Eine Hundeschlittenfahrt in Finnland stand schon lange auf meiner Bucket-List. Durch verschneite Wälder fahren und dabei auf einem Schlitten von Huskys gezogen werden – traumhaft! Leider hatte es bei unserem Roadtrip durch Kanada vor ein paar Jahren nicht geklappt. Während unserer Winterreise durch Finnland haben wir uns den Wunsch einer Huskytour schließlich erfüllt und eine 4‑h-Lunch-Tour bei Finn-Jann gebucht. Die Vorfreude war riesig und so viel vorweg: Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt!
In diesem Beitrag erfährst du alles zu meinen Erfahrungen auf dem Hundeschlitten bei Finn-Jann in Finnland. Wie lief die Tour wirklich ab? Wie war der Umgang mit den Hunden? War es sehr kalt? Und natürlich die wichtigste Frage: Hat sich die Tour für den Preis wirklich gelohnt?
Unsere Winterreise nach Finnland
Ende Februar 2026 haben wir eine Woche im finnischen Winter verbracht. Von Helsinki ging es zunächst mit dem Zug nach Oulu und anschließend mit dem Mietwagen mitten in verschneite Landschaften, Wildnis und absolute Ruhe.
Während unserer Reise standen vor allem Natur- und Winteraktivitäten im Mittelpunkt. Wir waren Schneeschuhwandern, mit dem Snowmobil unterwegs und haben sogar Nordlichter direkt an unserer Unterkunft gesehen. Die Hundeschlittenfahrt bei Finn-Jann war dabei eines der absoluten Highlights der Reise.
Einen ausführlichen Bericht zu unserer kompletten Finnlandreise findest du hier: ▶ Finnland Urlaub im Winter – Meine Winterreise
Bucket List: Mit dem Hundeschlitten durch Finnland
Hundeschlittentouren sind wahrscheinlich eines dieser Erlebnisse, die fast jeder irgendwann einmal machen möchte. Für viele gehört eine Huskytour im Norden Finnlands zu den typischen Bucket-List-Erlebnissen. Egal, wem ich von unseren Plänen erzählt habe – es kam meist die gleiche Reaktion: „Oh ja, Hundeschlittenfahren in Lappland, das möchte ich auch mal machen!“
Schon während unseres Kanada Roadtrips hatten wir darüber nachgedacht, uns damals jedoch dagegen entschieden. Einerseits waren die Touren extrem teuer, andererseits hatte ich immer etwas Sorge, wie gut die Hunde wirklich behandelt werden und ob ich so etwas überhaupt mit meiner Tierliebe vereinbaren kann.
Genau deshalb war für mich klar, dass ich nicht einfach irgendwo buchen möchte, sondern bei der Wahl der Huskyfarm im Vorfeld recherchieren will.
Über Finn-Jann
Finn-Jann ist eine familiengeführte Huskyfarm bei Taivalkoski, in der Nähe des Sköte-Nationalparks, in Finnland. Die Farm existiert bereits seit den 1990er Jahren und beherbergt heute rund 90 Huskys, überwiegend Alaskan Huskies. Angeboten werden verschiedene Touren – von kürzeren Hundeschlittentouren bis hin zu mehrtägigen Huskytouren mit Übernachtung. Hierfür stehen eigene Hütten in der Wildnis für eine oder mehrere Übernachtungen bereit.

