Marble Canyon / Kanada

Wanderweg über die Schlucht

Die Schlucht des Marble Canyon in British Columbia war ein absoluter Geheimtipp unserer Rundreise. Wir haben bei der Wanderung nicht viel erwartet und wurden durchweg positiv überrascht. Was wir vorfanden, war ein abwechslungsreicher Wanderweg über verschiedene Brücken und stets tolle Blicke in den Canyon hinein. Lest in meinem Reisebericht alles zu meinen Erfahrungen am Marble Canyon am Rande des Kootenay Nationalparks.

Lage des Marble Canyon

Der Marble Canyon liegt direkt nach der Grenze von Alberta zu British Combia am Highway 93. Man kommt somit automatisch daran vorbei, wenn man von Lake Louise oder Banff in Richtung Radium Hot Springs unterwegs ist. Ein Parkplatz ist direkt am Startpunkt der Wanderung vorhanden.

Auf der #93 von Castle Junction kommend, kann man an der Grenze von Alberta nach British Columbia am Continental Divide anhalten. Dieser Ort wird dort durch ein Schild anschaulich beschrieben. Man steht dort in zwei Provinzen gleichzeitig und es werden durch die Wasserscheide zusätzlich zwei Wassereinzugsgebiete und zwei Nationalparks getrennt. Denn alle Wassersysteme westlich dieser Linie fließen in Richtung Pazifischer Ozean und alle östlichen Gewässer in den Atlantik. Zu sehen gibt es außer diesem Schild nichts, aber es ist ein interessanter Ort für einen kurzen Stopp.

Continental Divde Viewpoint

Von Richtung Radium Hot Springs hat man verschiedene Viewpoints an denen man kurz halten und auch zu weiteren Wanderungen starten kann. Wir haben uns mit einem Fotostopp begnügt.

Meine Kanada-Rundreise

Knapp zwei Wochen verbrachte ich im Januar 2023 in den kanadischen Rocky Mountains und erkundete die Gegend mit dem Mietwagen und zu Fuß. Wir haben in dieser Zeit wundervolle Wanderungen im Schnee und auf Eis erlebt und einer davon war der Trail zum Marble Canyon. Da die Zeit nicht ausreichte, um den Kootenay National Park komplett zu besuchen, kratzten wir nur am nördlichen Rand und fuhren zum Canyon. Von unserer Holzhütte in den Castle Mountain Chalets war diese Sehenswürdigkeit nicht weit entfernt und daher bot sich dieser kurze Spaziergang perfekt an. Alle Informationen zu meiner Kanada-Rundreise findest du in folgendem Beitrag:

Kanada Rundreise – Unser Urlaub in den Rockies

Der Marble Canyon

Der Marble Canyon ist Teil des Marble Canyon Provincial Park, welcher 1956 eingerichtet wurde. Er ist ein beliebtes Ziel von Wanderern, Bergsteigern und Outdoor-Sportlern und im Winter ist besonders das Eisklettern an den gefrorenen Wasserfällen beliebt.

Beim Marble Canyon handelt es sich um eine Kalksteinschlucht, die an der engsten Stelle gerade einmal 4 Meter breit ist. Über mehrere Brücken kann man in die Tiefen des Canyons blicken, die bis zu 40 Meter tief sind. An vielen Stellen hat die Wand der Schlucht im Laufe der Zeit eine feine Glanzschicht erhalten und erinnert daher an Marmor. Jetzt wisst ihr auch, woher der Name Marble Canyon stammt.

Wanderung im Marble Canyon

Der Wanderweg im Marble Canyon hat eine Länge von rund 1,6 Kilometern und verläuft in weiten Teilen entlang des Randes der Schlucht. Insgesamt überquert man sieben Brücken, und der Blick in die Tiefe ist von jeder einzelnen Brücke spektakulär. Bei dem letzten Übergang schaut man dann fast 40 Meter in die Schlucht hinab. Dort befindet sich auch ein Wasserfall, an dem der Canyon beginnt.

Selbstverständlich findet man am Marble Canyon auch die typischen roten Stühle. Wer sie bisher nicht kennt: An vielen kanadischen Sehenswürdigkeiten stehen zwei rote Stühle, welche besonders im weißen Schnee wunderschön aussehen und ein beliebtes Fotomotiv sind.

