Finnland Winterreise – 7 Tage im Winter

Sonnenuntergang an der Villa Salme bei der Winterreise in Finnland

Einmal den echten Winter erleben – das stand schon lange auf meiner Bucket-List. Anfang 2026 war es dann endlich so weit und die Finnland Winterreise wurde Wirklichkeit. Insgesamt waren wir 10 Tage unterwegs, davon 7 Tage im schneereichen Norden Finnlands. Einsamkeit, traumhafte Schneelandschaften und Aktivitäten wie Huskyschlittenfahren, Schneeschuhwandern und Snowmobilfahren standen ganz oben auf unserer Wunschliste.

In diesem Reisebericht nehme ich dich mit auf unseren Winterurlaub in Finnland und teile meine persönlichen Erfahrungen. Ich zeige dir unsere Erlebnisse beim Snowmobil- und Huskyschlittenfahren sowie beim Schneeschuhwandern in den finnischen Nationalparks. Außerdem bekommst du einen Überblick über unsere Route und die Kosten dieser Winterreise.

Meine Winterreise Finnland im Winter

Für diese Reise haben wir uns bewusst gegen eine klassische Rundreise entschieden. Stattdessen haben wir einen festen Standort gewählt, von dem aus wir die Umgebung erkundet haben. Unsere Reise führte uns in den Norden Finnlands rund um Taivalkoski und den Syöte Nationalpark. Dort haben wir 7 Tage verbracht und für die Anreise gab es zwei zusätzliche Stopps: eine Übernachtung in Oulu auf dem Hinweg und eine im Nachtzug auf dem Rückweg nach Helsinki.

Im nächsten Abschnitt findest du eine Übersicht unserer Aktivitäten in Finnland. Zu jedem Punkt wird es anschließend einen ausführlichen Erfahrungsbericht geben, den ich hier entsprechend verlinke.

TagOrt / StreckeAktivitätLink zum Beitrag
1AnreiseFlug FRA-Helsinki

Zug Helsinki – Oulu
Lufthansa Business Class A321neo

Lufthansa Panorama Lounge Frankfurt
2Oulu – TaivalkoskiErkundung Oulu
Fahrt zur Villa Salme
3Taivalkoski RegionSchneeschuhwanderung
4Syöte NationalparkSchneeschuhwanderungen
5Oulanka NationalparkSchneeschuhwanderung
Kleine Bärenrunde
6Syöte NationalparkSnowmobil fahren
7Taivalkoski RegionSchneeschuhwanderung
8Hossa NationalparkSchneeschuhwanderung
9Rückfahrt Oulu + ZugHusky-Schlittentour
Nachtzug nach Helsinki
10Helsinki + RückflugStadtrundgang Helsinki
Rückflug Lufthansa

Streng genommen waren wir dabei nicht im klassischen touristischen Lappland unterwegs, sondern etwas südlicher. Für uns war genau das aber die richtige Entscheidung, da es deutlich ruhiger und weniger touristisch war. Schnee gab es trotzdem ausreichend und kalt war es ohnehin.


Anreise nach Finnland – Flug und erste Planung

Um von Deutschland nach Finnland zu fliegen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Nach Helsinki bestehen täglich zahlreiche Verbindungen, die oft auch relativ günstig sind. Flüge nach Lappland sind ebenfalls möglich, allerdings häufig mit einem Umstieg verbunden. Direktverbindungen gibt es zwar, diese sind jedoch seltener und häufig deutlich teurer.

Bei uns lag die größte Herausforderung allerdings nicht beim Flug, sondern beim Mietwagen. Die Preise für Anmietungen in Lappland, zum Beispiel in Rovaniemi oder Kuusamo, waren zwei- bis dreimal so hoch wie in Helsinki oder Oulu.

Tipp: Vergleicht immer mehrere Orte bei der Suche nach einem Mietwagen. Oftmals kann eine Änderung der Anmietstation starke Preisänderungen mit sich ziehen: Mietwagenpreisvergleich bei Check24*

Flug nach Helsinki

Nach längerer Recherche haben wir uns schließlich für einen Flug nach Helsinki entschieden. Da der Aufpreis für die Business Class überraschend gering war, haben wir uns diesen kleinen Luxus einfach gegönnt. Wir sind mit der Lufthansa von Frankfurt nach Helsinki geflogen und anschließend direkt mit dem Zug weiter nach Oulu gefahren.

