Rundreise Südwesten der USA, Januar 2020

Roadtrip Südwesten der USA

Im Winter 2020 haben wir eine Rundreise durch den Südwesten der USA in der Nebensaison unternommen. Unser Roadtrip führte uns an der Westküste durch die Bundesstaaten Nevada, Utah, Colorado und Arizona. Wir haben 5 Nationalparks, mehrere State Parks und National Monuments besucht und viele Trails bei Wanderungen erkundet. Lest in nachfolgendem Reisebericht alles über meine Erfahrungen bei Sehenswürdigkeiten und findet nützliche Tipps für die Planung Eurer Rundreise.

Unsere Route

Im Januar 2020 sollte nach ziemlich genau 10 Jahren mal wieder eine Rundreise zur Westküste der USA anstehen. Bereits 2010 haben wir den Südwesten der USA bereist und die Gegend lieben gelernt. Damals waren die Eckpunkte des Urlaubes: Los Angeles – San Francisco – Las Vegas und die Nationalparks drumherum. Bereits damals hatten wir so viele weitere Parks auf der Karte gesehen und hätten sie gerne besucht, aber wir hatten einfach keine Zeit. 😩

Dies wollten wir 2020 nachholen! Dafür starteten wir direkt in Las Vegas, Nevada und arbeiteten uns durch Utah über Colorado nach Arizona vor. Mehrere Nationalparks und State Parks wollten mit tollen Wanderungen besichtigt werden. Insgesamt waren wir 17 Tage unterwegs und haben in 9 verschiedenen Hotels übernachtet.

Nachfolgend findet Ihr eine Tabelle unserer Route. Sobald ein ausführlicher Reisebericht über das Hotel oder die Aktivität vor Ort geschrieben ist, wird der Text farbig und der Link ist hinterlegt. Ihr könnt dann mit einem Klick direkt auf den Beitrag kommen. Außerdem habt Ihr einen Überblick darüber, welche Artikel noch kommen werden.

DatumOrt
Übernachtung

Aktivitäten
Gefahrene
km
28.01.20Las Vegas
Palms Place
Hinflug Las Vegas
29.01.20St. George
Inn on the Cliffs
Snow Canyon SPLas Vegas – St. Georg
200 km
30.01.20Escalante
Escalante Escape
Zion National Park
Angels Landing Trail
St. George – Escalante
300 km
31.01.20Escalante
Escalante Escape
Grand Staircase Escalante
Devils Garden
Peek-a-boo+Spooky Gulch
01.02.20Moab
Hoodoo Hilton Moab
Capital Reef NP
Goblin Valley SP
Dead Horse Point SP
Escalante – Moab
400 km
02.02.20Moab
Hoodoo Hilton Moab
Arches National Park
Landscape Arch Trail
03.02.20Moab
Hoodoo Hilton Moab
Canyonlands NP
04.02.20Durango
Fairfield Inn by Marriott
Million Dollar HighwayMoab – Durango
375 km
05.02.20Sedona
A Sunset Chateau
Goosenecks SP
Valley of the Gods
Durango – Sedona
600 km
06.02.20Sedona
A Sunset Chateau
Cathetral Rock Trail
Gold King Mine
Airport Mesa Trail
07.02.20Sedona
A Sunset Chateau
Bear Mountain Trail
08.02.20Snowflake
Best Western Snowflake
Petrified Forest NPSedona – Snowflake
420 km
09.02.20Las Vegas
Cosmopolitan
Winslow / Flagstaff
Hoover Dam
Snowflake – Las Vegas
600 km
10.02.20Las Vegas
Vdara Hotel
Las Vegas Shopping
11.02.20Las Vegas
Vdara Hotel
Las Vegas
12.02.20Rückflug nach FRA

Die gefahrenen Kilometer beziehen sich nur auf die Strecke zwischen den einzelnen Orten. Gefahrene Kilometer in den Orten, um zu Sehenswürdigkeiten zu kommen, sind nicht enthalten.


