Oslo ist perfekt dafür geeignet, einen Stadtrundgang auf eigene Faust zu unternehmen. Viele Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander und können problemlos zu Fuß erkundet werden. Ich war im Rahmen einer Kreuzfahrt in Oslo und habe meinen Landausflug auf eigene Faust dort unternommen. Nach einer Fjordkreuzfahrt habe ich mittags einen Stadtbummel durch Oslos Innenstadt gemacht. Im nachfolgenden Reisebericht erfährst du alles über meine Erfahrungen beim Stadtrundgang Oslo, zu meiner Route und zu den Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt.
Meine Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 3
Ganz spontan ging es für mich im September gemeinsam mit meiner Mutter auf eine Kurzkreuzfahrt in den Norden. Eigentlich war nur ein kurzes Wellness-Wochenende geplant, aber zu dieser spannenden Kreuzfahrt konnten wir nicht nein sagen. Von Bremerhaven ging es über Oslo, Göteborg und Kopenhagen nach Kiel. In nur 5 Nächten haben wir somit drei Länder kennengelernt. Oslo war der erste Landausflug der Reise und ich habe diesen vollständig auf eigene Faust organisiert.
Alle Informationen zu meiner Kurzkreuzfahrt mit der Mein Schiff 3 und zum Landausflug in Oslo findest du hier:
▶ Kurzkreuzfahrt Norden mit der Mein Schiff 3
▶ Landausflug Oslo, Norwegen – Hafen, Stadt und Fjord

Oslo in Kürze – Die Hauptstadt am Fjord
Oslo liegt am innersten Zipfel des Oslofjords und ist mit rund 700.000 Einwohnern die größte Stadt Norwegens. Was mich gleich beeindruckt hat: Trotz ihrer Größe wirkt Oslo nicht hektisch. Es gibt unglaublich viele Grünflächen, Museen, Parks und überall ist Wasser.
Die Stadt ist eine spannende Mischung aus Alt und Neu: moderne Architektur direkt neben historischen Gebäuden. Oslo ist außerdem ziemlich kompakt – perfekt, um sie zu Fuß zu erkunden. Aber auch die öffentlichen Verkehrsmittel bieten sich zur Stadterkundung an. Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen und Fähren stehen zur Verfügung und die Navigation ist am einfachsten mit der Ruter-App möglich. Einzelfahrkarten und 24-h-Tickets sind auch darüber zu erwerben.

Meine Route des Stadtrundgang Oslo
Ich habe mir im Vorfeld nur grob die Sehenswürdigkeiten ausgesucht, welche ich anschauen wollte, und bin dann einfach drauflosgelaufen. Auf diese Weise muss man zwar immer wieder auf Google Maps schauen, aber man bleibt flexibel und kann immer spontan entscheiden, ob es im Umkreis noch etwas Tolles zu sehen gibt. Dabei rausgekommen sind knapp 8 Kilometer Spaziergang durch Oslo. Mein Startpunkt war der Hafen von Oslo, da ich mit dem Kreuzfahrtschiff angekommen bin. Ihr könnt aber auch von jedem anderen Punkt starten.
Ich habe die Route mit AllTrails getrackt und ihr könnt sie euch unter nachfolgendem Link anschauen, um euch einen groben Überblick zu verschaffen.
▶ Mein Stadtrundgang durch Oslo*

Das Opernhaus – Erste Sehenswürdigkeit am Wasser
Die erste Sehenswürdigkeit meines Stadtrundgang Oslo war die Osloer Oper. Bereits morgens konnten wir das Dach der Oper vom Wasser und vom Pier bestaunen. Zu diesem Zeitpunkt waren aber noch sehr viele Leute auf dem Außengelände unterwegs. Gegen Mittag waren es nur noch eine Handvoll und die Erkundung wurde dadurch um einiges angenehmer. Schon von weitem sieht das Gebäude beeindruckend aus: eine riesige, weiße Fläche, die sanft aus dem Wasser zu wachsen scheint. Die Architektur erinnert an Eis und Schnee – ein wirklich einzigartiges Gebäude.

Das Besondere: Man kann auf dem Dach spazieren gehen! Und das habe ich natürlich auch gemacht. Es ist ein wenig, als würde man auf einem Gletscher laufen, mit Blick auf den Fjord und die Stadt. Oben wehte mir der Wind um die Nase und überall waren Möwen. Ich hätte dort ewig bleiben können, das Gefühl war irgendwie surreal, dort auf dem Dach herumzulaufen.