Meine ausführlichen Erfahrungen zu Flug und Lounge habe ich hier verlinkt:


Zugfahren in Finnland – meine Erfahrungen

Eigentlich wollten wir nach Ankunft in Helsinki mit dem Nachtzug weiter Richtung Lappland fahren. Leider waren alle Nachtzüge bereits ausgebucht, sodass wir stattdessen einen früheren Zug genommen haben und bereits am Abend in Oulu angekommen sind. Dadurch mussten wir eine zusätzliche Nacht vor Ort einplanen und haben uns für das Best Western Hotel Apollo* in Bahnhofsnähe entschieden. Für den nächsten Morgen hatten wir bereits einen Mietwagen bei Hertz reserviert.

Die Zugverbindungen zwischen Helsinki und dem Norden Finnlands verkehren in regelmäßigen Abständen. Teilweise gibt es stündliche Verbindungen. Gefahren wird unter anderem mit dem sogenannten „Santa Claus Express“, der bis nach Rovaniemi – also bis zum Weihnachtsmann – fährt.

Mit dem VR Zug von Helsinki nach Lappland

Im Zug selbst gibt es verschiedene Sitz- und Komfortklassen. Von normalen Sitzplätzen über etwas komfortablere Relax-Sitze bis hin zu eigenen Abteilen ist alles dabei. Wir haben uns für ein 4er-Abteil entschieden, welches komplett für uns allein reserviert war. Das war eine sehr angenehme Alternative zum Nachtzug, vor allem, weil der Tageszug die Strecke in knapp 6 Stunden zurücklegt. Der Nachtzug benötigt dafür rund 11 Stunden.

Innenansicht Zug Finnland 4er Abteil

Für die Rückfahrt nach Helsinki haben wir uns dann bewusst für den Nachtzug entschieden und eine Kabine im oberen Bereich mit eigener Toilette und Dusche gebucht. Das war definitiv eine neue Erfahrung! Vor allem war es mit zwei Koffern und dicken Winterklamotten von der Größe her eine echte Herausforderung.

Alle Details zu dieser Zugfahrt findest du in den nächsten Tagen hier im Reiseblog.


Oulu – Lohnt sich ein Zwischenstopp?

Für Oulu haben wir uns entschieden, da der Mietwagen dort preiswert und uns Rovaniemi einfach zu teuer war. Außerdem war uns das Weihnachtsmannsdorf etwas zu touristisch.

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel erkundeten wir die Stadt und machten im Anschluss noch einen Abstecher zur gefrorenen Ostsee zum Nallikari Strand. Hier fand zu dieser Zeit das Snow-Fest statt und wir konnten beeindruckende Eisskulpturen besichtigen.

Oulu ist ein netter Ort für einen Zwischenstopp. Es gibt einiges zu erkunden und die Zuganbindung an Helsinki macht die Anreise einfach.


Mietwagen im Winter – Autofahren in Finnland

Autofahren im finnischen Winter ist anders als das, was man aus Deutschland kennt. Die Straßen sind oft komplett schneebedeckt. Dazu kommen Eis, extreme Temperaturen und Bedingungen, die sich schnell verändern können. Im Vergleich zu Deutschland funktioniert das dort allerdings erstaunlich gut. Die Straßen sind in einem ordentlichen Zustand und mit der richtigen Ausstattung lässt sich auch bei viel Schnee sicher fahren.

Autofahren im finnischen Winter bei unserem Winterurlaub in Finnland

Genau deshalb ist ein passendes Fahrzeug entscheidend. Wir haben uns bei der Buchung bewusst für ein Allradfahrzeug entschieden und bei Hertz waren alle Autos automatisch mit Spikereifen ausgestattet. Wir haben einen VW Tiguan bekommen und waren damit mehr als zufrieden. Es gab sogar eine Standheizung.

