Heidelberg Bergbahn – Schloss und Königstuhl

Die historische Bergbahn zum Königstuhl

Heidelberg Bergbahn – Schloss und Königstuhl

Mit der Heidelberg Bergbahn gelangt man bequem zum Schloss und zum Königstuhl auf knapp 550 Metern Höhe. Bis ganz nach oben fährt man sogar mit einer historischen Bahn, was definitiv ein Erlebnis darstellt. Am Königstuhl wird man mit einer wunderschönen Aussicht über ganz Heidelberg belohnt. Alternativ dazu kann man aber auch über die Himmelsleiter zu Fuß hinauf oder hinabsteigen. Lest in diesem Reisebericht alles zu meinen Erfahrungen mit den Heidelberg Bergbahnen.

Mein Tag in Heidelberg

An einem Sonntag im Mai entschied ich mich ganz spontan, einen Tagestrip nach Heidelberg zu unternehmen. Von mir zu Hause sind es nur etwa 110 km und somit eine gute Stunde Fahrt. Trotz dieser kurzen Entfernung war ich bisher nie in Heidelberg gewesen, daher war es an der Zeit.

Ich verbrachte den Tag mit Wanderungen und einem Stadtrundgang durch die Altstadt. Allerdings wollte ich die tolle Stadt auch von oben sehen. Die Aussicht vom Philosophenweg war zwar bereits beeindruckend, aber durch die Heidelberger Bergbahn kommt man noch höher hinauf.

Einen Überblick über meinen Kurztrip nach Heidelberg findest du hier:

Ein Tag in Heidelberg

Blick auf Heidelberg

Die Heidelberg Bergbahn

Die Heidelberger Bergbahn ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Heidelberg und die Historie geht weit in die Vergangenheit zurück. Hier ein kleiner Einblick in die Errichtung der Bahnen:

Jan. 1873

Erste Planungen

Bereits im Jahr 1873 begannen die ersten Planungen zum Bau einer Bergbahn

Jan. 1873
Aug. 1888

Baubeginn

Der Bau für die untere Bergbahn startete

Aug. 1888
Jan. 1890

Eröffnung der Bergbahn

Die untere Bergbahn wurde eröffnet und beförderte im ersten Jahr knapp 190.000 Fahrgäste.

Jan. 1890
Juni 1907

Bau der oberen Bergbahn

1907 wurde die obere Bergbahn eröffnet, welche nach Sanierung aktuell noch immer im Einsatz ist.

Juni 1907

Die Standseilbahn führt einen auf bequeme und aufregende Art hinauf zum Schloss und dem Aussichtspunkt Königstuhl. In kurzer Zeit erhält man damit eine phänomenale Aussicht auf das Neckartal und kann bei gutem Wetter sogar bis in den Elsass blicken.

Ausblick vom Königstuhl

Stationen der Heidelberg Bergbahn

Insgesamt gibt es vier Stationen der Heidelberger Bergbahnen:

Kornmarkt

Direkt in der Altstadt befindet sich die Talstation Kornmarkt. Von der alten Brücke ist man zu Fuß in 5 Minuten an der Talstation und schlendert dabei durch die schönen Straßen der Heidelberger Altstadt.

Bergbahnen Heidelberg

Schloss

Die untere Bahn führt von der Station Kornmarkt über das Schloss bis zur Molkenkur. Man kann am Schloss einfach aussteigen oder sitzenbleiben und weiter bis zur Molkenkur fahren und umsteigen.

Das Heidelberger Schloss

Molkenkur

Hier kann man in die historische Bergbahn umsteigen oder mit einer Wanderung starten. Direkt an der Station gibt es ein kleinen Café, von wo man die Aussicht genießen kann.

Heidelberg Molkenkur Zwischenstation Bergbahn

Königstuhl

Bis zum Gipfel gelangt man mit der oberen historischen Bergbahn. Auf 567,8 Meter Höhe wird man mit einer traumhaften Aussicht auf Heidelberg belohnt.

Königstuhl Station in Heidelberg

Öffnungszeiten und Fahrplan

Es gibt einen Sommer- und Winterfahrplan der Heidelberger Bergbahn. Grob gesagt hat die Bahn in den Sommermonaten (März-Oktober) von 09:00 – 20:00 Uhr geöffnet und im Winter von 09:00 – 17:00 Uhr. Genaue Zeiten und eine Übersicht des exakten Fahrplans findet ihr auf der Website der Heidelberger Bergbahnen: Fahrplan Heidelberger Bergbahn

Wie viel kostet die Bergbahn in Heidelberg?

Vor dem Fahrtantritt könnt ihr euch entscheiden, wo ihr hinfahren möchtet. Dabei habt ihr folgende Möglichkeiten:

Kornmarkt – Königstuhl

Diese Variante beinhaltet die Fahrt mit beiden Bahnen bis ganz hinauf zum Königstuhl

Preise:

Einzel: 10 € / Hin+Rück: 16 €

Kornmarkt – Schloss – Molkenkur

Hiermit könnt ihr mit der unteren Bahn fahren. Der Preis beinhaltet Hin- und Rückfahrt.

