Der Bear Mountain Trail ist ein anspruchsvoller Wanderweg in Sedona. Besonders weil der Aufstieg irgendwie nie enden will, nach jeder Kurve hoffe man auf den Gipfel, aber es geht immer wieder weiter. Die Aussicht vom Gipfel ist allerdings traumhaft, und man wird für jeden Höhenmeter dieser anstrengenden Wanderung definitiv belohnt. Lest im folgenden Reisebericht alles zu meinen Erfahrungen auf diesem Trail und darüber, was ich dort erlebt habe. Glaubt mir, ich werde dies mein Leben lang in Erinnerung halten. 😏
Unsere USA Rundreise 2020
Wir haben im Januar 2020 unsere dritte Rundreise durch die USA unternommen. Genauer gesagt waren es die Staaten Nevada, Utah, Colorado und Arizona. Fokussiert war der Urlaub auf Nationalparks und tollen Wanderungen. In Sedona haben wir 3 Tage verbracht und in dieser Zeit das nette Städtchen lieben gelernt. Hierher werde ich definitiv noch mal wieder kommen. (vielleicht finde ich dann auch den Vortex 😆)
▶ Überblick Rundreise Südwesten der USA, Januar 2020
Der Bear Mountain Trail
Am letzten Tag haben wir uns als Wanderung den Bear Mountain Trail ausgesucht. Die Fahrt von Sedona dauerte etwa 20 Minuten bis zum Startpunkt dieses Trails. Der Weg war mit einer Länge von 7,9 km und 610 Höhenmetern angegeben und zusätzlich war er als SCHWER eingestuft.
▶ zur Route des Bear Mountain Trails bei AllTrails*
Da es von unten immer so lasch aussieht, habe ich mal mit dem Finger im Bild Ziel bzw. Parkplatz markiert. Schaut gar nicht so schwer und hoch aus…


Wie man an dem Foto schon erkennt, haben wir den Weg tatsächlich geschafft, aber ganz so einfach und schmerzfrei war es tatsächlich nicht. Die 610 Höhenmeter waren über teils extrem steilen, felsigen Untergrund zu bezwingen. Tatsächlich waren es am Ende rund 9 km insgesamt, die wir absolviert hatten – allerdings dieses Mal nicht ganz ohne Verletzungen. 😱
Aber alles der Reihe nach: Wir sind voller Tatendrang, nach dem Frühstück bei super Wetter gestartet. Die Temperaturen waren für diesen Tag mit 20 Grad angekündigt, also perfektes Wanderwetter für einen Tag im Januar. Los ging es also durch das Gatter:

Der Anfang war noch recht unspannend, aber der Weg wurde Stück für Stück immer abwechslungsreicher und anspruchsvoller. So langsam bekam man schon die Höhenmeter zu spüren. Der Weg hatte wirklich Abschnitte dabei, wo wir uns fragten, ob wir auf dem richtigen Weg sind, denn wie ein Wanderweg sah es teilweise nicht aus. Hier mal ein paar Einblicke vom Weg:



Auf und Ab zum Gipfel des Bear Mountain
Da wir nicht richtig wussten, wo der Gipfel ist, dachte man ständig das Ziel vor Augen zu haben. Nach jedem Erklimmen eines Gipfels kam die Ernüchterung, dass es noch nicht der finale Gipfel war. Zwischendurch kamen uns Leute entgegen, die erzählten, sie hätten es nicht bis oben geschafft😳. Ich glaube, das ging viermal so! Und nach jedem vermeintlichen Gipfel ging es wieder bergab, um danach wieder zum nächsten Gipfel bergauf zu gehen. Aber Aufgeben war auch keine Option, so kommt man auch im Leben nicht weiter! Außerdem waren die Zwischenabschnitte auch wirklich sehenswert.

Man hat sich wirklich dabei erwischt, die Aussicht als so schön zu empfinden, dass man gar nicht weitergehen müsse.🤣 Aber wir haben uns zusammengerissen, die schmerzenden Blasen an den Füßen verarztet und weitergelaufen. Und dann war es endlich so weit:
Der finale Gipfel war erreicht!!!




Was war das eine herrliche Aussicht vom Bear Mountain. Der Aufstieg hat sich wirklich gelohnt, auch wenn wir fix und alle waren und der Wasservorrat selbstverständlich leer war. Denn mit so einer Wandung hatten wir auch wirklich nicht gerechnet. Aber jetzt sollte es ja abwärts gehen.
Der böse Kaktus!
Doch leider blieb es nicht dabei: Wir hatten gerade den Abstieg vom Gipfel begonnen, da rutschte ich aus und landete in einem Kaktus. Dieses Zeug ist bedauerlicherweise sehr verbreitet und die „Treffer Quote“ war hoch. Das war wirklich nicht lustig! Im ersten Moment war ich wirklich erschrocken und geschockt. Wir haben am Berg eine Vielzahl der Stacheln rausoperiert – es waren in Arm und Bein locker 50 Stück. Zusätzlich hat die Haut geblutet und ganz viele Ministacheln waren noch im Arm, die wir einfach nicht packen konnten. In der Hose versteckten sich außerdem noch einige Stacheln, die wir am Berg gar nicht entfernen konnten.