Im Inneren soll die Akustik weltklasse sein – ich war aber nicht bei einer Aufführung. Trotzdem lohnt sich der Besuch allein wegen der Atmosphäre und auch die Aussicht ist toll.

Durch die Innenstadt Oslos
Vom Opernhaus aus bin ich einfach losgelaufen – Richtung Innenstadt. Der Weg führt durch kleine Straßen, vorbei an modernen Gebäuden, Cafés und Boutiquen. Vom Hauptbahnhof ging es entlang der Kristian IVs gate. Man kann aber auch durch die Karl Johans gate laufen – die Hauptstraße der Stadt. Beide Straßen verbinden den Hauptbahnhof mit dem Königlichen Schloss, und unterwegs gibt es einiges zu entdecken.
Hier könnt ihr einen Stopp in einem der kleinen Cafés rund um die Karl Johans gate einlegen und dem Treiben zuschauen und durch Geschäfte bummeln. Ich bin nur hindurchgelaufen, da das Wetter nicht ideal war und ich für meinen Stadtrundgang in Oslo nicht unbegrenzt Zeit hatte.



Der Osloer Dom
Auf dem Weg kam ich auch am Osloer Dom (Domkirke), der größten Kirche Oslos, vorbei. Von außen wirkt er jedoch schlicht und fast unscheinbar, aber trotzdem beeindruckend. Der Dom stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde mehrfach neu aufgebaut und renoviert. Besonders schön sind die Glasmalereien, die Orgel und die Kanzel im Inneren, welche im Original erhalten wurden.

Das Königliche Schloss – Wo Norwegens Royals wohnen
Wenn man der Hauptstraße weiter folgt, endet man automatisch beim Königlichen Schloss (Det kongelige slott). Es liegt leicht erhöht auf einem Hügel, und schon der Weg dorthin hat etwas Feierliches. Ich kam von der Seite und habe die lange Straße erst von oben entdeckt. Was für ein unfassbarer Anblick, erinnert an den Film Rocky😉. Die Hauptstraße von unten zum Schloss zu laufen, ist sicherlich auch beeindruckend.

Das Schloss ist die offizielle Residenz der norwegischen Königsfamilie. Es wurde im 19. Jahrhundert gebaut und ist von einem großen Park umgeben. Ich bin dort nur einen Augenblick spazieren gegangen, doch man kann auch komplett um das Schloss herumlaufen. Auf dem Wege findet man alte Bäume, Teiche und Statuen. Im Sommer ist der Park bestimmt voller Menschen – Familien, Touristen, und Studierende, die sich in die Sonne legen.



Das Rathaus – zwischen Geschichte und Moderne
Vom Schloss bin ich hinunter Richtung Rathaus gegangen. Das Gebäude ist eines der bekanntesten in Oslo – und gleichzeitig eines, das polarisiert. Das Rathaus ist groß, kantig, aus rotem Backstein gebaut und wirkt auf den ersten Blick ziemlich streng. Es war bereits bei der Hafeneinfahrt nach Oslo von der Mein Schiff 3 sehr deutlich zu sehen.

Das Rathaus ist nicht nur ein Verwaltungsgebäude – hier wird jedes Jahr der Friedensnobelpreis verliehen. Allein dieser Gedanke verleiht dem Ort etwas Besonderes. Im Inneren befinden sich riesige Wandgemälde und das Glockenspiel läutet jede volle Stunde. Im Außenbereich gibt es Grünflächen mit Blumenbeeten und einen Springbrunnen. Vom Rathaus ist es nur ein kurzer Spaziergang bis zur Hafenpromenade.
Aker Brygge – Hafenpromenade
Und dann führte mich mein Stadtrundgang Oslo zur Hafenpromenade: Aker Brygge. Früher war das einmal ein Werftgelände, heute ist es eine moderne Promenade mit Bürogebäuden, Restaurants, Bars, Galerien und kleinen Boutiquen.

Ich bin einfach am Kai entlanggelaufen und habe das Treiben beobachtet. Hier findet man auch einige der bekannten schwimmenden norwegischen Saunen. Allerdings bin ich nur ein Stück die Hafenpromenade entlanggegangen und habe dann umgedreht. Eigentlich wollte ich bis zum Skulpturenpark Tjuvholmen laufen, aber da es schon Nachmittag war, habe ich mich dann doch dagegen entschieden.


