Der Palmengarten ist ein botanischer Garten im Stadtteil Westend in Frankfurt am Main. Mit 22 ha zählt er zu einem der größten Gärten in Deutschland. Man findet unzählige Arten von Palmen, Pflanzen und Blumen, aber auch Tiere wie Wasservögel und Schmetterlinge sind zu finden. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten zählt das Palmenhaus, der Tropengarten und das Schmetterlingshaus. Lest in meinem Bericht alles zu meinen Erfahrungen im Palmengarten in Frankfurt.
Mein Besuch im Palmengarten
Ich habe den Palmengarten gemeinsam mit meiner Mutter an einem Mittwoch im Juli 2021 besucht. Der Zeitpunkt war perfekt gewählt, da im Park wenig los war und wir ganz in Ruhe die vielen Pflanzen und die Stille genießen konnten. Pünktlich zur Öffnung waren wir bereits vor Ort, haben eine kleine Runde durch das Tropicarium gedreht und sind dann gemütlich ins Caféhaus Siesmayer zum Frühstücken gegangen. Nach der leckeren Stärkung stand der Spaziergang durch den restlichen Palmengarten auf dem Programm. Am späten Mittag haben wir wieder die Heimreise angetreten und ein wundervoller Tag bei strahlendem Sonnenschein in Frankfurt klang somit aus.



Ich bin kein Pflanzenkenner und auch kein besonders großer Liebhaber von Blumen und Pflanzen. Zwar liebe ich den Anblick der grünen Natur und der bunten Pflanzenwelt, aber ich befasse mich nicht intensiv damit. Deswegen wird mein nachfolgender Erfahrungsbericht aus meiner Laiensicht geschrieben und beinhaltet kein fundiertes Fachwissen über die Pflanzen im Park. Ich bin einfach ein Besucher, der die Optik und die Atmosphäre im Palmengarten wunderschön findet und aus dieser Sicht schreibe ich meinen Erfahrungsbericht. Außerdem möchte ich Euch ermutigen, den Palmengarten zu besuchen, auch wenn Pflanzen und Blumen nicht Euer primäres Hobby sind.
Lage in Frankfurt
Der Palmengarten liegt im Westend in der Nähe der Autobahnabfahrt Miquelalee. Die genaue Adresse lautet: Siesmayerstraße 63, 60323 Frankfurt am Main.
Es gibt zwei verschiedene Eingänge zum Palmengarten, zum einen an der Siesmayerstraße 63, aber auch in der Palmengartenstraße kann man den Park betreten. Wir haben den Haupteingang an der Siesmeyerstraße genutzt, da sich dort auch das Parkhaus befindet.