Ausgangspunkt für Rundreise

Für eine Rundreise im Südwesten der USA gibt er verschiedene Ausgangsorte. Sollen die Küstenstädte wie Los Angeles oder San Francisco in Eurem Roadtrip enthalten sein, bietet sich einer dieser Städte auch als Startpunkt an. 2010 haben wir uns für Los Angeles als Start und Ende der Tour entschieden.

Möchtet Ihr allerdings eher im Landesinneren reisen, sind die Orte Las Vegas, Salt Lake City oder Phoenix besser geeignet. Wer noch weiter in Richtung Osten gehen will, der sollte sich die Flugverbindungen nach Denver anschauen. Für unsere Rundreise 2022 haben wir uns für Las Vegas als Start und Ende entschieden, da die Flugverbindungen einfach am passendsten waren und wir kein Geld für eine Einwegmiete ausgeben wollten. Ein unterschiedlicher Ort für Anfang und Ende hätte bei unseren geplanten Orten auch keinen Sinn gemacht. Bei einigen Routen kann sich aber der Aufpreis für eine Einwegmiete definitiv lohnen, wenn man die eingesparten Kilometer und die „verschenkte Zeit“ beachtet. Dies ist immer abhängig von der individuellen Planung.

Las Vegas bei Nacht

Flug nach Las Vegas

Las Vegas als Ausgangspunkt war für uns schnell gesetzt, da wir meist Prämienmeilen von Miles & More für unsere Flüge einlösen und wir somit etwas eingeschränkt sind, was die Verfügbarkeit der Flüge angeht. Da wir in den letzten Jahren ausgezeichnete Erfahrungen mit AIR Canada gemacht haben, entschieden wir uns wieder dafür einen kleinen Umweg über Calgary zu fliegen. Wie auch Ihr mit einfachen Mitteln zu einem Business-Class Flug über Prämienmeilen kommen könnt, erfahrt Ihr in meinem extra Beitrag:

▶ zu meinem ausführlichen Erfahrungsbericht zum Sammeln von Miles & More Prämienmeilen


Wenn Ihr noch auf der Suche nach einem Flug zu Eurer Rundreise sein, könnt Ihr hier direkt die Angebote von Skyscanner durchforsten.


Maple Leaf Lounge von Air Canada

Durch unsere gesammelten Prämienmeilen hatten wir das Glück Business-Class fliegen zu können und somit Zutritt zur Maple Leaf Lounge in Frankfurt zu haben. Die Lounge war sehr gemütlich und die Auswahl an Speisen und Getränken groß. Davon kann sich die Lounge der Lufthansa eine Scheibe abschneiden.😉 In so einem Ambiente und mit dieser Verpflegung geht das Warten auf das Boarding viel leichter von der Hand und man kann die Zeit sinnvoll nutzen. Wir starten am Flughafen immer mit unserem Reisetagebuch der Journi App und laden unsere Freunde und Familie virtuell ein. Damit ist die Zeit bestens genutzt.

Mein Erfahrungsbericht zur Maple Leaf Lounge in Frankfurt

Business-Class der Air Canada

Die Air Canada Business-Class ist für mich die bisher beste Kabine, in der ich geflogen bin. Okay, ich habe nur den Vergleich zu Lufthansa, Eurowings Discouver und Swiss 😉, aber der Unterschied ist wirklich deutlich. Man hat bei Air Canada viel mehr Privatsphäre und Platz am Sitz. Aber schaut selbst…

Der Service an Bord war wieder einmal Klasse und wir konnten sogar ein paar Stunden die Augen schließen. Über Grönland waren wir natürlich wieder wach zum Bilder machen und hinausschauen. Der Ausblick ist immer wieder schön…

Aspire Lounge in Calgary

Zuerst hatten wir noch einen kurzen Stopp von 2 Stunden in Calgary, wo wir bereits mit Schnee empfangen wurden. In Calgary konnten wir die Aspire Lounge besuchen und zuvor noch ein wenig das Handy mit Muskelkraft aufladen. 😁

Air Canada Rouge

Der Weiterflug nach Vegas fand mit der Air Canada Rouge statt. Hierbei handelt es sich um eine Low Cost Airline der Air Canada. Mit dieser sind wir bereits im Vorjahr nach St. Lucia geflogen, damals noch mit der Boeing MAX, die kurze Zeit später Probleme verursachte.😮 Der Flug damals war einwandfrei und auch dieses mal gab es keinen Grund zur Beanstandung. Der Sitzplatz erinnert an eine Premium Eco Class und man bekommt sogar ein warmes Abendessen, welches wirklich hervorragend war.

