Der Landscape Arch ist mit einer Spannweite von 92 Metern einer der größten Bögen der Welt. Man findet ihn in Utah im Arches National Park und es führen verschiedene Wanderwege zu diesem beeindruckendem Arch. Neben diesem findet man dort noch weitere Arches, wie den Double-O-Arch. Lest in meinem Reiseblog Bericht alles zu meinen beschwerlichen Erfahrungen beim Wandern im Arches National Park.

Wo ist der Arches National Park?
Der Arches National Park befindet sich im östlichen Bereich des Bundesstaates Utah in der Nähe der Stadt Moab. Moab ist der perfekte Übernachtungsort, da sich im Umkreis mehrere interessante Parks befinden. Neben dem Arches National Park gibt es zusätzlich noch den Dead Horse Point State Park und den Canyonlands Nationalpark. Des weiteren werden im Umfeld von Moab diverse Offroad-Aktivitäten angeboten. Man kann somit gut und gerne mehrerer Tage dort einplanen, ohne dass es einem langweilig wird.
Der nächst größere Flughafen ist entweder Denver oder Las Vegas. Wir haben unsere Rundreise in Las Vegas gestartet und sind dann über den Zion National Park und Capitol Reef National Park nach Moab gefahren. In Moab selbst haben wir 3 Nächte im Hilton Hoodoo Moab verbracht.
⇒ zu meiner ausführlichen Hotelbewertung zum Hoodoo Moab, Curio Collection by Hilton

Mein Besuch im Arches National Park
Im Februar 2020 habe ich zum ersten Mal den Arches National Park besucht. Am ersten Tag stand eine Wanderung an, somit haben wir uns schon früh auf die Socken gemacht. Direkt zur Supermarkteröffnung haben wir uns mit Lebensmitteln fürs Frühstück eingedeckt und sind bei -6 Grad Richtung Arches National Park gefahren. Das sind von Moab aus tatsächlich nur 10 Minuten Fahrt mit dem Auto. Bereits die ersten Meter der Fahrt im Park waren schon sehr beeindruckend und haben die Vorfreude auf den Tag noch verstärkt. (Da wussten wir auch noch nicht, was uns noch erwarten wird 😉.)
▶ Mein Erfahrungsbericht zum Arches National Park / Utah
▶ Überblick meiner Rundreise Südwesten der USA, Januar 2020



Die Wanderwege zum Landscape Arch
Heute wollten wir die Wanderung zum Landscape Arch in Angriff nehmen. Der Startpunkt dieser Wanderung ist der Devils Garden Trailhead, welcher sich 28 km vom Parkeingang entfernt befindet. Man erhält somit während der Fahrt schon einen guten Eindruck von der Landschaft im Nationalpark. Am Parkplatz sind Toiletten und Trinkwasserspender vorhanden.
Drei verschiedene Varianten der Wanderung:
- Einfache Wanderung zum Landscape Arch
- kürzester und einfachster Weg zum Landscape Arch
- 2,9 km lang und 30-60 Minuten benötigte Zeit
- Dieser Trail ist gut ausgebaut und für jeden geeignet.
- Wanderung zum Double O Arch
- Nach dem Landscape Arch geht der Weg noch weiter zum Double O Arch und wird ab diesem Zeitpunkt anspruchsvoller. Wenn man den Double O Arch erreicht hat, kann man sogar noch 0,6 km weiterlaufen, um zum Dark Angel Arch zu gelangen.
- 6,3 km und 2-3 Stunden Zeitaufwand
- Dieser Trail ist anspruchsvoller und beinhaltet einige steile Abschnitte über Felsen.
- Primitive Loop Trail / Devils Garden Trail
- Gesamter Rundweg, der den Landscape Arch, Double O Arch und den Dark Angel beinhaltet. Zusätzlich sieht man noch eine Reihe weiterer Arches wie den Private Arch.
- 12,7 km mit einem Zeitaufwand von 3-5 Stunden
- Der Weg ist aus zwei Gründen anspruchsvoll. Zum einen wegen der Wegbeschaffenheit, denn es gibt immer wieder Kletterpassagen und steile Wege und Felsen. Zum anderen ist die Wegbeschreibung nicht immer optimal. Er ist somit auf jeden Fall anspruchsvoll.