Anreise mit dem Auto
Von der Anschlussstelle Miquelallee kommt man auf die Zeppelinallee und biegt dann links in die Bockenheimer Landstraße. Von dieser gelangt man links auf die Siesmayerstraße. Direkt am Eingang des Palmengartens steht eine Tiefgarage zum Parken zur Verfügung. Diese ist gebührenpflichtig, aber die Kosten sind wirklich human. Wir haben bei unserem Besuch 2021 pro Stunde 1 EUR bezahlt, laut Internetrecherche ist dies 2023 wohl immer noch der gültige Preis.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann man zum Palmengarten anreisen. Entweder mit der U-Bahn U6 oder U7 zur Station Westend oder zur Bockenheimer Warte. Von dort sind es jedoch noch 600 Meter zu Fuß bis zum Eingang. Mit dem Bus M36 / 50 / 75 gelangt man zur Palmengartenstraße oder Siesmayerstraße.
Eintrittspreis und Öffnungszeiten
Der Frankfurter Palmengarten hat von März bis Oktober von 09:00 – 19:00 Uhr und im Winter von November bis Februar von 09:00 – 16:00 Uhr geöffnet. Nach dieser Zeit kann man noch im Palmengarten bis spätestens 23 Uhr verweilen, die Schauhäuser wie Palmenhaus oder Tropicarium schließen jedoch eine Stunde nach Kassenschluss. Zu besonderen Veranstaltungen können sich die Öffnungszeiten verändern.
Die Preise für eine Tageskarte für Erwachsene belaufen sich auf 7 EUR, für Jugendliche (14-17 Jahre) 3 EUR und für Kinder 2 EUR. Es gibt verschiedene Ermäßigungen beispielsweise für Senioren und Familienkarten sind auch verfügbar. Wer häufiger den Palmengarten besuchen möchte, der kann sich eine Dauerkarte zulegen, diese kostet 50 EUR pro Person oder 70 EUR für eine Familie.
Der Palmengarten
Den Palmengarten in Frankfurt gibt es bereits seit 150 Jahren. Zu Beginn war es ein Ort, in dem sich das gehobene Bürgertum traf, aber mittlerweile ist der Palmengarten in Platz für jedermann und für jedes Alter.
Das Angebot ist sehr vielfältig und nicht nur für Pflanzen begeisterte Personen interessant. Aufgrund der unterschiedlichen und vielseitigen Veranstaltungen, wie Konzerte, Lichterfest, Orchideenausstellung und Fotoausstellungen, ist der Park für alle Altersgruppen interessant und man kann ihn jedes Mal aufs Neue erleben.
20 Hektar umfasst das Gelände, in dem rund 13.000 Pflanzenarten wachsen. Der Park besteht aus Wiesen, Beeten und Seen, aber auch Tiere und Insekten beheimatet der Park. In großen Schauhäusern sind Palmen, tropische Pflanzen und Schmetterlinge zu Hause. Der gesamte Garten ist sehr gepflegt angelegt und es ist einfach toll Zeit darin zu verbringen.


Direkt im Eingangsbereich wird man mit reichlich Grün empfangen und man bekommt bereits einen ersten Eindruck was einen im Park erwarten wird. Wir sind rechtsherum gegangen und kamen somit zuerst zum Tropicarium
Tropicarium
Direkt vor dem Tropicarium befindet sich das Seerosenbecken, in dem verschiedene Wasserpflanzen, vor allem Seerosen und Lotosblumen gedeihen. Dieses Becken hat mich bereits völlig beeindruckt, aber seht selbst….




Das Tropicarium ist ein riesiges Gewächshaus, in dem es viele abgetrennte Bereiche mit unterschiedlichen Luftfeuchtigkeiten gibt. Von ganz trockener bis fast unerträglicher Feuchtigkeit ist hier alles vorhanden. Man kann somit in sehr kurzer Zeit eine kleine Weltreise erleben und verschiedene Kontinente bereisen. Das Tropicarium umfasst insgesamt 14 Glashäuser und ist an der höchsten Stelle 15 Meter hoch. Der gesamte Bereich ist mit abwechslungsreichen Wegen zwischen den Pflanzen angelegt und man findet immer wieder Sitzmöglichkeiten.
Bei den trockenen Tropen findet man meterhohe Kakteen und Aloe-Arten, aber auch ein Affenbrotbaum und Makadamianusspflanzen sind dabei.



In den feuchten Tropen findet man Mangroven und Küstenwälder, Bergregen- und Nebelwälder, Tieflandregenwälder und viele weitere. Man kommt an Kakaobäumen, Mangobäumen und Bananenstauden vorbei. Man fühlt sich, als wäre man mitten im Regenwald, irgendwie wie in einer anderen Welt und ein wenig wie im Urlaub. 😎 Schaut Euch einfach die Fotos an:







Dieser gesamte Bereich hat mir ausgezeichnet gefallen und ich hätte mich ewig darin aufhalten können, doch die Luftunterschiede sind extrem und man atmet doch erleichtert durch, wenn man wieder draußen an der frischen Luft ist.
Palmenhaus
Ein weiteres Highlight ist das Palmenhaus, welches am anderen Ende des Parks zu finden ist. Wie der Name vermuten lässt, findet man dort eine riesige Auswahl an meterhohen Palmen. Es wurde 1869 eröffnet und ist noch heute eins der größten seiner Art. Man fühlt dort wirklich ganz klein in dieser subtropischen Landschaft mit den riesigen Palmen.