Nach knapp drei Stunden erreichten wir dann endlich den Start der Rundreise: Las Vegas!

Unser Mietwagen von Hertz

Für eine Rundreise versuchen wir immer ein komfortables großes Auto zu buchen, da man regelmäßig mit mehreren Koffern, Taschen, Kühltaschen und sonstigem Gepäck unterwegs ist. Außerdem ist es beim Einräumen des Gepäcks definitiv entspannter, wenn man Platz hat. Da dies bei einer Rundreise nicht nur an einem einzigen Tag vorkommt, sondern ständig, ist dies ein nicht zu unterschätzender Punkt. 😅

Wir haben uns für einen großen SUV entschieden und diesen bei Hertz gebucht. Durch einen glücklichen Zufall haben wir vor ein paar Jahren die Hertz Gold Mitgliedschaft abschließen können und profitieren daher vom Hertz Gold Service. Dies beinhaltet eine schnellere Abwicklung am Flughafen, da man direkt in das Parkhaus gehen kann und seinen Namen auf einer Tafel findet. Hinter dem Namen steht die Nummer des Parkplatzes, man begibt sich direkt dorthin, steigt in sein Auto ein und fährt davon. Die Vertragsunterlagen erhält man direkt bei der Ausfahrt vom Mitarbeiter am Schalter. Sehr komfortabel das ganze System und ohne lange Wartezeit oder Diskussionen am Schalter.

In Las Vegas hatten wir Glück und haben einen GMC Yukon mit nur 3.000 Meilen, V8 und Allrad erhalten. Ein perfektes Auto für unserer Rundreise durch die Nationalparks. Einziges Manko war die Farbe.😂 Nach 4.000 km durch Sand, Schnee und Matsch war die weiße Farbe nur noch bedingt zu erkennen und wir gönnten dem Yukon eine Wäsche in Vegas. 😉

Mittlerweile würde ich bei jeder Mietwagenbuchung den Anbieter USA to GO* einbeziehen und zumindest die Preise vergleichen. 2020 war er mir leider bisher nicht bekannt.

▶ zu meinem ausführlichen Erfahrungsbericht mit USA to GO

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Besuchte Nationalparks

Hauptzweck der Reise war es, die beeindruckende Natur kennenzulernen und diese aktiv zu entdecken. Hierzu sind Wanderungen in den National- oder State Parks bestens geeignet. Nachfolgend gebe ich Euch einen Überblick darüber, welche Parks wir bei der Rundreise besucht haben, um Euch einen kleinen Vorgeschmack zu geben. Sobald ich einen ausführlichen Bericht darüber geschrieben habe, wird er dort direkt verlinkt.

Zion National Park

Der Zion gehört zusammen mit dem Arches National Park zu meinen Lieblingsparks in Utah. Wir waren bereits zum zweiten Mal im Zion National Park und dieses Mal wagten wir uns an die spektakuläre Wanderung zum Angels Landing. Das letzte Stück dieser Wanderung geht über einen Bergkamm, wo Stahlseile zur Sicherung befestigt sind. Der Aufstieg ging wirklich an meine Kondition, aber es war ein herausragendes Gefühl oben bei den Engeln angekommen zu sein. 😁

▶ Erfahrungsbericht der Wanderung zum Angels Landing / Zion National Park

die Route des Angels Landing bei Alltrails*

Capital Reef National Park

Den Capital Reef National Park haben wir nur im Durchfahren besucht und dort keine Wanderung unternommen. Mehrere Dirt Roads haben uns aber ins Innere des Parks gebracht und unser Auto noch dreckiger werden lassen.😁 Die steilen Felsen sind wirklich beeindruckend und laden eigentlich zu einem längeren Aufenthalt und einer Wanderung ein.