Mietwagen in Finnland mit Schnee und Eis im Winter

Die Übernahme des Mietwagens bei Hertz war allerdings etwas chaotisch. Vor Ort war kein Mitarbeiter, stattdessen lag der Schlüssel in einem Schließfach, das ich per Code öffnen musste. Das funktionierte zwar gut, musste man allerdings wissen und haben wir erst nach einem Anruf erfahren.

Im täglichen Einsatz hat man dann schnell gemerkt, wie extrem der Winter wirklich ist. Das Auto war eigentlich ständig vereist. Scheinwerfer sind regelmäßig zugefroren, in den Radkästen und Felgen hat sich Eis gesammelt und teilweise sind sogar Sensoren ausgefallen. Eine warme Garage hätte dem Fahrzeug zwischendurch mal gutgetan … 😉.


Unterkunft in Finnland – meine Erfahrungen

Den Wintertrip nach Finnland haben wir sehr spontan, etwa drei Wochen vorher, gebucht. Dadurch war die Auswahl an Unterkünften bereits deutlich eingeschränkt. Wir wollten ohnehin kein Hotel, sondern eine kleine Blockhütte abseits des touristischen Trubels. Gleichzeitig sollte sie allerdings bezahlbar sein. Genau das war gar nicht so einfach – in der Region rund um Rovaniemi oder in der Nähe der bekannten Skigebiete war das schlicht unmöglich.

Villa Salme

Bei Airbnb sind wir schließlich auf die Villa Salme gestoßen. Sie liegt wunderschön an einem See, knapp 20 Kilometer vom nächsten größeren Ort entfernt. Die Lage war für uns ideal, da sowohl der Syöte-Nationalpark als auch der Oulanka und der Hossa Nationalpark mit dem Auto erreichbar waren.

Villa Salme Unterkunft in Finnland im Schnee mit Sauna

Die Hütte selbst war gemütlich eingerichtet und hatte alles, was man benötigt. Vom Kamin über die typisch finnische Sauna bis hin zur separaten Grillhütte im Garten war wirklich alles vorhanden.

Einen ausführlichen Beitrag zur Villa Salme werde ich noch ergänzen. Bis dahin kannst du sie dir hier schon einmal ansehen: ▶ zur Villa Salme*

Tailvalkoski

Der nächstgelegene Ort war Taivalkoski, ein kleiner und eher ruhiger Ort in Finnlands. Hier findet man alles, was man für den täglichen Bedarf benötigt. Wir haben Taivalkoski vor allem für Einkäufe genutzt und als Ausgangspunkt für unsere Touren. Es gibt aber auch ein kleines Skigebiet und kurze Trails zum Schneeschuhwandern.

Weitere Informationen zur Region findest du hier: ▶ Website von Taivalkoski

Unberührte Natur in Taivalkoski bei unserer Winterreise in Finnland
Wanderung in Taivalkoski

Nordlichter in Finnland – Traum erfüllt

Wir sind ohne große Erwartungen in das Thema Nordlichter gegangen, um nicht enttäuscht zu werden. Ein bisschen Hoffnung war natürlich trotzdem da. Bei der Hauseinweisung erzählte uns Salme dann, dass in den Tagen zuvor Nordlichter direkt von der Hütte aus zu sehen waren.

Bereits am zweiten Tag hatten wir schon Glück. Bei eisigen Temperaturen von minus 25 Grad standen wir gegen 21 Uhr auf dem gefrorenen See und konnten die ersten Nordlichter beobachten. Sie waren noch nicht besonders stark und hauptsächlich durch die Kamera richtig sichtbar, aber wir waren trotzdem schon vollkommen begeistert.

Traum erfüllt: Nordlichter im Norden von Finnland

Am nächsten Tag schlug die Aurora-App wieder an und die Polarlichter wurden intensiver, und am dritten Tag waren wir wirklich überwältigt. Die Nordlichter waren deutlich am Himmel zu sehen und haben sich sichtbar bewegt. Sogar vom Wohnzimmerfenster aus konnten wir sie erkennen. Wir waren happy!