Warum wir uns für Finn- Jann entschieden haben
Die gesamte Außendarstellung von Finn Jann wirkt sehr offen und authentisch. Auf der Website und in den sozialen Medien bekommt man Einblicke in den Alltag auf der Huskyfarm und in die Arbeit mit den Hunden.
Neben persönlichen Empfehlungen war genau das für uns ein wichtiger Punkt bei der Auswahl einer geeigneten Huskyfarm in Finnland. Gerade beim Thema Tierwohl wollten wir unbedingt darauf achten, dass die Hunde gut behandelt werden und es kein reiner Massentourismus ist. Ich wollte einen kleinen Anbieter, der seine Hunde auch wirklich kennt.
Wir waren allerdings recht spontan in Finnland unterwegs und genau diese Reisezeit war natürlich Hauptsaison für Huskytouren in Lappland. Vorab haben wir uns mehrere Huskyfarmen in der Umgebung online angeschaut und uns über Instagram und den jeweiligen Websites informiert. Zusätzlich haben wir mit unserer Vermieterin Salme gesprochen und nach persönlichen Empfehlungen gefragt. Auch bei Visit Taivalkoski haben wir uns Tipps für eine gute Hundeschlittenfahrt in Finnland geholt.
Drei Anbieter kamen letztlich in die engere Auswahl, die freien Termine waren allerdings rar gesät. Bei Finn-Jann haben wir schließlich noch einen freien Platz bekommen und konnten die Tour zeitlich perfekt mit unserer Rückfahrt nach Oulu verbinden. Nachdem wir schon Polarlichter gesehen hatten, sollte die Huskyschlittenfahrt das zweite Highlight der Reise sein.
Tourangebote der Huskyfarm Finn-Jann
Bei Finn Jann werden verschiedene Huskytouren angeboten. Zur Auswahl stehen unter anderem zwei Tagestouren: die Coffee Tour mit etwa 12 Kilometern sowie die längere Lunch Tour mit rund 25–30 Kilometern inklusive Mittagessen. Zusätzlich werden Overnight-Touren und mehrtägige Safaris angeboten.
Wir haben uns für die 4h Lunch Tour entschieden, da das für uns die perfekte Länge und Kombination aus Hundeschlittenfahren und Zeit mit den Hunden verbringen war.
Genauere Informationen zu den einzelnen Touren findest du auf der Website von Finn Jann.
Buchung der Hundeschlittenfahrt in Finnland
Die Buchung verlief komplett unkompliziert und war direkt über Instagram-Nachricht möglich. Alternativ kann man auch anrufen oder eine E‑Mail schicken.
Da wir sehr spontan unterwegs waren, hatten wir ehrlich gesagt etwas Sorge, überhaupt noch einen freien Platz für eine Huskytour in Finnland zu bekommen. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass es bei Finn Jann noch geklappt hat. Ich empfehle euch daher, frühzeitig nach freien Terminen zu schauen.
Lage und Anreise
Die Huskyfarm Finn Jann liegt etwas außerhalb von Taivalkoski. Die genaue Adresse lautet:
Finn-Jann Huskyfarmi Oy
Raappanansuontie 61
93400 Taivalkoski
Finnland
Die Anfahrt war auch im Winter problemlos möglich, wobei auf der Zufahrtsstraße deutlich mehr Schnee lag als auf den Hauptstraßen. Parkplätze waren direkt auf dem Gelände vorhanden.
Hundeschlitten Lunch-Tour bei Finn-Jann im Überblick
Bevor ich genauer auf unsere Erfahrungen mit der Hundeschlittenfahrt eingehe, hier die wichtigsten Informationen zur Tour im Überblick:
- Tour: Lunch Tour
- Preis: 270 € pro Person
- Dauer: etwa 4 – 4,5 Stunden
- Strecke: ca. 25–30 Kilometer
- Reine Fahrzeit: etwa 2 Stunden
- Ort: nahe Taivalkoski in Finnland
- Gruppengröße bei uns: insgesamt 3 Gäste mit zwei Schlitten
- Hunde pro Schlitten: 6 Huskys
- Unsere Rollenverteilung: Mein Partner ist gefahren, ich war Mitfahrerin.
- Im Preis enthalten waren außerdem ein Lunch mitten in der Wildnis, sowie warme Getränke und Snacks nach der Tour.
Meine Erfahrungen bei der Hundeschlittenfahrt
Ich war schon etwas aufgeregt und gleichzeitig voller Vorfreude. Nachdem wir morgens aus der Villa Salme ausgecheckt und unser Gepäck im Auto verstaut haben, machen wir uns auf den Weg zu Finn-Jann.
Ankunft bei der Huskyfarm
Wir waren etwas zu früh vor Ort, wurden aber direkt freundlich begrüßt und konnten drinnen im Warmen warten. Dort gibt es einen richtig schönen Aufenthaltsbereich, der wie ein gemütliches Restaurant wirkt. Dort konnten auch Souvenirs gekauft werden. Während wir auf die restliche Gruppe gewartet haben, bekamen wir einen warmen Kaffee und haben bereits viele Informationen zu den Hundeschlittentouren erhalten.