Arches National Park

Die Heimat der Steinbögen! Tolle Landschaften und außergewöhnliche Wanderwege machen den Arches National Park zum Must-see bei der Rundreise durch den Südwesten der USA. Wir haben 1,5 Tage im Arches verbracht und eine große Wanderung zum Landscape Arch unternommen. Lest alle Informationen zum Park selbst und zu meinen Wanderungen in meinen gesonderten Berichten.

Canyonlands National Park

Ein weiterer Nationalpark in der Nähe von Moab ist der Canyonlands National Park. Für uns stand fest, dass wir unbedingt den „Shafer Trail“ fahren mussten. Hierbei handelt es sich um eine unbefestigte Straße mit unzähligen Serpentinen, die in den Canyonlands hineinführt. Tja, was soll man sagen??? Die Straße war wegen der schlechten Straßenverhältnisse gesperrt!😒 Vermutlich war es auch besser so (wenn man sich das Foto so anschaut), aber wir waren wirklich enttäuscht. Als Ausgleich haben wir dann noch an den Viewpoints angehalten und eine kurze Wanderung zum Mesa Arch durch Neuschnee und Nebel gemacht.

Petrified Forest National Park

Die Hauptattraktion im Petrified Forest National Park sind versteinerte Baumstämme. Diese sind tatsächlich sehr beeindruckend und es macht Spaß sie auf kleinen Wanderungen zu entdecken. Wenn man Wasser darüber schüttet, kommen die Farben besonders schön zur Geltung. Wir hatten zwar nichts mehr zu trinken, aber hauptsache die Fotos wurden schön.😁 Der Rest des Parks war für uns jedoch nicht so spannend, somit haben ein paar Stunden im Park völlig ausgereicht. Wir haben zwei kleine Wanderungen gemacht und an den Viewpoints gehalten. Ein weiteres Mal würde ich den Umweg zum Petrified Forest jedoch nicht in Kauf nehmen wollen, sondern lieber zwei Tage länger in Sedona bleiben.😉

Besuchte State Parks und National Monuments

Snow Canyon State Park

In St. George liegt der Snow Canyon State Park. Für mich war dieser Park die größte Überraschung im Urlaub, da ich ihn völlig unterschätzt habe. Tolle Natur mit versteinerten Dünen, abwechslungsreichen Wanderwegen und sogar einem kleinen Slot Canyon sind dort zu finden. Er befindet sich auf der Strecke von Las Vegas zum Zion National Park und eignet sich perfekt für einen Zwischenstopp.

▶ zum Reisebericht Snow Canyon State Park / Utah

Grand Staircase Escalante National Monument

Zwischen dem Bryce Canyon und dem Capitol Reef National Park liegt die Kleinstadt Escalante und dort angrenzend das Grand Staircase Escalante National Monument. Wir haben dort einen Tag verbracht und zwei Slot Canyons unsicher gemacht. Das Tolle an dieser Gegend ist, dass es nicht so überlaufen ist wie in den Nationalparks und trotzdem unheimlich viel zu bieten hat.

Devils Garden Grand Staircase / Utah

Der Bericht zu den Slot Canyons Peek-a-boo und Spooky Slot Canyon folgt noch. Als kleiner Vorgeschmack findet Ihr hier bereits ein paar Fotos oder Ihr schaut Euch die Route auf AllTrails an.

Peekaboo and Spooky Slot Canyons*

Goblin Valley State Park

Das Goblin Valley gehört für mich zum Kuriositäten-Kabinett, da die Welt dort irgendwie unwirklich und surreal ist. Die Anfahrt war etwas nervig, da wir den gleichen Weg zurückfahren mussten, die Fahrt eigentlich in die falsche Richtung ging und es außerdem nicht wirklich viel zu sehen gab. Ein Kurzbesuch bei den Goblins lohnt sich aber trotzdem, falls man in der Nähe ist. Es ist einfach witzig, durch diese kleinen „Felshaufen“ hindurchzulaufen.

