Der Yellowstone National Park war schon immer eines meiner Traumreiseziele. 2024 war es dann endlich so weit und wir entschieden uns entgegen den meisten Reisenden für die Rundreise Yellowstone im Winter. Traumhafte Winterlandschaften und absolute Einsamkeit sind definitiv Pluspunkte für diese Reisezeit in der Nebensaison. Zusätzlich zum Yellowstone Nationalpark machten wir einen Abstecher nach Kanada und auch der Waterton National Park und die Stadt Calgary lagen auf unserer Route. Lest in folgendem Reisebericht alles zu meinen Erfahrungen auf dieser 18-tägigen Rundreise durch den Winter in USA und Kanada.
Yellowstone im Winter – WIRKLICH?
Ich wollte schon immer mal in den Yellowstone National Park nach Wyoming. Da ich beruflich nicht zu jeder Zeit in den Urlaub fahren kann, beläuft sich meine bevorzugte Reisezeit meist auf den deutschen Winter, konkret Januar und Februar. Dies ist sicherlich nicht die beliebteste Reisezeit für den Yellowstone. Für mich gibt es jedoch einen entscheidenden Grund, warum es sich um die BESTE Reisezeit handelt:
- Kein Massenansturm, man hat die Natur für sich alleine!
Ich nehme schon seit Jahren Abstand davon, zur Hauptreisezeit Urlaub zu machen, da ich im Urlaub entspannt den Ort und die Sehenswürdigkeiten erleben möchte und nicht Schlange stehen will. Bereits im Januar 2023 haben wir Erfahrungen mit einer Rundreise in Kanada im Winter gemacht und einen wunderschönen Urlaub ohne viele Touristen verbracht. Dabei haben wir gemerkt, dass uns auch die Winterzeit liegt und wir auch ohne Skifahren eine Vielzahl an Aktivitäten unternehmen können. Einem neuen Winterurlaub stand somit nichts im Wege. Yellowstone, wir kommen….!!!
Übersicht unserer Rundreise Yellowstone
Nachfolgend gebe ich Euch einen Überblick über meine gefahrene Route und den Aktivitäten des jeweiligen Tages. Insgesamt haben wir 9 Nächte im direkten Umfeld des Yellowstone National Parks verbracht. Wenn Ihr Euch bereits mit dem Yellowstone Nationalpark beschäftigt habt, werdet Ihr Euch über einige Punkte vermutlich direkt wundern. Dies liegt daran, dass ein enormer Teil des Parks im Winter für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist und nur per geführter Tour mit Snowcoach oder Snowmobil befahren werden kann. Angesichts dessen habe ich auch den teuersten Hoteltransfer meines Lebens gebucht….! 😉 Detaillierte Informationen dazu und zum Yellowstone Nationalpark im Winter folgen in einem gesonderten Beitrag.