Blüten- und Schmetterlingshaus
Das Schmetterlingshaus hatte bei meinem Besuch leider geschlossen. Es wurde im Sommer 2021 erst eröffnet, somit war ich vermutlich ein paar Wochen zu früh im Park. Man findet dort viele Schmetterlingsarten, die zwischen tropischen Pflanzen frei herumfliegen. Außerdem gibt es eine Puppenstation, an der man die Metamorphose eines Schmetterlings von der Puppe bis zum Falter beobachten kann.
Aktivitäten im Palmengarten
Neben den vielen Pflanzen, die man bestaunen kann, ist es auch möglich, sich aktiv im Palmengarten zu betätigen. Für die Kids gibt es zwei Spielplätze und einen Wasserspielplatz. Auf dem großen Weiher kann man Tret- und Ruderboote mieten. Die Preise liegen hierfür bei 6 EUR für zwei Personen und je 30 Minuten. Wem das noch nicht reicht, der kann noch eine Partie Minigolf spielen. Hier liegen die Kosten bei 3,50 EUR pro Person.

Neben Fischen und Wasservögel findet man auch Schildkröten im Wasser. Zusätzlich sind viele Vögel und Insekten im Park zu beobachten.




Restaurants im Palmengarten
Wer viel durch die Gegend läuft, der bekommt irgendwann auch Hunger. Um diesen zu stillen, hat man verschiedene Möglichkeiten:
Wir waren im Caféhaus Siesmayer frühstücken. Auf einer schön angelegten Terrasse kann man wundervoll sitzen, das Essen war lecker und die Auswahl vielfältig. Man erhält neben dem Frühstück auch Kuchen und Torten, Sandwiches, Suppen und ein Mittagsmenü.

Zusätzlich zum Cafehaus gibt es noch die Villa Leonhardi, in der kleine Speisen und Getränke, Kaffee, Kuchen und Eis angeboten werden. Für den schnellen Snack gibt es ein Kiosk und seit Kurzem auch einen Biergarten, den Lindengarten, in dem man Getränke, Brat- und Rindswurst, Pommes sowie süße Crêpes serviert bekommt.
Fazit zum Palmengarten
Der Grundgedanke für den Besuch im Palmengarten war, meiner Mutter eine Freude zu machen, da sie sich sehr für Pflanzen und Blumen begeistert. Was soll ich sagen…..? Mir hat der Tag im Palmengarten auch wirklich hervorragend gefallen und ich habe mich zu keinster Zeit gelangweilt. Jede Ecke ist perfekt für das nächste Foto und man kann sich gar nicht satt sehen an den ausgefallenen Pflanzen.
Der gesamte Park ist abwechslungsreich und liebevoll angelegt. Es gibt ausreichend Sitzmöglichkeiten an den unterschiedlichsten Stellen: am Weiher, am Springbrunnen, unter Palmen, auf der Liegewiese oder mitten in den Tropen. Man findet überall ein schattiges oder auch sonniges Plätzchen. Die Pflanzen sind mit kleinen Schildchen gekennzeichnet, sodass man immer weiß, mit welcher Pflanzenart man es zu tun hat.
Durch die Vielzahl an Veranstaltungen und saisonalen Veränderungen im Park kann der Besuch auch häufiger erfolgen, ohne dass es langweilig wird. Würde ich in Frankfurt wohnen, könnte ich mir sogar vorstellen, eine Jahreskarte zu haben und einfach ein paar ruhige Stunden mit einem guten Buch im Park zu verbringen. Auch eine entspannte Mittagspause ist sicherlich gut möglich.

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- Alle Informationen zum Palmengarten und zu aktuellen Veranstaltungen könnt Ihr auf der Website vom Palmengarten nachlesen.
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| Besuchszeit | Aufenthalt | Kosten | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Juli 2021 | 5 Stunden | 7 EUR p.P. | 5 von 5 |




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