Dead Horse Point State Park

Einige Kilometer von Moab entfernt liegt der Dead Horse Point State Park, welcher perfekt geeignet ist, um den Sonnenuntergang zu erleben. Dies war auch eins der Highlights des Urlaubes und eine absolute Empfehlung: Fahrt zum Dead Horse Point State Park zum Sonnenuntergang!!! 😎🌞

Valley of the Gods

Das Valley of the Gods wird auch „Klein Monument Valley“ genannt, da es optisch wirklich daran erinnert. Eine unbefestigte Straße führt um die Felsen herum und diese hat unserem Auto wirklich den Rest gegeben, denn danach war von dem weißen Lack nichts mehr zu sehen. An dem Tag waren wir tatsächlich die einzigen Personen in diesem beeindruckenden Park, ich hatte schon Sorge einen Platten zu bekommen und keiner kommt zu Hilfe. 😉

▶ zum Bericht Valley of the Gods / Utah

Goosenecks State Park

Den Goosenecks State Park habe ich bereits vor 10 Jahren besucht und mich gerne daran zurückerinnert. Da wir ohnehin vorbeigefahren sind, beschlossen wir die Erinnerungen aufzuwärmen. Es handelt sich um einen Aussichtspunkt auf die Schleifen des San Juan River, der sich sozusagen in den Fels gefressen hat. Der Park ist ein toller Ort für eine Mittagspause mit einem Picknick.

▶ zum Bericht Goosenecks State Park / Utah

Besondere Straßen

Was wäre ein Roadtrip ohne diese speziellen Straßen, bei denen der Weg das Ziel ist. Überall auf der Welt sind sie zu finden und nicht immer haben sie einen speziellen Namen. Im Südwesten der USA sind ein Großteil der Straßen besonders, vor allem die, die durch den Park führen, aber es gibt noch ein paar, die hervorzuheben sind. Zwei davon waren ein Teil unserer Tour.

Million Dollar Highway

Die meist gestellte Frage bei der Urlaubsplanung: „Sind die Wetterbedingungen so gut, dass wir mit unserem Mietwagen den Million Dollar Highway fahren können oder müssen wir umplanen?“ Natürlich hatte es einen Tag vorher auch noch geschneit…😉

Beim Million Dollar Highway handelt es sich um eine Straße im Bundesstaat Colorado, die über zwei Gebirgspässe nach Durango führt und zu einer der schönsten Straßen in Colorado zählt. Der spektakulärste Streckenabschnitt liegt zwischen Silverton und Ouray. Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine wirklich tolle Fahrt war, aber lang nicht so schlimm wie befürchtet.😉 Die Straßenverhältnisse waren trotz Neuschnee gut und recht einfach zu befahren. Besonders gut haben mir die kleinen Bergorte wie Silverton gefallen. Auf jeden Fall war es ein toller Kontrast zu den roten Felsen in Utah.

Hole in the Rock Road

Die Hole in the Rock Road geht durch das Gebiet von Grand Staircase Escalante und beschreibt eine unbefestigte Straße mit einer Länge von 99 Kilometer. Auf der Straße sind mehrere Wanderungen und Sehenswürdigkeiten zu finden. Eine Besonderheit sind die Slot Canyons, für die man allerdings 42 Kilometer One Way fahren muss. Auf dem Weg begegnet man selten Autos, dafür umso mehr Rindern.

Devils Garden Grand Staircase / Utah

Unterkünfte unserer Rundreise

Für mich sind die Unterkünfte nicht nur Mittel zum Zweck, sondern sie machen einen Hauptteil meines Urlaubes aus und sind mitverantwortlich, ob mir der Urlaub gefällt oder nicht. Es geht nicht darum, luxuriös zu sein, sondern Sie sollen einfach besonders und nicht 0815 sein. Ein Highlight dieses Urlaubes war sicherlich das Tiny Home in Escalante. Aber auch die Wohnung in Sedona oder das Hotel in Moab waren nicht von der Stange und haben perfekt zur Gegend gepasst.

