Wenn man an Tokio denkt, hat man schnell die Kreuzung im Kopf, welche von Massen an Menschen diagonal überquert wird. Bekannt wurde die Shibuya Crossing unter anderem durch den Film Fast & Furious. Tokio hat definitiv noch bekanntere Sehenswürdigkeiten, aber ein Besuch bei der Shibuya Kreuzung gehört zu jedem Aufenthalt in Tokio dazu. Allerdings sollte man dabei nicht menschenscheu sein, denn man wird dort definitiv nicht alleine sein. Das ist aber auch nicht der Sinn davon, denn dann wäre diese Kreuzung nichts Besonderes. Sie lebt von Menschenmengen. Lest im nachfolgenden Reisebericht alles zu meinen Erfahrungen an der Shibuya Crossing und erhaltet Tipps für eine günstige Aussichtsplattform mit tollem Blick von oben.
Mein Asien-Trip im April 2024
Ganz spontan habe ich im April geschäftlich 10 Tage in Südkorea und Japan verbracht. In Südkorea standen hierbei Seoul und Busan auf dem Programm. Danach flogen wir von Busan nach Tokio. Leider hatten wir neben geschäftlichen Terminen nur einen Tag Freizeit in Tokyo. In diesem 1 Tag wollten wir so viel wie möglich von der Stadt sehen. Die Shibuya Alle-Gehen-Kreuzung zählte natürlich dazu, und wir entschieden uns für einen Besuch am Abend. Im Dunkeln ist das Feeling durch die vielen bunten Reklameschilder noch intensiver, und auch der Blick von oben ist sehr interessant.
Eine Übersicht über meine Aktivitäten in Tokio und Seoul findest du hier:
▶Tokio in 1 Tag – Sehenswürdigkeiten


Die Shibuya Crossing
Die Shibuya Crossing ist eine Straßenkreuzung im Stadtteil Shibuya in der Hauptstadt Japans. Es handelt sich um den meist frequentierten Fußgängerübergang der Welt. Gleichzeitig können hier 2500 Personen die Straße überqueren. Durch einen diagonalen Übergang in der Mitte stellt sich das Ganze noch spannender dar.
Durch verschiedene Filmszenen hat die Shibuya Kreuzung immer mehr an Beliebtheit gewonnen und ist ein beliebter Anlaufpunkt für Touristen geworden. Täglich überqueren bis zu 250.000 Menschen die Kreuzung. Durch die bunten Reklametafeln erinnert sie ein wenig an den Times Square in New York.


Lage in Tokio
Die Shibuya Crossing befindet sich im Stadtteil Shibuya im südwestlichen Teil von Tokio direkt am Bahnhof Shibuya. Durch den Ausgang Hachiko gelangt man direkt zur Kreuzung. Die Anreise zur Kreuzung ist somit problemlos von allen Stadtteilen mit der JR Yamanote-Linie möglich. Stellt euch allerdings darauf ein, dass dies eine sehr beliebte und große Haltestelle ist und es sehr voll wird. Wir haben bereits beim Ausgang vom Bahnhof nur noch Menschen gesehen und auch die U-Bahnen waren brechend voll.


Hachiko-Statue
Direkt am Ausgang der U-Bahn befindet sich eine Statue zum treuen Hund Hachiko. Der Akita Hund Hachiko hat sein Herrschen immer zur U-Bahn begleitet und später wieder abgeholt. Nach dem Tode seines Besitzers kam Hachi weitere 9 Jahre täglich morgens und abends zum Bahnhof, an dem er zuvor immer gewartet hatte. Die Geschichte von Hachiko wurde auch verfilmt (der Film, in dem wohl die meisten Tränen gekullert sind 😉) ▶ Hachiko, Der Film*


Meine Erfahrungen auf der Kreuzung
Wir kamen kurz vor Dunkelheit an der Shibuya Kreuzung an und waren bereits beim Ausgang des Bahnhofs geschockt von den Menschenmassen. Ich habe befürchtet, dass dies ein Treffpunkt von Touristen sein wird, aber diese Massen haben mich etwas überfordert. Überall standen Menschen mit Handys und Kameras in der Hand. Und wir waren zwei davon….😉


Jeder möchte das Gefühl erleben, ein Teil des Stroms zu sein und über die Kreuzung zu laufen. Jede zweite Hand hält hierbei das Handy in die Luft, um zu filmen. Der Moment, wenn man an der roten Ampel steht und auf der gegenüberliegenden Seite hunderte Menschen darauf warten, auf dich zulaufen zu können… Und dann wird es grün und es geht los! Man wartet nur darauf, dass es in der Mitte einen Knall gibt, wenn die Menschen aufeinandertreffen. Dies passiert aber nicht, sondern es geht wirklich gesittet zu und jeder findet seinen Weg um den anderen herum. Das ist vermutlich ein Phänomen von Japan, hier klappt so etwas… 😉