Nationalparks in Finnland im Winter

Die Nationalparks in Finnland zeigen sich im Winter von einer ganz besonderen Seite. Alles ist von Schnee bedeckt, viele Wege sind ruhiger und die Landschaft wirkt fast komplett unberührt. Ich habe mich so sehr auf die schneebedeckten Bäume gefreut, die teilweise wie Skulpturen aussehen. Ich konnte mich gar nicht sattsehen.

Syöte Nationalpark bei unserer Winterreise in Finnland

Man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass nicht alle Wege präpariert sind und manche Abschnitte im Winter nicht passierbar sind. Vor allem Treppen, Steigungen oder schmale Pfade können durch Schnee und Eis deutlich schwieriger zu gehen sein. Wir waren meist mit Schneeschuhen* unterwegs, aber auch Eiskrallen* können eine gute Wahl sein – vor allem dann, wenn weniger Schnee liegt.

Während unseres Finnland-Urlaubs haben wir drei Nationalparks besucht:

Syöte Nationalpark

Der Syöte Nationalpark war für mich das Highlight der Reise. Verschneite Bäume, strahlender Sonnenschein und ein komplett blauer Himmel – genau so stellt man sich den perfekten Wintertag in Finnland vor. Genau dieses Wetter hatten wir im Syöte Nationalpark und die Schönheit der Landschaft machte uns wirklich sprachlos. Leider blieb es auch bei diesem einen perfekten Tag. In den darauffolgenden Tagen haben wir die Sonne kaum noch gesehen.

Von der Villa Salme aus sind wir rund 45 Minuten zum Syöte Nationalpark gefahren. Den sonnigen Tag haben wir dort mit zwei Schneeschuhwanderungen verbracht: dem kürzeren Pikku Syöte Naturpfad und der etwas längeren Teerivaara-Tour mit 6 km.

Ausführliche Berichte folgen noch. Vorab kannst du dir die Routen bereits bei AllTrails anschauen:

Einen kleinen Einblick in die weiße Pracht im Syöte Nationalpark bekommst du auch in meinem YouTube-Video:Syöte Nationalpark – Schneeschuhwandern

Oulanka Nationalpark

Eine der bekanntesten Wanderungen in Finnland ist die Bärenrunde, auch Karhunkierros genannt. Mit rund 80 Kilometern Länge ist sie allerdings für einen kurzen Schneeschuhtrail im Winter nicht geeignet. Es gibt jedoch eine deutlich kürzere Alternative: die kleine Bärenrunde, Pieni Karhunkierros, mit etwa 12 Kilometern Länge.

Kleine Bärenrunde / Pieni Karhunkierros

Diese Wanderung war unglaublich abwechslungsreich. Hängebrücken, Stromschnellen, Waldwege, tolle Ausblicke und vereiste Landschaften wechseln sich ständig ab und machen den Trail alles andere als eintönig.

Gefrorene Stromschnellen im Oulanka Nationalpark Finnland

Die 12 Kilometer auf Schneeschuhen waren allerdings auch nicht zu unterschätzen. Gerade bei Temperaturen im zweistelligen Minusbereich waren wir am Ende ziemlich erschöpft. Viele vereiste Treppen und Gefälle machten den Weg teilweise auch wirklich anspruchsvoll.

Insgesamt hat sich die Anreise für uns absolut gelohnt und ich kann den Trail definitiv empfehlen – im Winter und mit Sicherheit auch im Sommer.

Hossa Nationalpark

Auch dem Hossa Nationalpark haben wir einen Besuch abgestattet. Im Vergleich zu den anderen beiden Nationalparks war hier im Winter deutlich weniger präpariert. Offiziell waren nur wenige Wege und Parkplätze für die Wintersaison freigegeben und selbst diese waren bei unserem Besuch fast vollständig zugeschneit.

Mit Schneeschuhen war vieles trotzdem machbar und es war ein traumhaftes Erlebnis, durch den unberührten Schnee zu laufen. Gleichzeitig waren die Möglichkeiten dadurch aber auch etwas eingeschränkt. Es gibt allerdings einige geführte Touren im Hossa Nationalpark.