Hier erhaltet Ihr einen kleinen Überblick meiner gebuchten Unterkünfte:

Ortzum ErfahrungsberichtLink zu Expedia*
Las VegasfolgtThe Palms Place
St. GeorgeInn on the Cliff Hotel / St. GeorgeInn on the Cliffs
EscalanteEscalante Escapes / UtahEscalante Escape
MoabHoodoo Moab, Curio Collection by HiltonHoodoo Moab
DurangofolgtFairfield By Marriott
SedonaA Sunset Chateau / SedonaA Sunset Chateau
SnowflakefolgtBest Western Snowflake
Las VegasfolgtCosmopolitan Hotel
Las VegasfolgtVdara Hotel

Verpflegung im Urlaub

Im Urlaub kombinieren wir gerne die Art der Verpflegung, denn uns gefällt ein Mix aus Selbstverpflegung und Restaurantbesuch am besten. Ums Frühstück haben wir uns meist selbst gekümmert, in dem wir morgens im Supermarkt oder bei einer lokalen Bäckerei etwas Gebäck gekauft haben und dies dann an einem schönen Ort in der Natur gegessen haben. Bei einigen Unterkünften war Frühstück auch enthalten, sodass wir dort noch im Hotel frühstücken konnten. Im Tiny Home haben wir uns am Vortag im Supermarkt versorgt und „zu Hause“ gemütlich gefrühstückt. Kaffee gab es immer kostenlos auf dem Zimmer.

Unser Mittagsessen bestand überwiegend aus Sandwich oder Wraps, die wir entweder selbstgemacht oder in einem Deli gekauft haben. Die Mittagspause fand dann häufig an einem Viewpoint im Nationalpark oder während der Wanderung statt. Bei so einer tollen Umgebung wäre es auch wirklich zu schade im Inneren zu essen. 😉

Fürs Abendessen sind wir dann häufig ins Restaurant gegangen oder haben uns selbst versorgt. Dies war jedoch nur in einer Unterkunft mit Küche möglich, wie beispielsweise im Tiny Home. Hier hatten wir sogar einen Grill und haben diesen auch rege genutzt. Schon erstaunlich, wie viel in so ein Minihaus hineinpasst.😋

Wetter im Winter im Südwesten der USA

Wir hatten unfassbar gutes Wetter bei unserer Rundreise erwischt. Im Vorfeld waren wir auf alles vorbereitet und hatten von Winterklamotten inklusive Schal, Mütze und Handschuhe bis zu T-Shirts und kurzer Hose, alles im Koffer dabei.

Zusammenfassend kann man sagen, dass wir, bis auf einen Tag in Moab, jeden Tag viel Sonnenschein hatten. Die Temperaturen beliefen sich meist zwischen -10 und +10 Grad. Da es allerdings so gut wie kein Wind gab, waren auch Temperaturen, um den Gefrierpunkt gut auszuhalten. Gegen Ende der Rundreise in Sedona hatten wir tagsüber ungefähr 20 Grad und sogar einen kleinen Sonnenbrand bekommen. Nachts war es aber dort auch bitterkalt, um den Gefrierpunkt.

Gekleidet waren wir bei unseren Wanderungen eigentlich immer mit einer langen Trekkinghose, Wanderschuhen und als Oberbekleidung das Zwiebelprinzip. Morgens war häufig noch T-Shirt, Pullover und Jacke notwendig. Nach kurzer Zeit konnte man allerdings schon die ersten Schichten ablegen. Nach einigen Tagen sind wir auch nur mit T-Shirt und Softshelljacke gestartet, da es durch die Anstrengung und Sonne schnell warm wurde.

Vermutlich hat man im Winter nicht immer so viel Glück wie wir, aber Dauerregen und Schnee sollte wohl die Ausnahme bleiben. Für unsere Wanderungen und Unternehmungen war das Wetter ideal und hätte nicht besser sein können.