Preise:

Hin+Rück: 9 €

Alle Karten beinhalten den Eintritt in den Schlosshof, den Fasskeller und in das Deutsche Apotheker-Museum. Es gibt einige Vergünstigungen beispielsweise für Kinder, Gruppen oder Familien. Eine genaue Übersicht über die Preise der Tickets findet ihr hier: Tarife der Heidelberger Bergbahn

Die Tickets können direkt vor Ort am Ticketschalter gekauft werden.

Meine Fahrt mit der Bergbahn Heidelberg

Nach der Wanderung auf dem Philosophenweg bin ich direkt von der alten Brücke zur Bergbahn gelaufen, um zum Königstuhl hinaufzufahren. Ich kaufte mir direkt das Kombiticket für 16 EUR, welches die Hin- und Rückfahrt beinhaltete. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich die Rückfahrt nicht antreten werde….

Die untere Bahn hielt zuerst am Schloss, wo die meisten Passagiere ausgestiegen sind. Bis zur Molkenkur sind nur wenige Personen weitergefahren und somit war es plötzlich sehr leer. In der Bahn gibt es einige Sitzplätze, aber die meisten Passagiere stehen. Es war meine zweite Fahrt mit einer Standseilbahn und es war erneut ein Erlebnis. Bei meiner ersten Fahrt in Bergen mit der Floibanen war ich bereits schwer beeindruckt und dieses Gefühl hielt in Heidelberg an.

Die historische Bergbahn

Am Molkenkur kann man aussteigen oder wieder zurückfahren zur Talstation. Ich wechselte die Bahn, denn ganz hinauf fährt nur die historische Bergbahn. Nach einer langen Wartezeit kam sie den Berg hinunter.

Puh, diese Bahn war schon wirklich historisch. Alle Türen mussten mit der Hand geöffnet werden und es war definitiv ein großer Unterschied zur ersten unteren Bahn. In der historischen Bahn sind viele Sitzplätze vorhanden, allerdings mussten auch ein paar Passagiere stehen.

Heidelberger Bergbahn

Die Fahrt dauert 9 Minuten und geht sehr steil den Berg hinauf. Man überwindet dabei 260 Meter Höhenunterschied bei einer Streckenlänge von 974,50 Metern. Diese Fahrt empfand ich als sehr aufregend, da die Bahn so alt ist. Man spürt die Kräfte, die wirken und hat zwischendurch Zweifel, ob die Bahn das wirklich schafft, uns den Berg hinaufzuziehen. Darüber nachzudenken, ob die Bremsen wirklich halten, sollte man lassen…😉 Die Aussicht war schon phänomenal und ich freue mich auf die Aussicht von Königstuhl.

Am Königstuhl kann man zum einen natürlich die Aussicht genießen, aber auch eine Reihe von Aktivitäten wahrnehmen. Man kann durch eine Scheibe in den Maschinenraum der Bergbahn blicken und sich über die Technik informieren. Ein Kiosk bietet Getränke und Snacks und zusätzlich gibt es noch einen Walderlebnispfad, eine Falknerei, ein Märchenparadies und verschiedene Wanderwege.

Oben angekommen kann man sogar im Berggasthof Königstuhl übernachten. Vermutlich ist das die Unterkunft mit der besten Aussicht in ganz Heidelberg. Zusätzlich sind die Zimmer modern und es ist sogar ein Wellnessbereich im Hotel vorhanden. Schade, dass ich wieder nach Hause musste. Hier könnt Ihr Euch das Hotel anschauen: Berggasthof Königstuhl*

Wartezeit für die Heidelberg Bergbahn

Am Ticketschalter ist eine Informationstafel, an der die Wartezeit angeschrieben steht. Bei meinem Besuch stand dort: „Unter Bahn 10, Obere Bahn 20“. Da am Schalter nicht sehr viel los war und vor mir auch nur eine kleine Schlange wartetet, konnte ich mir nicht vorstellen, dass es wirklich 30 Minuten bedeuten sollte. 😉

Nach dem Schalter geht es erstmals weiter zu einem Wartebereich, hier kann man auf die Ankunft der nächsten Bahn warten. Über ein Drehkreuz wird gewährleistet, dass nicht mehr Personen in den Wartebereich gelangen, als in die Bahn passen. Sobald man das erste Drehkreuz passiert hat, kann man daher die nächste Bahn nehmen.

Diese Wartezeit war mit 10 Minuten angegeben, dies entsprach auch den Tatsachen und kam mir nicht besonders lang vor. Am Molkenkur musste ich dann in die historische Bergbahn umsteigen. Dies bedeutet erneut anstehen. Hier war die Zeit mit 20 Minuten angegeben und ich befürchte, dies hat noch nicht mal gereicht. Es sind zwei Bahnen im Einsatz und die reine Fahrt dauert 9 Minuten, somit dauert eine Warterunde etwa 10 Minuten bis zur nächsten Bahn. Bei mir kamen 3 Bahnen, bis ich endlich an der Reihe war.