Kleidung und Vorbereitung
Vor Beginn der Tour wurden wir gefragt, ob wir zusätzliche Kleidung benötigen oder lieber unsere eigene Winterkleidung nutzen möchten. Da es an diesem Tag nur knapp unter 0 Grad war und wir bereits gut ausgestattet waren, haben wir uns für unsere eigene Kleidung entschieden.
Allerdings bekamen wir direkt den Hinweis, dass die Hunde während der Fahrt natürlich auch ihr Geschäft machen und die Kleidung dadurch schmutzig werden oder unangenehm riechen kann. Wer das nicht möchte, für den steht Winterkleidung kostenlos zur Verfügung und kann im Vorraum ausgesucht werden.
Einweisung ins Hundeschlittenfahren in Finnland
Sobald die Gruppe vollständig war, ging es nach draußen zur Einweisung ins Hundeschlittenfahren. Offen gesagt war ich in diesem Moment ganz froh, nur Mitfahrerin zu sein, denn es gab doch einige Dinge, auf die man beim Fahren achten muss.
Besonders wichtig waren folgende Regeln:
- niemals vom Schlitten absteigen
- niemals die Hände vom Schlitten nehmen
- bergab immer mitbremsen
- bergauf die Hunde aktiv unterstützen
- sich in die Kurven lehnen
Alle wichtigen Punkte werden einem anschaulich an einem Schlitten vorgeführt und ausführlich erklärt.
Die ersten Meter mit dem Hundeschlitten
Insgesamt waren wir mit fünf Personen unterwegs: drei Teilnehmer und zwei Mitarbeiter von Finn-Jann. Wir beide waren zusammen auf einem Schlitten unterwegs. Der andere Teilnehmer wollte nur mitfahren, deshalb ist dort eine Mitarbeiterin von Finn-Jann gefahren. Zusätzlich fuhr die Tochter des Inhabers mit einem Snowmobil vorneweg.


Nach der Einweisung gingen wir direkt zu den Hunden. Die beiden Schlitten standen schon bereit und die Huskys waren bereits angespannt. Ich nahm auf dem Schlitten Platz und mein Partner stellte sich hinten auf die Kufen. Eigentlich wollte ich noch einmal kurz durchatmen, vielleicht noch schnell ein Foto machen und mich häuslich auf dem Schlitten einrichten. Aber was soll ich sagen …? Die Hunde hatten scheinbar andere Vorstellungen! So schnell konnten wir gar nicht schauen, da liefen sie schon los! Sie wollten laufen – und zwar sofort.
Da waren wir also: mitten in unserer Huskytour durch den Norden Finnlands. Ich war sprachlos!
Dieses Gefühl war einfach unbeschreiblich. Einerseits komplett faszinierend und aufregend, andererseits war ich am Anfang aber alles andere als entspannt. Man hatte ständig Sorge, etwas zu vergessen oder falsch zu machen. Gleichzeitig war aber auch schnell klar, dass die Hunde wissen, was sie machen und wo sie langlaufen müssen.
Strecke und Landschaft
Die Strecke führte größtenteils durch schneebedeckte Wälder, zwischendurch aber auch über offene Flächen, vermutlich zugefrorene Seen. Mal ging es bergauf, mal bergab und immer wieder durch Kurven.




Das Snowmobil fuhr meistens so weit voraus, dass wir es gar nicht mehr gesehen haben. Genau das war aber auch gewollt, damit man nicht ständig direkt hinter einem Fahrzeug herfährt, sondern das Gefühl hat, wirklich alleine mit den Huskys durch die finnische Winterlandschaft unterwegs zu sein. Und das war definitiv der Fall.


Trotzdem wurde immer wieder nach dem Rechten geschaut und wir haben uns während der gesamten Tour gut betreut gefühlt. Nach etwa einer Stunde erreichten wir schließlich eine kleine Hütte mitten in der Natur, wo wir Mittagspause machten.
Die Hunde hatten nun erst mal Pause und wir endlich Zeit, die Huskys in Ruhe zu streicheln und mit ihnen zu kuscheln. Darauf habe ich mich den ganzen Morgen schon gefreut. Die Schlittenhunde wirkten entspannt und kamen mit Freude zu uns. Ich hatte gar keine Lust auf Mittagspause und wollte am liebsten ununterbrochen bei den Hunden bleiben. Sie waren so süß!!! Aber auch sie benötigten jetzt eine Pause, immerhin waren sie die letzte Stunde durch den Schnee gerannt.