Übersicht Route
Lange haben wir darüber nachgedacht, auch den Grand Teton und Jackson in die Planung einzubeziehen, aber wir haben uns dafür entschieden, lieber mehrere Tage entspannt im Yellowstone zu verbringen und schlussendlich war diese Entscheidung für uns auch die Richtige.
Zu allen Aktivitäten werden ausführliche Berichte folgen sobald ich diese verfasst habe, findet Ihr in der Tabelle den direkten Link zum Beitrag. Sollte Euch ein Thema stark interessieren, schreibt mich gerne an, dann ziehe ich es vor.
| Reise Tag | Ort Übernachtung | gefahrene Strecke | Aktivitäten | zum Beitrag |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Calgary | – Flug Eurowings Discouver FRA-YYC – Lufthansa Bistro Lounge Frankfurt | – Discover Airlines Business Class A330 – Lufthansa Bistro Lounge Frankfurt | |
| 2 | Lethbridge | Calgary – Lethbridge 240 km | – Peace Bridge, Calgary – Big Rock, Okotoks – Indian Battle Park, Lethbridge | – Peace Bridge Calgary |
| 3 | Great Falls | Lethbridge – Great Falls 300 km | – Grenzübertritt Kanada / USA – Giant Springs State Park, Great Falls | |
| 4 | Gardiner | Great Falls – Gardiner 370 km | – Stadtbesichtigung Helena – Mammoth Hot Springs | |
| 5 | Gardiner | – Road #212 nach Cooke City – Tower Falls Schneeschuhwanderung | ||
| 6 | Old Faithful | Snowcoach Mammoth – Old Faithful | – Snowcoach Tour nach Old Faithful – Observation Deck Wanderung | |
| 7 | Old Faithful | – Schneeschuhwanderung Old Faithful | ||
| 8 | Gardiner | Snowcoach Old Faithful – Mammoth | – Schneeschuhwanderung Black Sand Basin – Snowcoach Tour nach Mammoth | |
| 9 | Gardiner | – Road #212 nach Cooke City – Undine Falls Wanderung – Wraith Falls Wanderung | ||
| 10 | West Yellowstone | Gardiner – West Yellowstone 270 km | ||
| 11 | West Yellowstone | – Snowmobiltour Grand Canyon / TwoTop | ||
| 12 | West Yellowstone | – Grizzly & Wolf Discovery Center | ||
| 13 | Butte | West Yellowstone – Butte 420 km | – Bannack State Park | |
| 14 | Columbia Falls | Butte – Columbia Falls 420 km | – Anaconda State Park – Fleathead Lake | |
| 15 | Waterton | Columbia Falls – Waterton 290 km | – Glacier National Park – Grenzübertritt USA – Waterton National Park – Dark Sky Preserve | |
| 16 | Waterton | – Wanderung Bertha Falls – Wanderung Bear´s Hump | ||
| 17 | Calgary | Waterton – Calgary 260 km | – Lundbreck Falls | |
| 18 | – Stadtrundgang Downtown Calgary – Aspier Lounge Calgary – Rückflug Eurowings Discouver YYC – FRA |
Insgesamt sind wir etwa 3.300 Kilometer in 18 Tagen gefahren. Die aufgeführten Kilometer stellen nur die Strecke zwischen den einzelnen Wegpunkten dar; die restlichen 800 Kilometer kamen durch Fahrten am jeweiligen Ort zustande.


Unsere Unterkünfte
Besonderes Augenmerk legen wir bei Rundreisen immer auf die Unterkunft. Wir sehen es nicht nur als Mittel zum Zweck, sondern als Teil des Urlaubs. Deshalb soll das Hotel, das Apartment oder die Blockhütte, wenn möglich, auch etwas Besonderes sein. Nicht immer ist dies möglich und wir greifen auch zum Kettenhotel, aber zwischendrin sind wahre Perlen dabei. Auch diese Erfahrungsberichte folgen schrittweise und werden direkt verlinkt.
| Ort | Unterkunft | zum Beitrag | zum Hotel |
|---|---|---|---|
| Calgary, AB | Hampton Inn & Suites by Hilton Calgary-Airport | Expedia* | |
| Lethbridge, AB | Wingate by Wyndham Lethbridge | Expedia* | |
| Great Falls, MT | Hotel Arvon | Expedia* | |
| Gardiner, MT | Yellowstone Riverside Cottages | Expedia* | |
| Old Faithful, WY | Old Faithful Snow Lodge | Expedia* | |
| Gardiner, MT | Park Hotel Yellowstone | Expedia* | |
| West Yellowstone, MT | Hibernation Station | Expedia* | |
| Butte, MT | Fairfield Inn & Suites by Marriott | Expedia* | |
| Columbia Falls, MT | Meadow Lake Resort & Condos | Expedia* | |
| Waterton, AB | Waterton Glacier Suites | Expedia* | |
| Calgary, AB | Apartment im Telus Sky | Expedia* |
Ausgangsort Calgary, WARUM?
Gute Frage!!!
Auf den ersten Blick ist Calgary nicht sinnvoll für eine Reise zum Yellowstone National Park. Eigentlich denkt man an Denver, Salt Lake City oder auch an Bozeman, falls man einen amerikanischen Inlandsflug dranhängen möchte. Für uns kam Calgary aus folgenden Gründen ins Spiel:
- Meilenschnäppchen von Miles and More
- Im Oktober 2023 waren Meilenschnäppchen für Calgary mit Discover Airlines im Angebot und wir konnten somit zu günstigem Kurs Business-Class fliegen.
- Verfügbarkeit des Jeep Wrangler ab Kanada zu unschlagbarem Preis
- Bereits im Winterurlaub haben wir gute Erfahrungen mit dem Jeep Wrangler auf Schnee gemacht, somit sollte es wieder dieser Mietwagen werden. In den USA gab es leider keine gute Verfügbarkeit dieser Klasse.
- Für unsere Reisezeit gab es einen unschlagbaren Preis bei USA to GO* für den Mietwagen ab Calgary von 540 EUR für 18 Tage, da mussten wir einfach zuschlagen.
- Waterton National Park und Glacier National Park liegen auch noch auf dem Weg
- Etwa 1000 Kilometer mehr waren es im Vergleich zu Denver, diese konnten wir aber mit zusätzlichen Stopps gut abfedern und dabei weitere zwei Nationalparks auf unserer Bucket-List abhaken.
Wenn Euch gewisse Themen von meinen Aufzählungen interessieren, hier einige meiner Beiträge dazu, besonders das Thema Winterreifen in den USA und Kanada ist wirklich spannend und ein wenig absurd:

Flug mit Eurowings Discover
Bereits 2022 bin ich mit Discover Airline nach Mauritius geflogen und habe dabei tolle Erfahrungen gemacht. Somit freute ich mich auf den Flug mit der Lufthansa-Tochter.
Lufthansa Bistro Lounge C14/C15 Frankfurt
Sobald man einen Business-Class Flug gebucht hat, kann man am Flughafen die Lounge nutzen. Es ist hierbei unerheblich, ob es sich um einen „bezahlten“ Flug oder um einen Prämienmeilenflug handelt. Im Falle der Discover Airlines kann man alle Lounges der Star Alliance Partner nutzen. Bisher haben wir in Frankfurt oft die Maple Leaf Lounge der Air Canada genutzt, welche ich sehr empfehlen kann.
Diesmal war der Abflug allerdings von Gate C und in diesem Terminal stand uns die Lufthansa Bistro Lounge zur Verfügung. Es handelt sich dabei um eine der neuesten Lounges am Frankfurter Flughafen und daher auch eine der modernsten. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Thema relaxen. Leider war zu Beginn recht viel los, dies änderte sich jedoch nach einiger Zeit und damit wurde es entspannt. In Summe hatten wir einen tollen Aufenthalt mit einer großen Auswahl an Speisen und Getränken und einer schönen Aussicht aufs Rollfeld.
Erste schlechte Urlaubserfahrung
Kurze Anekdote am Rande: Bereits nach 5 Minuten in der Lounge war ich zum ersten Mal urlaubsreif und am Rande der Verzweiflung. Wir haben auf einer Bank Platz genommen und unsere Jacken und Rucksäcke auf einen freien Bereich neben uns gestapelt gelegt. Auf einmal kam ein aufgebrachter Herr, der irgendetwas in sich hinein murmelte und anfing, in unseren Sachen zu wühlen. Wir waren völlig erschrocken und auch in Sorgen, dass uns jemand beklauen wollte und versuchten den Mann aufzuhalten und anzusprechen, was sein Problem war. Dieser wurde daraufhin nur noch aufgebrachter und verschüttete sein Glas Weißwein über unseren Jacken und Taschen.
NA SUPER!!! Toller Urlaubsbeginn.
Am Ende kam raus, dass der Herr schon recht betrunken war und sich wohl im Platz geirrt hat. TOLL!!! Zumindest war es ihm wohl unangenehm und er entschuldigte sich, aber ich stand nun vor einem Berg stinkender und tropfender Jacken! 😪🍸Das konnte ja nur besser werden….