Der Startpunkt für alle drei Wege ist identisch und auch der erste Abschnitt des Trails ist für alle gleich. Erst kurz vor dem Landscape Arch muss man sich entscheiden, ob man geradeaus zum Landscape Arch und Double O Arch läuft oder rechts abbiegt und dem anspruchsvolleren Primitive Loop Trail folgt.

Wer bereits ein paar Berichte von mir gelesen hat, der wird sich denken können, für welchen Weg wir uns entschieden haben.😄 Selbstverständlich sind wir rechts gelaufen! Ob ich das allerdings im Laufe des Tages noch bereut habe? Ja….. nicht nur einmal! 😮😁❄
Wenn Ihr noch auf der Suche nach einem Reiseführer seid, kann ich Euch diesen empfehlen. Ich hatte ihn bereits bei mehreren Reisen im Einsatz und habe immer hilfreiche Tipps und Informationen gefunden. ⇒ USA, Südwesten*
Meine Erfahrungen auf dem Primitive Trail zum Landscape Arch
Da wir an einem eisigen Tag im Januar gewandert sind, war der Weg großteils noch mit Schnee und Eis bedeckt. Am Anfang sind wir der Taktik gefolgt, einfach den Spuren im Schnee zu folgen, die Landschaft zu genießen und Ausschau nach den Arches zu halten. An Abzweigungen waren auch immer wieder kleine Steinhaufen als Markierung aufgebaut. Dies ging auch eine ganze Weile gut, bis wir immer wieder an Stellen gelangten, wo die Fußspuren in viele Richtungen verliefen. Langsam wurde der Weg auch immer enger und zum Teil auch anspruchsvoller. Viele Wegmarkierungen gab es nicht bzw. waren diese nicht immer klar zu erkennen.


Zu der Zeit ließen wir uns nicht entmutigen. Wir nahmen immer mal wieder den falschen Weg, standen dann in einer Sackgasse oder sind einfach im Kreis gelaufen.😁 Meist funktionierte dies aber beim zweiten Anlauf relativ gut. Bei einer falschen Abzweigung standen wir allerdings kurz vor einem Nervenzusammenbruch.😮 Wir folgten mal wieder den Spuren im Schnee und der Weg führte immer weiter nach oben durch kompletten Tiefschnee. Immer höher und höher….! Langsam kamen Zweifel auf und dann standen wir tatsächlich wieder in einer Sackgasse und mussten diesen gesamten sch**** Weg wieder hinunterlaufen. Wir haben für unsere nachfolgenden Wanderer mal eine Warnung in den Schnee geschrieben, damit dies nicht jedem passiert. 😉
Wrong Way



Teilweise waren wir kurz davor aufzugeben und einfach umzukehren, aber aufgeben ist ja keine Lösung und wir waren schon zu viele Kilometer gelaufen. Das Problem am Ende war tatsächlich, dass wir den Weg einfach nicht erkannt hatten, da dieser nicht wie ein Weg ausschaut. Eigentlich sind es eher viele Felsen und ganze Felswände, die man überwinden muss. Manchmal konnte man einfach nicht glauben, dass dies wirklich der richtige Weg ist. Selbst im Nachhinein bin ich mir nicht immer sicher, ob das so korrekt war. Nachdem wir uns dann aber getraut hatten diese Wege zu nehmen, sind wir auch wieder auf den richtigen Weg gekommen.
Abstecher zum Private Arch
Irgendwann kamen wir dann zur Abzweigung zum Private Arch. Hierbei handelt es sich um einen One-Way Trail und somit muss man den gleichen Weg wieder zurücklaufen. Egal, wir brauchten unbedingt mal ein Erfolgserlebnis.😄 Und da war er dann, der Private Arch, ganz für uns alleine.
Von hier konnten wir auch noch einen Blick auf das Top Story Window in der Ferne werfen.