Die Zeit hat sich definitiv gezogen und in Summe dauerte es fast eine Stunde, bis ich am Königstuhl angekommen bin. Dies hatte zur Folge, dass ich entschieden habe, den Rückweg zu Fuß zu gehen. Auf der Karte habe ich einen Wanderweg entdeckt, der „Himmelsleiter“ hieß. Dies hörte sich so interessant an, dass ich diesen Weg unbedingt testen wollte. Vermutlich war ich sogar damit schneller am Schloss als mit der Bahnfahrt. 😁

Alternative: Himmelsleiter

Die Himmelsleiter bezeichnet 1.200 Treppenstufen durch den Wald hinab oder hinauf bis zum Schloss. Dabei handelt es sich nicht um richtige Stufen, sondern um Felsstufen. Diese sind alle unterschiedlich groß und hoch, was zu einer Herausforderung beim Laufen wird. Der Weg führt dabei fast vollständig durch den Wald und man hat leider nicht sehr oft eine freie Sicht auf Heidelberg. Tatsächlich war der Weg bei mir recht stark frequentiert – ich war beeindruckt wie viele Menschen diesen Weg hinauf gingen. Ich war froh, mich für den Abstieg entschieden zu haben, denn manchmal hatte ich wirklich Mitleid mit den schnaufenden Menschen, die mir entgegengekommen sind.

Hier kommt Ihr zur Route der Himmelsleiter bei AllTrails: Himmelsleiter Heidelberg*

Der Weg war super, aber ich war froh, als ich das Schloss erreicht habe. Die Oberschenkel schmerzten und zitterten. Berg runter hört sich zwar einfach an, aber für die Beine ist das tatsächlich nicht ohne. Nach dem Ende der Himmelsleiter gelangt man nach einem kurzen Weg an der Straße direkt zum Heidelberger Schloss und kann dies besichtigen. Dies habe ich auch gemacht und bin von direkt zurück zur Altstadt gelaufen, um ein Eis zu essen.

Fazit zur Heidelberg Bergbahn

Meine Erfahrungen mit der Heidelberger Bergbahn waren super. Ich kann euch die Fahrt zum Königstuhl definitiv empfehlen, da sie nochmals viel spannender ist als die reine Fahrt mit der unteren Bergbahn bis zum Schloss. Die Wartezeit hat mich genervt, aber wenn man am Wochenende bei schönem Wetter in Heidelberg ist, muss man damit rechnen. Ihr könnt somit die angeschriebene Zeit am Eingang ernst nehmen. Schlussendlich war es jedoch positiv, denn ohne Wartezeit wäre ich vermutlich nicht die Himmelsleiter hinabgelaufen und hätte dieses Erlebnis verpasst.

Ich habe mich am Königstuhl nicht lange aufgehalten, aber mit Kindern hat man hier verschiedene Möglichkeiten. Für mich hat die Aussicht völlig gereicht und eine kurze Pause auf der großen Wiese mit dieser Aussicht hat mich bereits glücklich gemacht.

Ausblick auf Heidelberg vom Königstuhl

Ausflüge in Heidelberg

In Heidelberg gibt es viele weitere Ausflugsmöglichkeiten. Von Stadtrundgängen, Segway-Touren, Busfahrten bis hin zu Bootsfahrten ist hier alles möglich. Nachfolgend eine kleine Auswahl an Ausflügen, die bei GetYourGuide zu finden sind:

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Reisetipps für Heidelberg

  • Wenn ihr mehrere Sehenswürdigkeiten in Heidelberg besichtigen wollt, bietet sich vielleicht die Heidelbergcard für Euch an. Die Karte kann für eine unterschiedliche Anzahl an Tagen gekauft werden und beinhaltet viele kostenlose Leistungen. Wie beispielsweise freien Eintritt ins Schloss, kostenlose Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie weitere Ermäßigungen für Touren und Sehenswürdigkeiten. Schaut Euch am besten gleich die Details an und berechnet, ob Ihr mit der HeidelbergCard sparen könnt.
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  • In Heidelberg gibt es alle 50 bis 100 Meter eine öffentliche Toilette. Diese sind in der APP „Mein Heidelberg“ und auf Übersichtstafeln in der Stadt zu finden. Außerdem nimmt Heidelberg an der Aktion „Nette Toilette“ teil. Diese erkennt man an dem Aufkleber mit dem roten Quadrat im Eingangsbereich der einzelnen Betriebe. Auf dem Philosophenweg sieht es mit Toiletten allerdings schlecht aus. Hier müsst Ihr Euch leider gedulden, bis ihr wieder in der Stadt seid. In den Heidelberger Bergbahnen ist im Eingangsbereich eine Toilette zu finden.
  • Bei einem Ausflug nach Heidelberg bietet sich teilweise auch eine Übernachtung an. So könnt Ihr auch den Abend in der Heidelberger Altstadt verbringen. Eine Auswahl an Hotels findet Ihr hier:

Meine Empfehlungen

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