung zu warten, da häufig mehrere tausend Menschen gleichzeitig in Geiranger eintreffen und die Mietwagen dann schnell ausgebucht sind. Wollt Ihr flexibel sein bei Eurem Ausflug oder noch weitere Ziele entdecken wollen, dann ist vielleicht ein normaler Mietwagen die bessere Alternative. Auch bei mehr als zwei Personen wird es mit dem Twizy schwierig.
  • Zieht Euch warm an!!! Es ist wirklich kalt in diesem Auto und der Wind weht. Handschuhe, Mütze und eine Jacke sind absolute Voraussetzung, vor allem weil es auf dem Berg um einige Grad kälter ist, als im Hafen.
  • Nehmt nicht zu viel Gepäck in den Twizy mit. Es gibt zwar ein paar Ablagefächer, aber der Stauraum ist nicht extrem groß.
  • Alle Informationen über meinen Landausflug könnt Ihr in meinem gesonderten Beitrag nachlesen.
  • Direkt am Hafen gibt es eine große Touristeninformation, in der Ihr Euch Karten und auch Tipps für Euren Landausflug holen könnt.
  • Wenn Ihr nicht selbst fahren wollt, sind auch geführte Landausflüge möglich. Für Geiranger stelle ich Euch hier eine kleine Auswahl von GetYourGuide zusammen:
  • Habt Ihr keine Lust auf Ausflüge, dann empfehle ich Euch die Wanderung entlang des Geiranger Flusses. Von oben habt Ihr auch eine tolle Aussicht auf den Fjord. Zusätzlich könnt Ihr noch den Zipline Park besuchen oder den Klettersteig erkunden.

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ReisezeitKostenDauerBewertung
August 2019ca. 200 EUR3 Stunden5 von 5

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2 responses to “Geiranger Twizy Tour zum Dalsnibba”

  1. Hallo, haben die geplanten 3 Stunden für die Fahrt mit dem Twizy ausgereicht oder wart ihr länger unterwegs? Viele Grüße und danke für deinen ausführlichen Bericht 🙂

    1. Hallo Anni,
      bei uns hat die Zeit absolut ausgereicht. Wir waren sogar einige Zeit früher zurück, was aber vermutlich auch an dem kalten Wetter lag. Wir haben alles entspannt angehen lassen und immer wieder zwischendurch angehalten. Ich denke, die Zeit passt auf jeden Fall.
      Liebe Grüße und viel Spaß mit dem Twizy 😃
      Yvonne

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