Das Schlimmste war, dass ich nun noch 3 km Abstieg vor mir hatte. Denn es war ja nicht so, dass ich sowieso völlig erledigt war, nein, jetzt hat es auch noch bei jedem Schritt gepikst. 😆😒 Völlig fertig kam ich am Auto an und wir steuerten als Erstes eine Apotheke an, um Pflaster und Desinfektionsmittel zu kaufen. Im Hotel haben wir dann weitere rund 2 cm Stachel aus meinem Bein entfernt, die zuvor abgebrochen waren.😳 Schön war das wirklich nicht! Zum Glück stand am nächsten Tag nur eine lange Autofahrt auf dem Tagesprogramm.

Am Ende haben wir es geschafft – ohne Kaktus wäre es noch viel besser gewesen, aber das war halt leider so. So bleibt dieser Ausflug definitiv in Erinnerung. 😜Wer sich jetzt um meine Gesundheit sorgt, den kann ich beruhigen. Die nächsten Tage waren zwar schmerzhaft und ich habe noch Wochen später kleine Stacheln aus meinem Arm gezogen, aber es hat sich nichts entzündet und der Urlaub ging wunderschön weiter. Das hätte auch anders ausgehen können…
Fazit zum Bear Mountain Trail
Der Bear Mountain Trail ist wirklich ein toller, aber anspruchsvoller Wanderweg in Sedona. Die verschiedenen Kletterpartien waren abwechslungsreich und spannend. Das Pensum war für uns jedoch Schmerzgrenze und das nicht nur wegen des Kaktus.🤣Wir sind sicherlich nicht die Fittesten, aber wir haben schon einige Wanderungen absolviert. Ein paar Tage vorher sind wir im Zion den Angels Landing gelaufen, der hatte etwa gleiches Niveau. Die schmerzenden Beine beim Abstieg waren fast noch schlimmer als der Aufstieg. Erfahrene Wanderer machen diesen Trail aber bestimmt mit links!
Die Aussicht war atemberaubend! Nicht nur vom endgültigen Gipfel, sondern auch schon vorher an den verschiedenen Passagen. Jeder Blick zurück war traumhaft.
Tipps zum Wanderweg:
- Viel Wasser mitnehmen!
- Festes Schuhwerk ist absolutes Muss. Der Weg besteht fast nur aus losem Untergrund und es sind viele Kletterpassagen über Steine und Felsen dabei.
- Zu dieser Zeit hatten wir noch keine Wanderstöcke. Mittlerweile würde ich diese definitiv mitnehmen. Es gibt so viele Stellen, wo sie hilfreich sind und man sich einfach sicherer fühlt. Außerdem sind sie schonender für die Knie.
- Meine Erfahrungen: Wanderstöcke / Komperdell Speed Trail Skitourenstöcke
- Meine Wanderstöcke bei Otto* oder Amazon*
- Sonnencreme! Eigentlich ist der gesamte Weg in der Sonne und somit haben wir uns schön die Arme verbrannt. Eincremen ist Pflicht und auch ein Kopfschutz ergibt Sinn. Ich habe hierfür mein Allzwecktuch* genutzt und somit den Sonnenbrand auf dem Kopf umgangen.
- Unterschätzt den Weg nicht. Das ständige Hoch und runter zerrt an den Nerven 😉
- Damals bin ich noch nicht mit AllTrails gelaufen und konnte die Entfernung und den Trail dadurch nicht richtig einschätzen. Heute würde das besser funktionieren. Hier findest du den Trail zum Bear Mountain Trail bei AllTrails: Bear Mountain Trail*
- Nehmt Euch vor den Kakteen in Acht!!! 🤣
| Reisezeit | Entfernung | Level | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Januar 2020 | 8 km (Hin-und Rück) | Schwer | 5 von 5 |
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- Solltet Ihr auf der Suche nach einem guten Reiseführer für den Südwesten der USA sein, kann ich auch diesen empfehlen:
- Wenn Ihr noch einen Mietwagen für die USA benötigt, kann ich auch USA to GO* empfehlen. Hier haben wir unseren Jeep Wrangler gebucht und dabei eine Menge Geld gespart. Tatsächlich waren es 20 Prozent gegenüber der Direktbuchung bei Alamo. Ihr müsst Euch lediglich mit Eurer E-Mail Adresse anmelden und schon könnt Ihr die Preise sehen und vergleichen.
- Ich habe im Hotel Sunset Chateau übernachtet und kann dies definitiv weiterempfehlen.
- Für meinen Aufenthalt in USA nutze ich den Weltreiseadapter von SKROSS. Lest über meine Erfahrungen.
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