Beliebt ist der Park außerdem bei Eisanglern, die wir mehrfach auf einem zugefrorenen See gesehen haben. Mit einer Familie haben wir sogar die Mittagspause in einer Grillhütte verbracht und gemeinsam Würstchen gegrillt – eine wirklich schöne Tradition der Finnen.


Aktivitäten im Winter in Finnland

Der Winter in Finnland bietet deutlich mehr als nur Schnee und schöne Landschaften. Es gibt unzählige Möglichkeiten, aktiv zu werden – von klassischen Erlebnissen wie Huskytouren und Snowmobil-Fahrten bis hin zu Schneeschuhwanderungen, Skifahren, Eisangeln oder entspannten Abenden in der Sauna. Viele Aktivitäten sind dabei stark vom Wetter und den Temperaturen abhängig, gleichzeitig macht genau das den besonderen Reiz aus.

Wir haben uns bewusst für zwei typische Winteraktivitäten entschieden, die man in Finnland einfach einmal erlebt haben sollte: eine Huskytour und eine Snowmobil-Tour. Zusätzlich waren wir fast täglich auf eigene Faust mit Schneeschuhen unterwegs.

Huskytour bei FinnJann

Da unsere Finnland Winterreise sehr spontan geplant war, war es gar nicht so einfach, noch einen Platz für eine Huskytour zu bekommen. Viele Anbieter waren bereits ausgebucht. Mit etwas Glück haben wir am Abreisetag noch einen freien Platz für die 4-stündige Lunchtour bei Finn-Jann bekommen.

Huskytour bei FinnJann in Finnland

Wir haben die Tour direkt mit unserer Rückfahrt nach Oulu kombiniert. Da unser Nachtzug erst um 20:00 Uhr abgefahren ist, hat das zeitlich perfekt gepasst.

Was soll ich sagen – es war einfach ein unglaubliches Erlebnis! Ich bin wirklich froh, dass wir diese Tour noch machen konnten. Tolle Hunde, ein super Team, gute Verpflegung und insgesamt ein rundum stimmiges Gesamtpaket.

Schlittenhunde in Finnland bei einer Huskytour im Winter

Alle Details zur Tour folgen noch. Bis dahin kannst du dir schon einmal die Fotos anschauen oder direkt auf der Website von FinnJann vorbeischauen.

Ein kurzes Video zu meiner Schlittenhundtour findet Ihr auch auf meinem YouTube-Kanal:

Husky-Tour bei Finn-Jann in Finnland

Snowmobil mieten bei Syöte Rent & Safaris

Nachdem wir im Yellowstone Nationalpark bereits eine geführte Snowmobil-Tour gemacht hatten, wollten wir dieses Mal ein Snowmobil mieten und auf eigene Faust durch den Schnee fahren. Dafür haben wir uns für den Anbieter Syöte Rent & Safaris im Syöte Nationalpark entschieden und ein Snowmobil für 6 Stunden gemietet. Der Preis lag bei 230 € plus 29 € Permit.

Im Syöte Nationalpark gibt es ein weitverzweigtes Netz an Snowmobilstrecken. Die Navigation erfolgt dabei ganz einfach über eine App auf dem Handy. Wir waren größtenteils alleine unterwegs und konnten die Natur in vollen Zügen genießen. Was man allerdings nicht unterschätzen darf, ist die Kälte. Durch den Fahrtwind wird es schnell deutlich kälter als die eigentliche Außentemperatur. Wärmepads* können hier definitiv sinnvoll sein.

Zwischendurch haben wir immer wieder Pausen eingelegt, zum Beispiel an einer der Warming Huts. Dort haben wir wieder ganz typisch finnisch eine Wurst gegrillt – ein absolutes Highlight des Urlaubs.

Syöte Rent & Safaris Snowmobil Rental


Helsinki im Winter – kurzer Zwischenstopp

Auf dem Rückweg kamen wir mit dem Nachtzug um 7 Uhr morgens in Helsinki an und unser Rückflug nach Deutschland ging erst um 14 Uhr. Dadurch hatten wir noch genügend Zeit für einen kleinen Stadtspaziergang durch Finnlands Hauptstadt Helsinki.