Nachdem wir 4-5 mal in allen Richtungen die Kreuzung überquert haben, wollten wir die Aussicht auf die Shibuya Crossing auch von oben erleben. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten:
Blick auf die Shibuya Crossing von oben
Aussichtsplattform Shibuya Sky
Die wohl bekannteste und auch beeindruckendste Aussichtsplattform ist der Shibuya Sky. Sie befindet sich im 45. und 46 Stockwerk des Shibuya Scramble Squares. Von dort oben hat man nicht nur eine tolle Sicht auf die Shibuya Kreuzung, sondern auf ganz Tokio. Die Aussichtsplattform hat täglich von 9 bis 23 Uhr geöffnet und kostet für Erwachsene rund 16,50 EUR.
Dieses Erlebnis wollten wir auch mitnehmen und machten uns auf den Weg zum Shibuya Scarmble Square Gebäude. Aufgrund der Menschenmengen war dies bereits eine Herausforderung, und eine Baustelle um die Kreuzung herum machte das Ganze nicht einfacher. Aber die Beschilderung war gut und somit haben wir nach ein paar Minuten den Tower erreicht. Recht schnell kam allerdings die Ernüchterung: Die obere Plattform, welche sich im Freien befindet, hatte wegen zu starker Winde geschlossen. Hhhm, traurig, aber dann gehen wir halt auf die Plattform ein Stock tiefer… Leider war auch dies nicht möglich, da sie ausgebucht war und den gesamten Abend keine Tickets mehr zur Verfügung standen.
Wegen dieser Erfahrung empfehle ich Euch, die Tickets vorab online zu reservieren. Sobald ihr einen Termin für Euren Besuch wisst, sollte ihr direkt die Tickets für den Shibuya Sky kaufen. Sonst steht ihr genauso traurig wie ich vor dem Gebäude. Günstige Tickets hierfür findet Ihr bei Klook:
▶ Shibuya Sky-Ticket bei Klook*
MAG8 Rooftop-Lounge – die günstige Alternative
Nun musste eine Alternative her. Ich habe im Vorfeld viel von Cafés gehört, von denen man hinunterschauen könnte. Bei den vielen Menschen hielt ich die Wahrscheinlichkeit, am Fenster einen Platz zu bekommen, allerdings für gering. Wir entschieden uns somit für die Aussichtsplattform im Magnet Building. Hierbei handelt es sich um eine Rooftop-Lounge, die sich direkt oberhalb der Shibuya Crossing befindet.

Der Eintritt zur Lounge kostet 1.800 YEN (11 EUR) pro Person und beinhaltet allerdings ein kostenloses Getränk nach Wahl. Wir haben uns für ein Bier und einen Cocktail entschieden. Über einen Aufzug gelangt man in den 8. Stock und dort zum Eingang der Rooftop-Lounge. Aufgebaut ist der Eingang ein wenig wie eine Beach-Bar. Die Lounge besteht aus einem Innenbereich mit Sitzgelegenheiten, einer Außenterrasse und einem weiteren Raum. Von außen und innen kann man das Treiben auf der Kreuzung perfekt und entspannt beobachten.



Wir haben die Zeit auf der Aussichtsterrasse sehr genossen. Die Stimmung war entspannt und nicht überfüllt. Es gab keine Zeitbeschränkung und es war immer ein Platz an der Front der Terrasse frei. Im kleinen Extra-Raum war es irgendwie urig, man fühlte sich wie in einem abgerockten Jugendclub. Auch von dort konnte man auf die Kreuzung hinabblicken.