Während die Huskys sich ausruhten, gab es für uns Mittagessen am offenen Feuer. Serviert wurden Pilzsuppe, Sandwiches, Würstchen, heißer Saft, Tee und Kekse. Alles wurde direkt am Feuer zubereitet und gegessen, was perfekt zur finnischen Kultur passt. Gleichzeitig haben wir viele interessante Informationen über die Farm und die Arbeit mit den Huskys erfahren.




Die Pause war wirklich sehr gemütlich und perfekt, um sich ein wenig am Feuer aufzuwärmen. Nach dem Mittagessen ging es ungefähr genauso lange auf dem Hundeschlitten weiter durch die finnischen Wälder, bevor wir schließlich wieder zurück auf der Huskyfarm angekommen sind. Ein Fahrertausch ist nach der Mittagspause auch problemlos möglich, ich fand es allerdings im Schlitten sehr bequem und bin dort geblieben.
Nach der Tour hatten wir nochmals Zeit mit den Hunden, bevor es zurück ins Gebäude ging. Dort war bereits ein kleines Buffet mit heißen Getränken und Keksen aufgebaut. Gemütlich saßen wir noch eine ganze Weile zusammen, haben uns wieder aufgewärmt und über die Huskys gesprochen. Besonders spannend waren die vielen Einblicke in das Leben der Hunde und die Arbeit auf der Huskyfarm. Es war ein netter Ausklang einer tollen Tour und leider auch fast das Ende unseres Winterurlaubs in Finnland.

Körperliche Anstrengung beim Fahren
Mein Partner kam beim Fahren schon ziemlich ins Schwitzen. Sobald es bergauf ging, musste er aktiv mithelfen und den Schlitten mit einem Bein anschieben – ein bisschen wie beim Tretrollerfahren.
Generell ist man die ganze Zeit angespannt und konzentriert, vor allem am Anfang, wenn alles noch sehr neu ist. Auch das Mitlenken in den Kurven war deutlich anstrengender als erwartet. Nach kurzer Zeit hatte sich das Ganze aber gut eingespielt und das Fahren unglaublich viel Spaß gemacht.
Vor der Tour hätten wir nicht gedacht, dass eine Hundeschlittenfahrt auch für den Fahrer anstrengend sein kann.
Meine Erfahrung als Mitfahrerin
Ich saß dagegen eher gemütlich im Schlitten und meine Hauptaufgabe bestand darin, Fotos zu machen. 😄
Allerdings war ich überrascht, wie kalt es auf Dauer werden kann. Ich hatte keine Decke über mir und saß auch nicht in einem geschützten Wärmesack. Durch die fehlende Bewegung und den Fahrtwind wurde es selbst bei nur etwa -2 Grad irgendwann ziemlich frisch. Zum Fotografieren musste ich außerdem die dicken Handschuhe ausziehen.
Trotz der Kälte war das Gefühl, auf dem Schlitten zu sitzen und sich von den Huskys durch die verschneite Landschaft ziehen zu lassen, einfach unbeschreiblich schön. Ein ganz besonderes Erlebnis!


Umgang mit den Hunden bei Finn-Jann
Während der gesamten Tour hat man gemerkt, wie nah die Mitarbeiter den Hunden stehen. Die Huskys wirkten nicht einfach wie „Arbeitstiere“, sondern eher wie ein Teil der Familie. Jeder Hund hat einen eigenen Namen und wurde auch immer direkt so angesprochen.
Besonders interessant fand ich die Gespräche über das Leben der Huskys außerhalb der Touren. Wir haben erklärt bekommen, wie die Hunde im Sommer leben und wie wichtig das Training vor der Wintersaison ist. Gleichzeitig wurde aber auch betont, dass erst bei ausreichend niedrigen Temperaturen trainiert wird, damit die Hunde nicht unter der Wärme leiden.