Die Temperaturen lagen inzwischen im Plusbereich und es hat leicht geregnet. Kein perfektes Wetter für einen Besuch in Helsinki, aber es hätte definitiv auch schlechter sein können. Insgesamt sind wir rund 7 Kilometer durch die Stadt gelaufen. Durch die frühe Uhrzeit war kaum etwas los, was den Spaziergang sehr entspannt gemacht hat – auch wenn viele Sehenswürdigkeiten leider noch geschlossen waren.

Unser Gepäck konnten wir bequem am Hauptbahnhof einschließen. Das war super praktisch und überraschend günstig. Für 3 Stunden zahlt man 4,90 € und für 6 Stunden 6,90 €. In ein XL-Schließfach haben problemlos zwei große Koffer plus Handgepäck gepasst.


Wetter in Finnland im Winter – Temperaturen und Erfahrungen

Die Temperaturen im Norden Finnlands / in Lappland können extrem sein. Gleichzeitig ist die Region sehr schneereich, sodass man sich auf viel Schnee einstellen sollte.

Bei uns lagen die Temperaturen in den ersten Tagen konstant im zweistelligen Minusbereich. Nachts sind sie teilweise bis auf knapp –30 Grad gefallen. Zum Glück hatten wir kaum Wind, sodass es mit der richtigen Kleidung gut auszuhalten war. Die Sonne zeigte sich leider nur an einem einzigen Tag – dafür war dieser umso schöner. Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und unberührter Schnee. Besser kann man sich einen Wintertag in Finnland kaum vorstellen. Da war die Kälte fast nebensächlich.

Man sollte sich darauf einstellen, dass sich das Wetter schnell ändern kann. Innerhalb weniger Tage ist alles möglich – von klarem Himmel mit Sonne bis hin zu Nebel oder Schnee. Gerade in Städten wie Helsinki wirkt das Wetter oft ganz anders als weiter im Norden.

Traumhafte Sonnenuntergänge bei meiner Finnland Winterreise

Was man ebenfalls nicht unterschätzen darf: Man verbringt deutlich mehr Zeit damit, sich anzuziehen und auf die Kälte vorzubereiten. Einfach mal schnell rausgehen ist hier eher die Ausnahme. Wärmepads und Wärmeeinlagen waren für mich deshalb ein echter Gamechanger. 😉

Wenn du wissen möchtest, was ich konkret für diese Reise eingepackt habe, findest du hier meine Packliste für 7 Tage Winterurlaub.


Kosten meiner Finnland-Winterreise

Eine Reise nach Finnland ist sicherlich kein Schnäppchen. Die tatsächlichen Kosten hängen jedoch stark vom Reiseziel und den geplanten Aktivitäten ab. Typische Winteraktivitäten wie Huskyschlitten- oder Snowmobil-Touren gehen schnell ins Geld. Auch touristische Regionen wie Rovaniemi, Kittila oder Levi sind deutlich teurer als abgelegenere Orte. Gerade bei Unterkünften kann man hier problemlos das Doppelte zahlen.

Für uns stand die Unterkunft im Vordergrund und nicht der konkrete Ort. Deshalb haben wir uns für Taivalkoski entschieden und lagen damit ideal zwischen mehreren Nationalparks. Durch die Entscheidung für Selbstversorgung konnten wir zusätzlich einiges an Kosten sparen.

Hier findest du eine Übersicht unserer Kosten für 9 Nächte in Finnland:

KategorieKosten für 2 Personen
Flug Business Class860 €
Mietwagen Allrad Hertz560 €
Zug Hinfahrt (4er Abteil)225 €
Zug Rückfahrt (Nachtzug)185 €
Hotel Oulu135 €
7 Nächte Villa Salme1.000 €
Aktivitäten (Huskytour + Snowmobil)810 €
Lebensmittel350 €
Restaurant60 €
Tanken150 €
Gesamtkosten 9 Nächte für 2 Personen4.335 €

Unsere Finnland-Winterreise kostete knapp 2.200 EUR pro Person für 9 Nächte.


Für wen lohnt sich eine Finnland Winterreise?

Eine Winterreise nach Finnland ist nicht für jeden die richtige Wahl – und genau das sollte man vorher wissen.