Meine Erfahrungsberichte zu den Lounges am Frankfurter Flughafen:
Business Class der Eurowings Discover
Die Discover Airline bietet ab Frankfurt einen Direktflug nach Calgary an, was natürlich immer um einiges entspannter ist, als Zeit bei einer Zwischenlandung zu verlieren. Wegen fehlendem Bodenpersonal des Frankfurter Flughafens konnten unsere Koffer leider nur sehr verzögert verladen werden und wir hatten eine Verspätung von über 2 Stunden. Diese zwei Stunden verbrachten wir wartend im Flugzeug. Na super… Ich war selten so froh, einen Business-Class-Flug gebucht zu haben und konnte daher recht entspannt die Zeit absitzen.
Das Flugzeug stammte aus der alten Lufthansa Flotte und es handelte sich daher um einen bekannten Lufthansa Business Class Sitz. Nicht schlecht, aber auch nicht besonders hervorzuheben. In Summe ist die Discover eine tolle Airline und ich würde aufgrund meiner Erfahrungen immer der Lufthansa vorziehen (bedauerlicherweise). Der Service der Crew war spitze (vor allem auf dem Rückflug) und das Essen erstklassig. An der Ausstattung des Flugzeuges ist definitiv noch Luft nach oben, aber es war keinesfalls schlecht. Mein Sitz hat ungünstigerweise Luft verloren, somit saß ich immer wieder auf Holz und musste im Abstand von 3 Stunden meinen Sitz neu aufpumpen lassen. Na ja, die Flugbegleiterin und ich namens mit Humor und sie verstand irgendwann blind, was ich von ihr wollte. 😉
Alles in allem ein toller Flug, auch wenn wir verspätet in Calgary landeten. Discover Airline definitiv eine Empfehlung.
Zu meinem ausführlichen Erfahrungsbericht des Fluges mit dem A330 der Discover Airlines: ▶ Discover Airlines Business Class A330






Bei Skyscanner könnt Ihr euch hier direkt nach einem passenden Flug informieren und den Preisvergleich starten: *
Aspire Lounge in Calgary
In Calgary konnten wir auch das Netzwerk der Sky Alliance nutzen und somit in der Aspire Lounge auf den Abflug warten. Dies war bereits unser zweiter Aufenthalt in dieser Lounge, da wir auch im letzten Jahr ab Calgary zurückgeflogen sind und die Air Canada auch zur Gruppe gehört.
In der Aspire Lounge hat man einen tollen Überblick über den Innenbereich des Flughafens, da sie sich im ersten Stock befindet. Das Ambiente ist ruhig und gemütlich und die Auswahl an Speisen und Getränken ausgezeichnet. Hier vergehen die Stunden bis zum Abflug sehr bequem und dadurch irgendwie schneller.



Mietwagen im Winter
Ein großes Thema für den Winterurlaub in den USA und Kanada ist immer wieder das Thema Winterreifen. Auch wenn man es nicht glauben mag, es ist fast unmöglich, ein Auto mit „echten“ Winterreifen zu mieten. Die Mietwagen sind lediglich mit Allwetterreifen ausgestattet. In den USA ist dies völlig normal, für uns Europäer undenkbar. Wir haben uns vor dem letzten Urlaub in Kanada sehr mit dem Thema beschäftigt und für uns die beste Lösung gefunden: der Jeep Wrangler.
Wenn Ihr Euch für eine Mietwagenbuchung interessiert, lege ich Euch mein Beitrag ans Herz:
▶ Mietwagen Kanada Winterreifen
Jeep Wrangler bei Alamo
Allwetterreifen sind sicher besser als Sommerreifen, jedoch immer noch kein Vergleich zu richtigen Winterreifen. Aber fast noch wichtiger ist ein Allradantrieb beim Mietwagen, sobald man sich im Schnee vorwärtsbewegen möchte. Für uns stellte sich bei der Mietwagenauswahl immer das Problem: Wie erhalte ich garantiert ein Allradfahrzeug, welches aber kein extrem hohes Gewicht hat, da dies bergab auch nicht ideal ist. Bei Alamo und Hertz ist es recht schwierig, ein bestimmtes Fahrzeug statt einer Fahrzeugkategorie zu buchen, ohne extreme Kosten in Kauf nehmen zu müssen. Der Jeep Wrangler stellt hier eine Ausnahme dar. Man erhält garantiert ein 4WD und der Jeep fährt sich super auf winterlichen Straßenverhältnissen. Ja…. man muss jedoch ein paar Komforteinschränkungen in Kauf nehmen…. die Sitzheizung war beispielsweise leider aus. 😩