Weitere kostenlose Varianten
Neben den kostenpflichtigen Terrassen gibt es auch einige Möglichkeiten, einen Blick auf die Shibuya-Kreuzung von oben zu erhalten, die wenig oder gar nichts kosten. Einige Cafés und Restaurants bieten Sitzplätze an der Fensterfront. Hierzu zählt beispielsweise der Starbucks. Ganz kostenlos geht es auch von dem Fußgängerüberweg an der Shibuya Station. Durch die Scheiben einer Glasfront kann man dort hinab auf die Kreuzung blicken.
Geführte Touren zur Shibuya Kreuzung
Bisher habe ich bei meinen Urlauben meist die Ausflüge über GetYourGuide* gebucht. Diese sind in Japan auch vertreten und ich habe auch Tickets darüber gebucht. Allerdings gibt es in Asien zwei weitere Anbieter, die häufig bessere Angebote haben: Klook.com* und Trip.com*.
Klook bietet wie GetYourGuide eine Vielzahl von geführten Touren und Eintrittskarten an und hat überwiegend eine größere Auswahl und günstigere Preise in Asien. Trip.com ist zusätzlich perfekt, um Bahntickets zu buchen. Wir haben hier unsere Fahrkarten für die KTX Zugfahrt von Seoul nach Busan gebucht und dies war der einzige Anbieter, der eine Sitzplatzreservierung in der APP möglich gemacht hat. Auch die Tickets* für den Zug vom Tokio Airport in die Stadt waren über Klook am günstigsten.
Die Shibuya Crossing ist bei Klook auch in mehreren Touren enthalten. Besonders Kart- und Kneipentouren sind besonders beliebt:
- Street-Go-Kart-Erlebnis in Shibuya mit dem Original Street Kart*
- Go kart experience in Shibuya by Shibuya Kart*
- Shibuya Go Karting Experience by Akiba Kart Shibuya*
- Shibuya Local Bar & Izakaya Crawl Abendtour in Tokio*
- Shibuya Bar Hopping Night Tour in Tokio*
Fazit zur Shibuya Crossing
Die Shibuya Crossing war ein einmaliges Erlebnis in Tokyo. Es ist irgendwie eine Sehenswürdigkeit der anderen Art. Ich bin kein großer Fan von Menschenmassen und Tokio war somit recht grenzwertig und die Shibuya Crossing ohnehin. Aber gerade deswegen war es toll. Man muss es einfach mal erlebt haben, in diesem Menschenstrom mitzuschwimmen.
Leider konnten wir nicht auf den Shibuya Sky, aber die Alternative mit der Aussichtsplattform auf dem Magnet Gebäude war absolut perfekt. Entspannt, recht günstig und die Aussicht war super. Der Besuch an der Shibuya Crossing zählt für mich bei einem Besuch in Tokio zum Pflichtprogramm.
Natürlich ist das eine typische Touristenattraktion und die meisten Menschen, die die Kreuzung überqueren, sind zu touristischen Zwecken dort und machen Fotos und Videos. Um das typische Feeling zu erleben, muss aber auch etwas los sein an der Kreuzung, denn sonst wäre es langweilig. Wir haben später, gegen 20:30 Uhr auch gemerkt, dass es langsam ruhiger wurde. Vermutlich sind zur Berufsverkehrszeit und zum Beginn der Dunkelheit die meisten Menschen an der Shibuya Crossing.


Tipps für Tokio
- Bei Klook könnt Ihr den Klook Pass kaufen, welcher für den Großraum Tokio gültig ist. Er ist in verschiedenen Varianten erhältlich und kann Euch Geld bei Attraktionen sparen:
- Wenn du in Japan mehrere längere Strecken planst – vor allem mit dem Shinkansen – lohnt sich ein genauer Blick auf den Japan Rail Pass. Ich habe 2025 selbst den 7-Tage-Pass genutzt und damit tatsächlich Geld gespart. Gleichzeitig war es deutlich entspannter, weil ich mich vor Ort nicht ständig um einzelne Tickets kümmern musste.
- Ein Hotel in Tokio zu finden, ist ein schwieriges Unterfangen. Wir haben im Tokyo Bay Shiomi Prince Hotel übernachtet und können dies uneingeschränkt weiterempfehlen. Lest hier meine ausführliche Hotelbewertung:
- In Tokio steht an jeder zweiten Straßenecke ein Getränkeautomat. Es ist somit nicht notwendig, etwas zu trinken mitzunehmen, und die Preise sind sehr günstig.
- Ähnlich wie in Südkorea findet man auch in Tokio nicht viele Mülleimer. Stellt Euch somit darauf ein Euren Abfall mitzunehmen.
- Taxipreise in Tokio sind extrem teuer und somit nur zu empfehlen, wenn es nicht anders geht.
- Die U-Bahn fährt nichts nachts. Achtet somit darauf, dass ihr nicht nachts die letzte Bahn verpasst. Taxen haben nämlich zusätzlich zum hohen Preis auch noch einen Nachtzuschlag. Besonders bei einem Besuch an der Shibuya Crossing am Abend kann die Zeit schnell vergehen.
- WLAN gibt es eigentlich überall, allerdings ist die Verbindung meist nicht wirklich gut. Zusätzlich muss man sich jedes Mal in einem neuen WLAN einloggen. Ich empfehle daher, einen mobilen Datentarif zu buchen. Wir haben zwei unterschiedliche Datentarife genutzt und waren mit beiden sehr zufrieden:
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- Wenn Ihr auch gerne Reiseführer lest, hier eine kleine Auswahl für Tokio:
- Tickets für die Shinkansen sind bei JR zu finden. Hier gibt es eine breite Auswahl an verschiedenen regionalen Pässen oder auch den Japan Rail Pass für ganz Japan. Ja nachdem wieviele Strecken ihr fahren wollt, könnt Ihr damit Geld sparen. Wir haben uns 2025 für den Japan Rail Pass entschieden.
- Wie findet ihr das Kofferpacken? Nervig oder freut Ihr euch darauf? Eine kleine Hilfestellung kann Euch vielleicht meine Packlisten geben:
- Bei diesem Thema spielt natürlich das Reisezubehör eine wichtige Rolle. Nachfolgend meine sinnvollsten Reise-Gadgets und eine Auswahl an Produkten, die speziell für einen Flug super geeignet sind:
- Reise-Gadgets / Meine TOP 15
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