Perfekt ist sie für dich, wenn du Ruhe suchst und die Natur wirklich erleben möchtest. Wenn du kein Problem mit Kälte hast und dich darauf einlassen kannst, mehrere Stunden draußen bei Minusgraden unterwegs zu sein. Auch wenn du Lust auf besondere Erlebnisse im Schnee hast, wie Nordlichter, Schneeschuhwanderungen oder eine Huskytour. Dann bist du hier genau richtig. Die Schönheit der schneebedeckten Landschaft entschädigt schnell die frostigen Temperaturen.

Auch preislich sollte man realistisch bleiben. Finnland ist kein günstiges Reiseziel, vor allem wenn man viele Aktivitäten machen möchte. Wer jedoch bewusst abseits der touristischen Regionen unterwegs ist und sich teilweise selbst versorgt, kann die Kosten gut im Rahmen halten. Es ist allerdings auch möglich, ein Komplettpaket zu buchen und sich eine Woche um gar nichts zu kümmern.


Fazit – Lohnt sich Finnland im Winter

Ich habe schon lange von einem Winterurlaub in Finnland geträumt und bin sehr froh, diese Reise nun erlebt zu haben. Die verschneite Landschaft ist einfach traumhaft schön und ermöglicht es, Ruhe und Einsamkeit zu genießen – vor allem dann, wenn man sich bewusst gegen die typischen Touristenregionen entscheidet. Gleichzeitig gibt es unzählige Aktivitäten, die fast überall angeboten werden. Huskyschlittenfahrten, Snowmobil-Touren, Schneeschuhwandern oder Eisangeln sind nur einige der Möglichkeiten. Kostenlos gibt es überall Wärmehütten und Feuerstellen, wo man typisch finnisch ein Würstchen grillen kann. Das war wirklich klasse! Wir hatten immer Brot und Würstchen im Rucksack…!

Man kann sich aber auch einfach eine Woche in eine abgelegene Blockhütte zurückziehen und es ruhig angehen lassen. Genau diese Mischung macht Finnland im Winter so besonders. Die Menschen vor Ort sind dabei sehr freundlich und hilfsbereit. Unsere Vermieterin Salme hat uns jederzeit mit Rat und Tat unterstützt und war eine große Hilfe.

Für uns war die Kombination aus Einsamkeit und Winteraktivitäten perfekt und wir haben die Zeit sehr genossen. Als Nächstes steht für mich Finnland im Herbst auf der Wunschliste – ich bin mir sicher, dass auch diese Jahreszeit ihren ganz eigenen Reiz hat.

Finnland ist kein günstiges Reiseland. Wenn man jedoch abseits des Massentourismus unterwegs ist und sich selbst versorgt, lassen sich die Kosten durchaus im Rahmen halten. Die klassischen Winteraktivitäten gehen allerdings schnell ins Geld. Wir haben uns daher viel mit Schneeschuhwanderungen beschäftigt. Dafür gibt es nahezu überall Möglichkeiten und man kann die Natur sehr individuell und ruhig erleben.


Meine Empfehlungen

Für eine Winterreise nach Finnland gibt es ein paar Dinge, die ich dir empfehlen kann.

  • Reiseführer für Finnland: Besonders hilfreich fand ich den Iwanowski’s Reiseführer Finnland, der einen guten Überblick über das Land gibt. Wenn du eine längere Rundreise durch Skandinavien planst – zum Beispiel mit dem Camper – lohnt sich auch „Durch Lappland im Winter“. Hier kannst du dir die Reiseführer anschauen:
  • Mietwagen in Finnland vergleichen: Die Preisunterschiede bei Mietwagen können enorm sein – je nach Region und Anbieter. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, die Preise vorab online zu vergleichen.
  • Ausrüstung für extreme Kälte: Die Temperaturen im finnischen Winter sollte man nicht unterschätzen. Neben guter Kleidung gibt es ein paar Dinge, die für uns echte Gamechanger waren. Wärmepads sind bei längeren Aktivitäten wie Snowmobilfahren oder Nordlichterbeobachten Gold wert. Weitere Tipps findest du in meiner Packliste für 7 Tage Winterurlaub.

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