USA to GO – Günstige Mietwagen
Zufällig kam ich auf den Anbieter USA to GO (ehemals GermanWho) und habe letztes Jahr meine erste Buchung darüber abgeschlossen. Es handelt sich um eine Website, die günstige Preise für Anmietungen bei Alamo in den USA und Kanada anbietet. In der Regel sind die Preise etwa 20 Prozent günstiger als bei Buchung über Alamo direkt. In diesem Jahr war ich wirklich fasziniert von dem Preis. Wir haben für 18 Tage Jeep Wrangler insgesamt 540 EUR bei Anmietung in Calgary bezahlt. Ich kann euch somit definitiv empfehlen, die Preise zu vergleichen. Ihr müsst euch bei USA to GO einfach mit eurer E-Mail registrieren, dann könnt Ihr mit dem Preisvergleich starten. Eine weitere Angabe von persönlichen Daten ist nicht notwendig.
▶ Direkt zu den Mietwagen von USA to GO*
▶ Meine Erfahrungen mit USA to GO
Besuchte Nationalparks
Hauptziel der Reise war ganz klar der Yellowstone Nationalpark mit seiner großen Anzahl an Geysiren, brodelnden Pools und der beeindruckenden Tierwelt. Glücklicherweise lagen aber noch zwei weitere Nationalparks auf der Strecke. Der Glacier National Park und der Waterton National Park gehören quasi zusammen, einer liegt in den USA und einer in Kanada. Neben diesen Nationalparks haben wir auch noch verschiedene State Parks besucht, wenn es sich ergeben hat. Sobald auf der Strecke das Wort: State Park im Navi erschien, haben wir häufig angehalten und die Gegen erkundet.
Yellowstone National Park
Der Yellowstone National Park ist der älteste Nationalpark der USA. Mit einer Fläche von 9.000 Quadratkilometern bietet er tiefe Schluchten, Flüsse, blubbernde Thermalquellen und sprühende Geysire. Zusätzlich beheimatet er Hunderte von verschiedenen Tieren, wie Bisons, Bären, Wölfe, Kojoten, Elche, Dickhornschafe und etliche andere Arten.





Im Winter ist nur eine Straße mit einer Gesamtlänge von 90 Kilometern mit dem eigenen Pkw befahrbar, der restliche Park darf nur im Zuge einer geführten Tour mit Snowcoach oder Snowmobile befahren werden. Diese eine Straße hat es aber wirklich in sich, ich habe noch nie so viele unterschiedliche Tiere in freier Wildbahn auf einmal gesehen. Insgesamt sind wir die Strecke zweimal an zwei unterschiedlichen Tagen gefahren und ich glaube selbst bei 10 weiteren Fahrten wäre es noch immer nicht langweilig. Den restlichen Park haben wir per Snowcoach und auch per Snowmobil erlebt und beide Fahrten waren einzigartig und ein tolles unvergessenes Erlebnis.
Übernachtung im Park
Übernachtungen im Park sind im Winter nur in zwei verschiedenen Unterkünften möglich: einmal in Mammoth und in Old Faithful. Old Faithful befindet sich mitten im Yellowstone National Park und kann daher nicht mit dem privaten Auto angefahren werden. Um dort zu übernachten, ist es somit notwendig, eine Snowcoach Tour zu buchen und dein Auto in Mammoth für die Tage der Unterkunft abzustellen. Leider wird man somit dazu gezwungen und der Preis ist daher extrem hoch. Für die Hin- und Rückfahrt haben wir in Summe 600 EUR gezahlt. Ohne Unterkunft!!! Diese schlug zusätzlich mit 200 EUR pro Nacht zu Buche. Tja, was soll ich sagen, wir hatten schlaflose Nächte, ob wir dies wirklich ausgeben wollten, aber ich kann nur sagen: Es hat sich gelohnt.
Dies war der Yellowstone im Schnelldurchlauf. Ein ausführlicher Bericht über meine Erfahrungen und die Bedingungen im Winter wird folgen und hier verlinkt werden. Selbstverständlich, auch die Einzelberichte zur Snowmobiltour und den unzähligen Tieren, die wir gesehen und beobachtet haben.