Wir haben die Wanderung im Winter im Schnee unternommen und uns somit in der Nebensaison befunden. Den Trail haben außer uns nur noch zwei weitere Personen unternommen, diese waren allerdings zum Eisklettern dort. Wir hatten somit den gesamten Trail für uns alleine.

Der Weg ist sehr abwechslungsreich gestaltet. Teilweise läuft man am Gletscherflüssen entlang und manchmal direkt am Canyon. Durch die Vielzahl an Brücken ist immer viel Abwechslung geboten.

Der Weg ist einfach zu gehen, es sind jedoch auch einige Steigungen zu überwinden (wie man an nachfolgendem erstem Bild erkennen kann 😅). Im Winter haben sich Schneekrallen wirklich bezahlt gemacht, da der Weg an vielen Stellen vereist war und man so viel sicherer und unbeschwerter laufen konnte.

Runter kommen sie alle…

Kurze Anekdote am Rande: Bei jedem Gefälle auf einem Trail musste ich mir von meiner besseren Hälfte in diesem Urlaub anhören, dass man mit einer Tüte hier perfekt hinunterrutschen könnte. Vor dieser Wanderung habe ich mir eine Tüte in die Tasche gesteckt, und diesmal war er fällig. Auf dem Rückweg zum Parkplatz dauerte es nicht lange, bis der typische Spruch wieder kam, aber ich war vorbereitet!😁Das Ergebnis könnt ihr euch hier anschauen …. natürlich hat es nur so bedingt geklappt. 😉

In Summe dauert der Wanderweg etwa eine Stunde, wenn man es gemütlich angehen lässt. Wir haben eine Weile in den roten Stühlen gesessen und auch noch ein wenig den Eiskletterern zugeschaut, somit waren wir noch etwas länger unterwegs. Es handelt sich auf jeden Fall um einen kurzen Spaziergang.

Route zum Marble Canyon

Ich erkunde meine Wanderungen immer im Vorfeld bei AllTrails. Hier kann man sich Fotos anschauen, Bewertungen lesen und Trails miteinander vergleichen. Bei der Wanderung kann man sich zudem navigieren lassen und im Nachgang die Daten analysieren. Nachfolgend gelangt Ihr direkt zur Route im Marble Canyon:

Geführte Touren

Im Marble Canyon werden auch geführte Touren angeboten, die Ihr vorab buchen könnt. Als wir am Parkplatz ankamen, ist dort auch gerade eine Schneeschuhtour gestartet, die Gruppe ist jedoch bereits am Anfang rechts abgebogen und einen anderen Weg genommen. Nachfolgend liste ich Euch einige Touren auf, in denen der Marble Canyon oder der Kootenay Nationalpark beinhaltet sind:

Fazit zum Marble Canyon

Vom Marble Canyon haben wir nicht viel erwartet, aber wurden positiv überrascht. Diesen kurzen Spaziergang darf man sich wirklich nicht entgehen lassen. Mein Aufenthalt im Winter ist sicher nicht mit dem Sommer vergleichbar, aber trotzdem wird der Marble Canyon nicht so ein Besuchermagnet sein, wie beispielsweise der Johnston Canyon im Banff National Park. Im Vergleich zu diesem würde ich den Marble Canyon definitiv vorziehen. Ich liebe einfach diese Orte abseits des Massentourismus.

Der Weg ist leicht zu gehen, auch wenn teils Steigungen zu überwinden sind. Durch den geringen Zeitaufwand kann man diese kurze Wanderung auch perfekt beim Vorbeifahren einplanen. Von mir daher eine klare Empfehlung für den Marble Canyon. Trotz des schlechten Wetters war ich begeistert von der Schlucht und bei Sonnenschein wäre es noch toller gewesen.

Meine Empfehlungen

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  • Wenn Ihr noch einen Mietwagen für Kanada benötigt, kann ich auch USA to GO* empfehlen. Hier haben wir unseren Jeep Wrangler gebucht und dabei eine Menge Geld gespart. Tatsächlich waren es 20 Prozent gegenüber der Direktbuchung bei Alamo. Ihr müsst Euch lediglich mit Eurer E-Mail Adresse anmelden und schon könnt Ihr die Preise sehen und vergleichen.
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ReisezeitLängeDauerBewertung
Januar 2023ca. 1,6 kmca. 1 Stunde5 von 5

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