Fazit zur Rundreise in der Nebensaison

Es war ein wundervoller und abwechslungsreicher Urlaub. Viel dazu beigetragen hat auf jeden Fall das Wetter, denn damit steht und fällt so ein Urlaub voller Aktivitäten. Wir hatten fast täglich Sonnenschein und somit kam die einzigartige Landschaft noch viel besser zur Geltung. Der Verlauf der Route war optimal, bis auf einen Tag hatten wir keine extrem langen Strecken zu fahren und zwischendurch immer ein paar Tage zur Entspannung an einem Ort. Die Unterkünfte waren alle klasse und der Mietwagen war ohnehin ideal.

Vor- und Nachteile in der Nebensaison

Absolut herausragend an dieser Reisezeit ist die Leere in den Parks. Teilweise waren wir sogar komplett alleine und die einzigen Besucher. Dies ist in der Hauptsaison unvorstellbar, da muss man schon zusehen, morgens so früh wie möglich vor Ort zu sein, um überhaupt noch einen Parkplatz zu bekommen. Auch Wanderungen sind viel angenehmer, wenn man nicht dauerhaft Platz machen oder an Viewpoints Schlange stehen muss. Ein weiterer Vorteil sind die günstigeren Hotelpreise in der Nebensaison.

Aber wo viele Vorteile sind, da gibt es auch ein paar Nachteile. Zum einen ist es natürlich kalt und man muss sich schon überlegen, welche Kleidung man anzieht. Standard kurze Hose und T-Shirt wie im Sommer ist da nicht möglich und man sollte auch mit Schnee und Glatteis rechnen. Dadurch sind teilweise auch Straßen gesperrt oder ganze Gebiete nicht erreichbar. Dieses Risiko besteht im Winter definitiv und last but not least ist das Wetter trotzdem Glückssache. Wir hatten einen Tag mit Dauernebel, Regen und Graupel in Moab. Wenn ich mir vorstelle, dies eine ganze Woche zu haben, wäre der Urlaub sicherlich auch gelaufen gewesen. Ein weiterer Nachteil sind die kurzen Tage, denn die Sonne geht spät auf und früh unter, somit hat man im Vergleich zum Sommer einige Stunden weniger vom Tag.

Für mich überwiegen die Vorteile aber klar vor den Nachteilen, hauptsächlich wegen des Ausbleibens des Massenansturms. Es ist einfach wunderbar einen Nationalpark quasi für sich alleine zu haben und sich keine Gedanken darüber machen zu müssen, wo man parkt oder mit welchem Bus man hineinfahren muss. Auch ein Permit ist, im Gegensatz zum Sommer, in einigen Parks nicht notwendig

Meine Top 3 Orte der Rundreise

Ganz klar war Moab ein Highlight, vor allem weil man in der Umgebung unheimlich viel erleben kann, ohne immer den Ort wechseln zu müssen. Sedona war die Perle im Urlaub mit herausragenden Wanderungen und einzigartiger Natur. Zudem war es dort einige Grad wärmer als im nördlicheren Teil der Tour. Als Kontrastprogramm war Las Vegas am Ende perfekt geeignet, auch wenn es eine harte Umstellung war von einsamer Natur in den Trubel der Stadt.

Meine Top 3 Wanderungen

Ganz klar war der Angels Landing das Highlight der Trails. Diese Wanderung werde ich bestimmt so schnell nicht vergessen, denn sie war einfach besonders und außergewöhnlich. Dicht dahinter kommt dann der Trail zum Landscape Arch und der Bear Mountain Trail in Sedona.