Glacier National Park
Der Glacier National Park ist im Winter tatsächlich nicht wirklich spannend, da die bekannte Straße „Going to the Sun Road“ im Winter leider geschlossen ist. Es ist lediglich die Straße am Westeingang bis zum Lake McDonald geöffnet. Wir haben es uns nicht nehmen lassen und sind auf dem Weg nach Kanada trotzdem hingefahren, um zumindest zum See zu fahren.
Der See wäre auch sicherlich beeindruckend gewesen, wenn nicht ein so dichtes Nebelband gewesen wäre, dass wir kaum das Wasser, geschweige denn die andere Uferseite gesehen hätten. Immerhin ist es für etwa 2 Minuten kurz ein wenig aufgeklart, aber danach war wieder Schluss. Für ein Foto hat es gereicht. 😉


Waterton National Park
Der Waterton National Park war die Überraschung des Urlaubs. Leider haben wir dort nur zwei Tage verbracht, aber diese Zeit war wirklich toll. Geplant waren eigentlich Schneeschuhwanderungen im Park, jedoch machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Kanada begrüßte uns mit Plus 14 Grad und somit verabschiedete sich der Schnee. Dann sind wir halt im Matsch gewandert, es war trotzdem wunderschön. Die Stadt war zu 90 Prozent verlassen und wir fühlten uns wie in einer Geisterstadt. Ich kann den Waterton Nationalpark definitiv empfehlen und er steht den großen Geschwistern wie Banff und Jasper National Park nicht wirklich nach.



Verpflegung bei der Rundreise
Bei einer Rundreise kombiniere ich immer gerne Selbstversorgung und Restaurantbesuche. Da das Essengehen immer teurer wird und ich es auch äußerst gemütlich finde in meiner eigenen Unterkunft zu essen, versuchen wir, sobald möglich, uns selbst zu versorgen.
Wenn Frühstück nicht in der Unterkunft enthalten war, gab es immer Bagels und teilweise Müsli auf dem Zimmer. Ich habe immer eine kleine faltbare Kühltasche im Urlaub dabei, sodass wir Frischkäse, Milch, Käse usw. immer von einer Unterkunft zur anderen mitnehmen können. Ein Campingbesteck haben wir auch immer im Koffer, somit steht einem gemütlichen Frühstück nichts mehr im Wege. Kaffee oder Tee gibt es eigentlich in jeder Unterkunft kostenlos. Ja, es sah manchmal ein wenig spartanisch aus, vor allem wenn es keinen richtigen Tisch und Stuhl gab, aber das ist auch die Besonderheit im Urlaub: ein klein wenig Abenteuer. Am letzten Tag waren wir, der alten Erinnerungen wegen, nochmals beim IHOP frühstücken. Lecker!


Lecker: Selbstgemachtes Sandwich
Mittags haben wir meist kleine Snacks in Form von Müsliriegeln dabei und ich schmiere morgens meist Sandwich oder WRAPS, die wir dann an außergewöhnlichen Stellen mit Aussicht essen. Unbezahlbar…..



Das Abendessen ist bei uns überwiegend abhängig von Ort und Unterkunft. Haben wir eine Küche, dann versorgen wir uns selbst, außer es ist ein tolles Restaurant im Ort, welches wir unbedingt ausprobieren möchten. Die Speisen, die wir selbst zubereiten, belaufen sich vorwiegend jedoch auf einfache Gerichte, da ich nicht stundenlang in der Küche stehen möchte. In diesem Urlaub haben wir uns diesmal für Folgendes entschieden: Wraps mit Hackfleisch, Hotdogs, Pizza und Gnocchi mit Bratwurst. Aber auch die Abholung bei einem Restaurant haben wir zweimal benutzt.