Die Festung Akershus – Geschichte mit Aussicht
Mein Rückweg zum Schiff führte durch die Festung Akershus, die sich direkt neben der Hafenpromenade erhebt. Ich bin einfach den Hügel hinaufgelaufen, und plötzlich stand ich zwischen alten Steinmauern, Türmen und Kopfsteinpflaster. Von dort oben hat man auch eine schöne Sicht auf Aker Brgge.

Die Festung stammt aus dem Mittelalter und diente über Jahrhunderte als Verteidigungsanlage. Später war sie königliche Residenz und sogar Gefängnis. Heute kann man durch das Gelände spazieren und hat von oben einen fantastischen Blick auf den Fjord und die Stadt. Eine Eintrittsgebühr wurde nicht fällig.



Ich habe mich dort eine ganze Weile aufgehalten und bin durch die alten Gänge geschlendert. Da es bereits recht spät war, war ich teilweise sogar allein dort. Von mehreren Stellen genießt man einen tollen Ausblick.

Mein Fazit zum Stadtrundgang Oslo
Am Ende meines Tages war ich müde, aber glücklich. Ich hatte in der kurzen Zeit viele Sehenswürdigkeiten von Oslo gesehen und viele sogar aus zwei Blickwinkeln erlebt: vom Land und vom Wasser.
Oslo hat mir gezeigt, dass man nicht immer wissen muss, wohin man geht. Manchmal reicht es, einfach loszulaufen und sich überraschen zu lassen. Zwischen moderner Architektur und königlichen Parks, zwischen Fjord und Festung, zwischen Geschichte und Gegenwart habe ich eine Stadt erlebt, die ruhig, freundlich, vielseitig und unglaublich schön ist.
Für mich war die Kombination aus Fjordkreuzfahrt und Stadtrundgang perfekt geeignet. Man kann aber auch den Stadtrundgang ausweiten oder die einzelnen Sehenswürdigkeiten ausführlicher besichtigen. Ich habe keine Attraktion von innen gesehen, was teilweise sehr schade war. Auch die Vielzahl an Museen in Oslo lädt dazu ein, besichtigt zu werden. Ein Landausflug ist zeitlich leider sehr stark begrenzt. Solltet Ihr länger in der Stadt sein, findet Ihr bestimmt noch viele weitere spannende Dinge.

Tipps für Kreuzfahrer zum Stadtrundgang Oslo
- Das Dach des Osloer Opernhauses ist bei Nässe sehr rutschig. Passt gut auf, wenn ihr darüberlauft. Es gibt kaum Stellen, an denen man sich festhalten kann, und ich habe mehrere Leute gesehen, die auf den Hintern gefallen sind.
- Behalte immer die Uhrzeit des Ablegens vom Schiff im Hinterkopf. Bevor du dich am Ende stressen musst, gehe lieber etwas früher zurück zum Schiff.
- In Norwegen ist das Wetter nicht immer planbar. Eine leichte Regenjacke und gute Schuhe sind immer empfehlenswert. Auch ein Regenschirm schadet nicht.
- Norwegen gehört nicht zur Eurozone, somit kommst du mit dem Euro nicht weiter. Allerdings benötigst du keine norwegischen Kronen, in der Regel kannst du hier alles mit Karte oder Smartphone bezahlen.
- Wenn es doll regnet und du nicht alles zu Fuß unternehmen möchtest, bieten sich auch die öffentlichen Verkehrsmittel an. Wenn es einfacher sein soll, dann kannst du auch eine Hop-on-Hop-off-Tour buchen und an mehreren Haltestellen unbegrenzt ein- und aussteigen. ▶ Hop-On/Hop-Off Oslo*

In Norwegen nutzt du dank EU-Roaming deinen deutschen Mobilfunktarif und hast die gleichen Konditionen wie zu Hause. Solltest du allerdings zusätzlich Daten benötigen, kann ich dir die eSIM von Airalo empfehlen. Mit nachfolgenden Links erhältst du Rabatte auf den Kauf einer eSIM:
Meine Empfehlungen
- Wenn ich euch jetzt auf den Geschmack gebracht habe und ihr Lust auf eine Kreuzfahrt bekommen habt, könnt ihr euch mit nachfolgendem Link gerne über die Routen der TUI Cruises informieren und eure nächste Kreuzfahrt buchen:
- Reiseführer Oslo:
- Ausflüge in Kleingruppen können bei Meine Landausflüge gebucht werden. Ich habe auf Madeira eine Jeep-Tour bei diesem Anbieter gebucht und war sehr zufrieden.
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