Die Devils Garden sind beeindruckende Felsformationen oder auch Hoodoos genannt, im Grand Staircase Escalante National Monument in Utah, USA. Es macht einfach Spaß zwischen diesen merkwürdigen Felsen durchzuklettern. Im nachfolgenden Reisebericht nehme ich Euch mit zu diesen außergewöhnlichen Hoodoos, die ich während meiner Amerika-Rundreise besuchen durfte.

Lage
Die Devils Garden liegen im schönen Bundesstaat Utah etwa 30 Minuten entfernt vom kleinen Ort Escalante. „Hole in the Rock Trail“ heißt die Straße, die man befahren muss, um hierhin zu gelangen. Es handelt sich um eine reine Dirtroad, somit eine vollständig unbefestigte Straße. Allein diese einsame Gegend ist schon einen Besuch wert, denn man ist hier wirklich in der absoluten Einsamkeit. Die „Hole in the Rock Road“ ist jedoch gut befahrbar und auch mit einem PKW ohne Allrad problemlos möglich. Ihr solltet lediglich aufpassen, wenn es die vergangenen Tag in der Gegend viel geregnet hat. Vereinzelte Stellen könnten dann nicht oder nur mit Allradfahrzeugen befahrbar sein. Vom Beginn der Dirtroad am Highway 12 sind es etwa 20 km bis zum Devils Garden.
Auf der Strecke liegen noch weitere Sehenswürdigkeiten. Wir waren an dem Tag auf dem Weg zu den Slot Canyons „Peek-a-boo“ und „Spooky Gulch“. Diese liegen allerdings noch 20 km weiter.

Wir waren auf dieser Straße wirklich Mutterseelenalleine unterwegs. Nein, nicht ganz, wir hatten tierische Begleitung. 😁 Die haben sich von uns aber gar nicht irritieren lassen. Auf jeden Fall haben Sie hier definitiv viel Auslauf!


Die Devils Garden
Nach 30 Minuten erreichten wir die Stelle, wo es zum Devils Garden abgeht. Von hier ist es nur noch ein ganz kurzes Stück. Unser Auto war mal wieder das einzige Auto auf dem Parkplatz😉. Gut für uns, der Ort war somit noch viel ruhiger und friedlicher, als er ohnehin schon ist. Aber selbst wenn ein paar mehr Personen gleichzeitig anwesend sind, verläuft es sich auf diesem Gebiet sehr gut.

Bereits vom Parkplatz aus erkennt man die beeindruckenden Felsformationen, die durch Erosionen entstanden sind. Es sieht wirklich unecht aus, wie die da einfach so herumstehen. Also hätte sie jemand bewusst dahin gesetzt😉.
Einen richtigen Wanderweg konnten wir nicht erkennen, es gibt zwar einzelne Wege, aber wir sind einfach ein bisschen durch die Gegend zwischen den Felsen entlang gelaufen. Die Bodenbeschaffenheit ist perfekt, man kann super auf dem sandigen Boden laufen und auch auf die Felsen klettern, da sie sehr griffig sind.

Von jedem Blickwinkel sehen die Hoodoos wieder anders aus. Durch den blauen Himmel und den Sonnenschein wirkt alles noch viel schöner. Es macht unheimlich viel Spaß, hier die Gegend zu erkunden und ein bisschen herumzuklettern. Irgendwann weiß man gar nicht mehr, wo man schon überall war.




Metate Arch
Im Devils Garden steht auch der bekannte Gesteinsbogen Metate Arch. Dieser ist natürlich nicht vergleichbar mit den großen Bögen im Arch National Park, aber trotzdem total beeindruckend. Der Spann ist sehr dünn, wirklich faszinierend, das er noch nicht in sich zusammen gefallen ist und ein tolles Fotomotiv. Vor allem mit dem Baum in der Mitte. 😍

Das beste Licht für tolle Fotos hat man bestimmt bei Sonnenuntergang. Da die Anfahrt nicht sehr weit ist, ist dies auch problemlos von Escalante aus möglich. Man sollte sich nur nicht so viel Zeit nach dem Sonnenuntergang nehmen, damit man halbwegs im Hellen wieder in die Zivilisation zurückkommt.
Fazit zum Devils Garden
Wir hatten unheimlich viel Spaß bei den Sandstein-Hoodoos. Man fühlt sich ein wenig wie in die Kindheit zurückversetzt. 😁
Durch die Lage des Devil Garden ist er nicht überlaufen und man kann hier wirklich ganz in Ruhe die Zeit verbringen. Toiletten und Picknickbänke sind vorhanden und auch Grills stehen zur Verfügung. Es gibt allerdings kein fließendes Wasser.
Der Eintritt ist kostenlos und man kann ihn das ganze Jahr über besuchen. Wir waren im Januar 2020 bei 0 Grad dort, eigentlich perfektes Wetter mit Sonnenschein und Schleierwolken. 😎

Wenn ihr in der Nähe seid oder vom Bryce Canyon zum Capitol Reef National Park unterwegs seid, lohnt sich ein kurzer Abstecher auf jeden Fall. Wir waren hier etwa eine Stunde auf Erkundungstour, bevor es zu den Slot Canyons weiterging.
Tipps
- Sonnencreme ist auf jeden Fall empfehlenswert, es gibt nicht viele schattige Plätze.
- Bei uns lag sehr viel Kot um die Felsen herum, wir mussten bei jedem Schritt aufpassen, wo wir hingetreten sind.
- Die Devils Garden sind bestimmt auch ein toller Platz für Kinder.
- Nehmt Euch was zu Essen mit, dann ein Picknick an diesem Ort wird bestimmt in Erinnerung bleiben.
- Bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sind die Lichtverhältnisse besonders gut für tolle Fotos.
- Bitte bedenkt das Mietwagenfirmen häufig das Fahren auf unbefestigten Straßen in den Versicherungsbedingungen ausschließen. Im schlimmsten Falle könnte es Probleme mit der Versicherung geben.

| Reisezeit | Aufenthalt | Level | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Januar 2020 | 1 Stunde | Einfach | 5 von 5 |
Weiterführende Links und Beiträge:
- Wir haben in einem tollen Tiny Home in Escalante übernachtet. Diese Übernachtung war definitiv ein Highlight dieses Urlaubs.
- Solltet Ihr auf der Suche nach einem guten Reiseführer für den Westen der USA sein, kann ich auch diesen empfehlen:
- Für meinen Aufenthalt in USA nutze ich den Weltreiseadapter von SKROSS. Lest über meine Erfahrungen.
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