Ich liebe diese Kombination aus allen Varianten. Gelegentlich gehe ich gerne essen, aber nach einem langen Tag gemütlich in der Blockhütte vor dem Kamin zu sitzen und etwas zu essen, ist auch perfekt! Zusätzlich schont es etwas die Reisekasse.
Wie macht Ihr das auf der Rundreise? Erzählt es mir gerne in den Kommentaren.
Unsere Erfahrungen mit dem Wetter
Ja, das Wetter….immer wieder ein heikles Thema. Der Winter im Yellowstone war vorab ein großes Problem. Warum? Kein Schnee! Es hat eigentlich gar nicht geschneit. Die Wochen vor unserer Anreise wurden sogar alle Snowmobiltouren im Park wegen zu wenig Schnee abgesagt. Zum Glück hatte es nochmals geschneit, sodass wir etwas Schnee hatten und die Touren auch stattfanden, aber es war definitiv zu wenig. Tatsächlich war es vor Ort das Hauptthema, jeder war sichtlich erschüttert darüber und es konnte sich keiner daran erinnern, wann zuletzt so wenig Schnee zu diesem Zeitpunkt lag.
Wir haben uns im Vorfeld auf eisige Temperaturen eingestellt und uns mit Thermokleidung ausgestattet. Der Yellowstone gilt nämlich im Winter als sehr schneereich und äußerst kalt. Die ersten Tage waren die Temperaturen auch wirklich knackig, bei -10 bis -20 Grad tagsüber. Danach pendelte es sich allerdings um den Gefrierpunkt ein. Schnee hatten wir auch an ein paar Tagen und es sind nachts schon 10-15 Zentimeter gefallen. Als unser Besuch im Yellowstone endete, stiegen die Temperaturen jedoch dramatisch an. In den letzten Tagen des Urlaubs hatten wir dann Temperaturen im zweistelligen Bereich. Dadurch stieg allerdings auch die Lawinengefahr und wir entschieden uns gegen eine weitere Snowmobiltour.
Der Wetterbericht
Der Wetterbericht in den USA ist genauso verlässlich wie in Deutschland.😉 Eigentlich waren für alle Tage im Yellowstone 100 % Wolken vorhergesagt, doch zum Glück ist dies nicht eingetreten. In Summe haben wir zwar mehr Wolken als Sonne gesehen, aber die Sonne kam fast täglich raus und richtiges Nebelwetter hatten wir auch nur an einem Tag. Natürlich geht es immer besser, aber insgesamt waren wir recht zufrieden, auch wenn es eigentlich etwas kälter hätte sein können. Allerdings hätten wir viele Wanderungen bei zweistelligen Minusgraden sicherlich nicht gemacht und bei zu viel Schnee hätten wir Probleme mit der Route bekommen. Daher war es gut so, wie es war.

Fazit Rundreise zum Yellowstone
Absolut toller Urlaub! Ich kann jedem die Rundreise Yellowstone oder auch den einzelnen Besuch des Nationalparks dringend empfehlen. Obwohl ich im Sommer bisher nicht dort war, würde ich mich so weit aus dem Fenster legen und sagen, dass es komplett was anderes ist. Aber ganz vorn steht der Punkt des Massentourismus im Sommer. Egal, mit wem wir im Park gesprochen haben, alle haben uns von der Hauptsaison abgeraten. Sie sprachen von überfüllten Parkplätzen, extrem teuren Unterkünften und Schlangenstehen vor Sehenswürdigkeiten. Allerdings muss man auch erwähnen, dass man im Winter mit Einschränkungen rechnen muss. Man kann sich nicht frei im Park bewegen und viele Restaurants und Unterkünfte haben geschlossen. Beide Reisezeiten haben sicherlich ihre Vor- und Nachteile, für mich persönlich stellt die Nebensaison die beste Reisezeit dar und das nicht nur im Yellowstone National Park.
Die Entscheidung für den Start in Calgary war auch richtig, denn wir haben unterwegs wirklich tolle Dinge erlebt und der Mehraufwand war nicht sehr groß. Ganz im Gegenteil, wir haben dadurch einiges an Geld für Flug und Mietwagen gespart und uns in unserem Auto jederzeit sicher gefühlt.
9 Tage im Yellowstone waren für uns perfekt und bei besserem Wetter wären wir auch noch länger geblieben, um eine weitere Snowmobiltour auf eigene Faust neben der Tour zum Grand Canyon of Yellowstone zu unternehmen. Ohne Zeitdruck durch den Park zu fahren und nach Tieren Ausschau zu halten oder einfach mit den Schneeschuhen draufloszulaufen, ist einfach super. Die Rundreise generell war sehr abwechslungsreich, somit waren 18 Tage definitiv nicht zu lange.
Zusammengefasst: Yellowstone und Waterton National Park im Winter??? JA, unbedingt!!!


