Der Peyto Lake ist ein Bergsee im Banff Nationalpark in Alberta Kanada. Der See ist bekannt für seine türkise Farbe und zahlt deshalb zu den Top Sehenswürdigkeiten in den Rocky Mountains. Allerdings lohnt sich auch ein Besuch im Winter, wenn der See gefroren und eine Winterlandschaft entstanden ist. Lest in meinem Reisebericht alles über meine Erfahrungen am Peyto Lake Kanada im Winter.
Lage
Direkt am Icefields Parkway, mitten in den Rocky Mountains, liegt der bekannte Peyto Lake. Er ist etwa eine halbe Stunde von Lake Louise entfernt. Wenn man den Icefields Parkway von Norden kommend befährt und in Jasper losfährt, kommt man etwa nach 2 Stunden im Peyto Lake an. Er liegt somit am Anfang oder am Ende vom Icefields Parkway 😉.

Infos zum Peyto Lake
Der See wird von Gletschern gespeist und ist durch seine auffällig türkise Farbe einer der bekanntesten Seen in Kanada. Diese Verfärbung wird durch Gesteinspartikel verursacht, die mit dem Schmelzwasser in den See gelangen. Diese Gesteinspartikel sind Steinmehl oder Gletschermilch.
Die Fläche des Sees beträgt 1,46 km², bei einer Länge von 2,8 km und einer Breite von 650 m. Er liegt 1.880 Meter über dem Meeresspiegel.
Mein Aufenthalt am Peyto Lake
Wir sind im Januar 2023 den Icefield Parkway von Jasper nach Lake Louise gefahren. Da wir noch einen Abstecher zum Abraham Lake gemacht haben, der ca. 50 km vom Icefields Parkway entfernt liegt, kamen wir erst sehr spät am Peyto Lake an. Unsere Unterkunft lag zwischen Lake Louise und Golden, somit hatten wir noch grob eine Stunde Fahrt vor uns und einkaufen wollten wir auch noch. Aus diesem Grund haben wir uns den Besuch am Peyto Lake für einen nachfolgenden Tag aufgehoben.
Zwei Tage später war es dann so weit und wir befuhren nochmals den Icefields Parkway, diesmal in anderer Richtung von Lake Louise kommend. Das Wetter war genauso bescheiden wie beim ersten Mal. 😏
▶ Meine Fahrt auf dem Icefields Parkway
▶ Reisebericht zum Lake Louise

Wir haben zuvor schon versucht, uns im Internet zu informieren, ob der Trail zum Aussichtspunkt ohne Schneeschuhe begehbar ist, leider sind wir nicht viel schlauer geworden. Da die Entfernung von Lake Luise aus nicht so weit ist und wir für diesen Tag sowieso ein Besuch am Lake Louise selbst eingeplant hatten, nahmen wir das Risiko in Kauf. Außerdem lohnt sich die Fahrt auf dem Icefields Parkway sowieso immer und es waren auch noch ein paar Viewpoints auf dem Weg, die wir noch nicht kannten.

Am Peyto Lake gibt es normalerweise zwei verschiedene Parkplätze. In diesem Urlaub mussten wir leider fast täglich erfahren, dass im Winter alles anders ist – so auch hier! Es hatte natürlich nur der erste Parkplatz geöffnet, war aber nicht schlimm, mussten wir halt ein paar Meter mehr laufen. Kein Problem, waren wir gewohnt. 😁

Der Weg war plattgetreten und war problemlos zu begehen. Wir hatten wie immer unsere Eiskrallen an, da das Laufen damit einfach sicherer ist. Man weiß ja nie, ob sich Eis unter dem Schnee befindet. Erfahrungen und Infos zu den Schuhkrallen kannst du in meinem Erfahrungsbericht nachlesen.
Peyto Lake Upper Viewpoint
Da es ein paar cm Neuschnee gab, war der Weg wirklich toll zu gehen und anzuschauen. Es handelt sich um einen einfachen Trail mit einer Länge von etwa 0,8 km bis zum Peyto Lake Upper Viewpoint. Unterwegs kommt man am anderen Parkplatz vorbei, somit kann der Weg im Sommer etwas kürzer sein.


Oben angekommen, bietet der Viewpoint einen herrlichen Blick auf den zugefrorenen See. Ja, ich weiß, er ist im Winter nicht türkis! 😩😁 Aber die Aussicht war trotzdem toll, auch so komplett in Weiß kann sich der Peyto Lake auch sehen lassen.

Es war bitterkalt da oben, wir hatten -6 Grad und der Wind fühlte sich an wie Minus 20 Grad. Hinter dem Aussichtspunkt kann man noch einen Rundweg durch ein Waldstück laufen. Wir sind mal ein paar Meter reingelaufen, haben dann aber entschieden, dass sich das bei der Eiseskälte nicht lohnt und sind wieder umgekehrt. Nach einem weiteren Stop am Viewpoint (von der Aussicht kann man schließlich nicht genug bekommen), ging es den kurzen Weg wieder zurück zum Parkplatz und zurück nach Lake Louise.

Fazit
Der Peyto Lake ist mit seinem traumhaften Türkis im Sommer sicher ein absolutes Highlight im Banff National Park und steht ganz fest auf meiner Bucket-List für den Sommer. Er muss sich im Winter aber wirklich nicht verstecken, die Aussicht ist trotzdem traumhaft und der kurze Trail gut zu gehen.
Außerdem hat es im Winter den Vorteil, dass man den Aussichtspunkt nicht mit ganz vielen Menschen teilen muss, sondern ganz in Ruhe alleine die Aussicht genießen kann.
Somit ein Must-have im Sommer und ein Nice-to-have im Winter. 👍

| Reisezeit | Aufenthalt | Level | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Januar 2023 | 1 Stunde | einfach | 5 von 5 |
Empfehlungen zum Winterurlaub in Kanada
Wenn Ihr noch auf der Suche nach Schuhkrallen seid, nachfolgend ein Link zu den Grödeln mit denen ich in Kanada unterwegs war und sehr gute Erfahrungen gemacht habe.
- Mein Erfahrungsbericht zu den Schuhkrallen von Camps
- Camp Ice Master bei Otto-Versand / Bergzeit / Amazon*
Für meinen Aufenthalt in USA nutze ich den Weltreiseadapter von SKROSS. Lest über meine Erfahrungen.
- Erfahrungsbericht Reiseadapter
- SKROSS Weltreiseadapter bei Otto / Amazon*
Mietwagen in Kanada ist wegen den Winterreifen ein spezielles Thema. Informiert Euch über dieses Thema in meinem Beitrag über Mietwagen Kanada Winterreifen. Wenn Ihr noch einen Mietwagen für Kanada benötigt, kann ich auch USA to GO* empfehlen, hier haben wir unseren Jeep Wrangler gebucht.
Es handelt sich teilweise um Werbelinks, mit dem Klick auf den Link und dem anschließenden Kauf unterstützt Ihr meinen Blog und mich. Für Euch fallen keine Kosten an. Meine Einstellung zum Thema Werbelinks und Werbepartner findet Ihr hier.




Kommentar verfassen