Endlich waren wir auf dem richtigen Pfad und weiter ging es zum Double O Arch. Der Weg war generell nicht immer einfach, denn es waren immer Passagen dabei, die steil und felsig waren. Da war er aber dann in seiner vollen Schönheit zu sehen:
Der Double O Arch
Generell hat man auf dem gesamten Weg immer wieder ganz tolle Aussichten. Natürlich ist man ständig auf der Suche nach einem Loch im Fels, dem sogenannten Arch, aber die Gegend ist wirklich toll anzuschauen. Im weiteren Verlauf kamen wir dann zum Mirador del Arco Negro. Von hier hat man einen wundervollen Weitblick und kann eine kleine Verschnaufpause einlegen.


Yvonne LOST im Arch National Park
Aber das Hauptziel lag ja noch vor uns. Im weiten Verlauf kamen wir an eine Stelle, an dem die Wegmarkierung auf einen Felskamm hindeutete. Meine besser Hälfte ging schnurstracks nach oben und ging diesen Weg. Mir war das jedoch nicht so wirklich geheuer und ich lief rechts daneben vorbei, in der naiven Annahme, die beiden Wege werden sich später sicherlich kreuzen. Wir gingen einige hundert Meter so nebeneinander her. Ich hierbei viel weiter unten und er oben auf dem Fels.

Irgendwann haben wir uns dann nicht mehr gesehen und ich lief immer weiter. Es kam, wie es kommen musste….. mein Weg ging nicht mehr weiter.😪 Ich hatte das Handy mit der deutschen SIM-Karte einstecken und keinen Empfang! Na herzlichen Glückwunsch! Yvonne alleine in dieser Gegend, wo wir nur alle 60 Minuten mal eine Person getroffen und uns minütlich verlaufen haben! Perfekte Bedingungen!
Ihr mögt das jetzt für übertrieben halten, aber ich war in dieser Situation wirklich verzweifelt. Mir blieb nichts anderes übrig, als den ganzen Weg wieder zurückzulaufen, da die Felsen zu steil waren, um zwischendrin nach oben zu klettern. Somit ging es für mich dann einige Zeit später auch auf diesen Felskamm, aber weit und breit war kein Mensch zu sehen. Ich lief immer weiter und irgendwann kamen mir tatsächlich zwei junge Männer entgegen, die bestätigten vor einiger Zeit eine Person getroffen zu haben. Auf allen vieren ging es dann wieder den Fels abwärts und dann sah ich ihn in weiter Entfernung, wie er wieder auf mich zugelaufen kam. PUH, war ich erleichtert!!! 😛 Im Nachgang kann ich darüber lachen und komme mir blöd vor, aber in dem Moment war die Verzweiflung groß.


Aber nach der ganzen Aufregung, nun wieder zurück zum heutigen Ziel:
Der Landscape Arch
Endlich haben wir den beeindruckenden Arch erreicht. Mit einer Spannweite von 92 Metern ist er einer der breitesten Felsbögen der Welt und wirklich sehr beeindruckend.