Reisetipps und Empfehlungen
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- Das Wetter ist nie vorhersehbar, doch bei einer Rundreise im Winter kann es einem zum Verhängnis werden. Ich empfehle euch daher nicht alle Unterkünfte, vorab zu buchen oder zumindest eine Stornomöglichkeit einzubauen, so könnt Ihr vor Ort etwas jonglieren, falls Ihr an einem Tag nicht wie geplant die Strecke wegen des Wetters fahren könnt. Wir haben zwischendrin Unterkünfte gar nicht gebucht und dann teilweise von unterwegs 15 Minuten vor Ankunft online gebucht. So konnten wir die Route spontan anpassen.
- Beim Besuch von mehreren Nationalparks lohnt sich auf jeden Fall der Kauf eines Jahrespasses für die Nationalparks. Diese ist in Kanada mit dem Parks Canada Discovery Pass und in den USA mit dem America The Beautyful möglich.
- Wir hatten erneut starke Probleme mit Steinschlägen in der Windschutzscheibe durch den Splitt auf der Straße und wieder zwei große Steinschläge erhalten. Achtet bei eurem Mietwagen darauf, dass diese Schäden evtl. mitversichert sind. Bis zu einer gewissen Größe des Steinschlags ist dies bei Alamo kein Problem und wir mussten in beiden Urlauben nichts nachzahlen.
- Hier nochmals der Hinweis auf die Winterreifenproblematik und den Preisvergleich bei USA to GO:
Meldet Euch am besten direkt bei USA to GO an und startet Euren Preisvergleich.
- In diesem Urlaub habe ich zum ersten Mal die APP „Lambus“ verwendet und bin sehr begeistert. Bei Lambus könnt Ihr alle Stationen der Rundreise vorab eintragen und Hotels, Restaurants, Aktivitäten und sonstige Sehenswürdigkeiten hinterlegen. Zusätzlich könnt Ihr alle Reisedokumente hochladen und sogar über die APP navigieren. Auch eine Offline-Nutzung und das gleichzeitige Nutzen mehrerer Personen sind möglich. Probiert es auch einfach mal aus.
- Wenn Ihr ein bisschen USA-Urlaubsfeeling nach Hause holen wollt, helfen vielleicht American Pancakes dabei. Hier findet Ihr mein Rezept: American Pancake Rezept – Typisch amerikanisch
- Gerade bei einer Rundreise unterschätzt man schnell die Distanzen oder plant zu viele Stopps ein. Wenn du dir bei deiner Route unsicher bist, kannst du auch meinen Routen-Check nutzen.
Packliste für den Winterurlaub
Speziell für den Winterurlaub habe ich eine Packliste erstellt, die Ihr auch ausdrucken könnt. Nachfolgend verlinke ich Euch auch direkt noch die für mich wichtigsten Dinge, die bei einer Rundreise im Winter (oder auch generell) nicht fehlen dürfen:
- ▶ Packliste Winterurlaub
- Schuhkrallen bei Otto* / Amazon*
- Mobiler Safe für unterwegs: Travelsafe von Pacsafe bei Otto* / Amazon*
- Reisekissen Blackroll Recovery Pillow*
- zum Reisekissen von Blackroll* – 10% Rabattcode: CHEFINTRAVELS-10
- Mein Erfahrungsbericht zum Blackroll Kissen
- Meine besten Handschuhe: Reusch Fäustlinge Stratos STORMBLOXX bei Otto* / Amazon*
- Thermoskanne für Tee und Coffee to go Becher fürs Auto
- Wärmepads für Füße und Hände:
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- Thermopad Sohlenwärmer bei Shopapotheke* / Amazon*
- Schneeschuhe von Tubbs bei Amazon* / Bergzeit*
- Deuter Freerider Rücksack incl. Befestigung der Schneeschuhe
- Deuter Freerider Rucksack – Test und Erfahrungen
- Deuter Freerider bei Deuter direkt* / Amazon*
- Hama KFZ Ladegerät bei Otto / Amazon*
- Weltreiseadapter SKROSS Adapter bei Otto / Amazon*
- Kabeltasche – Besonders sinnvoll für eine Rundreise:
- Digitale Kofferwaage bei Otto / Amazon*
Die Liste ist noch viel länger, aber diese Produkte müssen definitiv mit. In meinem Bericht zu meinen liebsten Reisegadgets findet Ihr vielleicht noch mehr Inspiration.





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Geführte Touren in den Yellowstone im Winter
Wenn Ihr auch gerne den Yellowstone im Winter besuchen möchtet, aber euch nicht selbst um die Planung kümmern wollt, gibt es auch vorgefertigte Touren inklusive Guide und Übernachtungen. Ich stelle euch hier eine kleine Auswahl bei GetyourGuide zusammen:
- Tagesausflug:




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