Zusammenfassung der Rundreise:

  • Gefahrene Kilometer: 4180 km
  • Durchschnittsverbrauch: 10L/100 km
  • Gelaufene Kilometer: 70 km
  • Tage: 17
  • Unterschiedliche Unterkünfte: 9
  • Gesamtkosten für 2 Personen mit allem: ca. 5.500 EUR
  • Einstiche durch Kakteen: unzählbar 😁😁😁(Bear Mountain Trail / Sedona)
Weite Straßen wohin das Auge reicht bei der Rundreise durch die USA

Reisetipps für Euren Roadtrip

  • Meine wichtigste Empfehlung betrifft die Entfernungen pro Etappe. Bei meiner ersten Rundreise sind wir jeden Tag mindestens 300 km gefahren und das war auf Dauer wirklich anstrengend. Sicherlich ist es möglich und man kann dadurch mehr vom Land sehen. Ich bevorzuge es mittlerweile aber weniger Ziele anzusteuern und diese dafür intensiver zu erleben. Ein Nationalpark ist einfach viel schöner, wenn man auch mal eine Wanderung unternimmt, statt nur an den Viewpoints anzuhalten. Ich plane immer zwischendurch Orte ein, an denen wir 2-3 Tage bleiben, denn dies entspannt den Urlaub ungemein. Gute Erfahrungen habe ich auch damit gemacht, die Fahrten aufzusplitten und einen Teil vor der eigentlichen Attraktion und einen Teil danach zu fahren. Dies ist natürlich leichter gesagt als getan.😁In unserem Fall ging das ausgezeichnet von Escalante nach Moab mit dem Capital Reef als Zwischenstopp oder von St. George nach Escalante mit der Wanderung zum Angels Landing am Mittag. Dies hat den Vorteil, dass man nicht mehrere Stunden am Stück Auto fährt, sondern eine Abwechslung dazwischen hat.
  • Ich buche meine Unterkünfte vorab. Das ist allerdings ein Thema, bei dem die Meinungen stark auseinandergehen. Viele lieben die Freiheit spontan entscheiden zu können, doch für mich bedeutet das Stress und Zeitverschwendung im Urlaub. Wenn ich im Vorfeld buche, kann ich mich zum einen über die Qualität der Unterkunft einlesen und mir die passendste aussuchen. Viel wichtiger ist für mich aber, dass ich keine wertvolle Zeit mit der Suche nach einer Unterkunft vor Ort verschwende. Fast alle Hotels in den USA sind bis kurz vor der Anreise kostenlos stornierbar, somit ist man bis zu einem gewissen Grad trotzdem flexibel.
  • Nehmt Euch nicht die kleinste Klasse beim Mietwagen und bedenkt, dass Ihr viele Stunden gemeinsam mit Eurem Gepäck im Fahrzeug verbringen werdet.
  • Achtet auf Eure Wertgegenstände, denn besonders bei einer Rundreise ist das Risiko größer, etwas gestohlen zu bekommen. Ich habe immer einen mobilen Safe in Form eines Beutels dabei, welchen ich im Kofferraum des Fahrzeuges befestige, sobald ich das Fahrzeug verlasse und nicht alles mitschleppen möchte. Auch bei Hotelzimmern ohne Safe ist dies ein nützliches Hilfsmittel.
  • Ladet Euch noch in Deutschland die Offline-Karten von Google Maps herunter, dann könnt Ihr, ohne Euer Datenvolumen zu beanspruchen navigieren.
  • Für Wanderungen nutzt ich die App von AllTrails. Ich kann mir die Wanderungen im Vorfeld anschauen, Bewertungen lesen und vor Ort damit Navigieren. In der Premium-Version funktioniert das Ganze sogar Offline und belastet somit das Datenvolumen nicht. ▶ zu AllTrails*
  • Wenn Ihr ein bisschen USA-Urlaubsfeeling nach Hause holen wollt, helfen vielleicht American Pancakes dabei. Hier findet Ihr mein Rezept: American Pancake Rezept – Typisch amerikanisch

Ich hoffe Euch mit diesem Überblick meiner Rundreise eine kleine Hilfestellung und Inspiration für Eure Tour geben zu können. Solltet Ihr weitere konkrete Fragen haben oder Euch gewisse Informationen fehlen, schreibt mich gerne an und ich werde versuchen eine Hilfestellung zu geben. Auch über ein Feedback per E-Mail, Kommentar oder Instagram würde ich mich sehr freuen.


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