Es ist wirklich faszinieren, dass dieser Arch noch nicht in sich zusammengebrochen ist. An manchen Stellen ist er wirklich extrem dünn, sodass es eigentlich nicht die Frage ist, ob er irgendwann zusammenfällt, sondern nur wann das passiert? Wirklich ein toller Ort und die Anstrengungen des heutigen Tages haben sich mit diesem Moment bezahlt gemacht.
Fazit des Wanderweges zum Landscape Arch
Die Wanderung zum Landscape Arch war wirklich toll, aber auch anstrengend. Der Primitive Trail ist wirklich anspruchsvoll, da man an vielen Stellen wirklich auf allen Vieren unterwegs ist. Teilweise sind die Stellen wirklich steil, die Felsen rutschig und oft konnte man den Weg dadurch einfach nicht erkennen. Dies hat den Wanderweg aber auch so spannend und abwechslungsreich gemacht.
Ich würde immer wieder den kompletten Loop laufen und vermutlich ist es im Sommer auch leichter den richtigen Weg zu finden. Durch den Schnee konnte man an vielen Stellen einfach nicht erkennen, wo es nun weitergeht und die vielen unterschiedlichen Spuren haben es nicht erleichtert. Am Ende hatten wir 18 km statt 13 km auf der Uhr.🤣 Aber der Tag war toll und die Landschaft im Arches National Park wirklich beeindruckend. Der Trail ist eine gute Möglichkeit ein wenig tiefer in die Natur vorzudringen.
Nach dieser Wanderung hatten wir uns dann aber auch wirklich unser Mittagessen, welches im Auto in der Kühlbox auf uns wartete, verdient.

Reisetipps zum Arches National Park
- Der Eintrittspreis für den Arches Nationalpark beträgt 30 USD für alle Insassen eines privaten Fahrzeuges und ist für 7 Tage gültig. Alternativ kann man auch den Jahrespass America the Beautiful kaufen und damit ein Jahr lang freien Eintritt für bis zu 4 Personen in alle US-Nationalparks erhalten. Dieser kostet 80 USD und lohnt sich somit bereits ab 3 besuchten Nationalparks.
- Wenn Ihr Euch für den anspruchsvolleren Primitive Trail entschiedet, empfehle ich Euch eine Karte mit GPS dabei zu haben. Wir haben uns zwar trotzdem verlaufen, da es nicht eindeutig ist, aber ohne diese wären wir völlig aufgeschmissen gewesen.
- Wie auf allen Wanderungen empfehle ich Euch früh zu starten. Zum einen entgeht Ihr dann der Mittagshitze und es ist noch nicht so viel los und ihr erreicht eventuell die prominenten Punkte vor der Masse an Menschen.
- Gute Schuhe sind Grundvoraussetzung für die beiden anspruchsvolleren Trails. Es sind viele Kletterpartien und steile Abhänge dabei, somit wäre die Wanderung ohne festes Schuhwerk wirklich gefährlich.
- Schaut Euch morgens die Wettervorschau für den Tag an und entscheidet dann, ob Ihr den Weg gehen könnt. Bei Nässe können die Felsen gefährlich glatt werden und zum Teil nicht passierbar sein. Bei uns waren einige Teile sogar noch vereist und das war wirklich heikel.
| Reisezeit | Länge | Level | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Januar 2020 | ca. 13 km | anspruchsvoll | 5 von 5 |
Meine persönlichen Empfehlungen
- Nehmt auf jeden Fall genügend Wasser mit auf die Wanderung. Wasserspender sind nur am Parkplatz vorhanden, aber nicht mehr auf dem Trail. Ich habe immer die Softbottle von Platypus dabei, um mich mit Wasser versorgen zu können.
- Wenn Ihr noch einen Mietwagen für Euren USA Roadtrip sucht, kann ich Euch USA to GO* empfehlen. Sie sind spezialisiert auf Alamo und bieten Mietwagen in Kanada und USA an. Wir haben im Januar 2023 bei USA to GO gebucht und einen super Preis bekommen. Der Preisvergleich lohnt sich auf jeden Fall:
- Wenn ich meine Wertgegenstände sicher im Auto verstauen will, während ich wandern bin, nutze ich immer den Travelsafe von Pacsafe
- Wir haben in Moab im Hotel Hoodoo Moab, Curio Collection by Hilton übernachtet und können dies uneingeschränkt weiterempfehlen.
- zu meiner Hotelbewertung vom Hoodoo Moab, Curio Collection by Hilton
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