Generell hatte ich während der gesamten Huskytour ein wirklich gutes Gefühl, was das Tierwohl und den Umgang mit den Hunden angeht.
Woran erkennt man eine gute Huskyfarm?
Das ist eine schwierige, aber gleichzeitig extrem wichtige Frage. Gerade bei einer Aktivität mit Tieren sollte man sich vorher mit dem Anbieter beschäftigen und nicht einfach blind buchen.
Ich persönlich habe mich vorab über mehrere Kanäle informiert. Einerseits über Bewertungen im Internet, andererseits aber auch über persönliche Empfehlungen. Zusätzlich habe ich mir die öffentliche Darstellung der Huskyfarmen genau angeschaut – also die Website und die sozialen Medien.
Für mich waren primär folgende Punkte wichtig: Wie offen gehen sie mit dem Thema um? Geben sie Einblicke in ihren Alltag und die Arbeit mit den Huskys? Oder sieht man nur Werbebilder?
Auch die Erfahrung der Farm spielt meiner Meinung nach eine Rolle. Wie lange gibt es den Anbieter bereits? Außerdem kann manchmal eine kurze Nachfrage oder ein persönliches Gespräch helfen, ein besseres Gefühl zu bekommen.
Video zur Huskytour bei Finn Jann
Zur Huskytour bei Finn Jann habe ich auch ein kleines Video zusammengeschnitten. Dort bekommst du einen Einblick in die Strecke und Atmosphäre während der Tour.
Zusätzlich sprechen wir auch in unserem Podcast Allein unter Eichhörnchen von unserem Finnland-Urlaub. Dort werden Stück für Stück weitere Episoden erscheinen. Hör einfach mal rein:
▶ Finnland Podcast – unsere Erfahrungen aus dem Winterurlaub
Mein persönliches Fazit zur Hundeschlittenfahrt in Finnland
Bucket-List = Check! Ich bin wirklich froh, dieses Erlebnis endlich gehabt zu haben, denn die Hundeschlittenfahrt in Finnland war für mich etwas ganz Besonderes.
Natürlich waren die süßen Huskys selbst das Highlight der Tour, aber auch die Mitarbeiter hatten einen großen Anteil daran, dass dieser Tag so schön war. Dass Finn-Jann eine familiengeführte Huskyfarm ist, merkt man sofort. Man bekommt hier nicht einfach nur eine Huskytour, sondern ein komplettes Erlebnis drumherum.
Der gemütliche Aufenthaltsbereich, das gemeinsame Zusammensitzen mit warmen Getränken und Keksen und die entspannte Atmosphäre haben die Tour individuell und persönlich gemacht. Gleichzeitig hatte man nie das Gefühl, einfach schnell „durchgeschleust“ zu werden. Es war immer Zeit für Gespräche und natürlich auch für die Hunde.
Einziger Kritikpunkt wäre, dass es als Mitfahrer schnell kalt werden kann. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass ich entweder eine Decke habe oder in so einem Sack sitze. Dies war aber nicht der Fall und durch Fahrtwind und die fehlende Bewegung friert man doch recht schnell. Meine Handwärmer* waren da wirklich hilfreich.
Sicherlich ist eine Hundeschlittenfahrt in Finnland kein günstiges Vergnügen. Wir haben für die 4h Lunch Tour 270 € pro Person bezahlt und mehrtägige Touren liegen schnell im vierstelligen Bereich. Trotzdem darf man nicht vergessen, was hinter so einer Tour steckt. Die Huskys können nur in den kalten Wintermonaten eingesetzt werden und die gesamte Arbeit rund um die Hunde läuft das ganze Jahr über weiter. Am Ende empfanden wir den Preis fair.
Für uns war die Huskytour bei Finn Jann definitiv das größte Highlight unserer Finnland Reise.

Tipps für deine Huskytour in Finnland
- Warme Schuhe und Kleidung: Denkt an warme Kleidung und am besten auch Wärmesohlen* und Handwärmer*. Man ist eine lange Zeit der Kälte ausgesetzt und darf das auf keinen Fall unterschätzen.
- Frühzeitig reservieren: Gerade im Winter sind viele Huskytouren in Finnland schnell ausgebucht. Wir waren sehr spontan unterwegs und hatten bei Finn Jann ehrlich gesagt etwas Glück.
- Die Tour ist aktiver als man denkt: Vor allem der Fahrer wird schon etwas gefordert. Habt aber keine Angst vor dem Fahren, es macht wirklich Spaß.
- Nicht die kürzeste Tour buchen: Wenn Ihr Zeit mit den Huskys verbringen möchtet, lohnt es sich, eine längere Tour zu buchen. Richtig intensiv wird es bei einer Mehrtagestour, weil man dann noch mehr vom Leben mit den Huskys mitbekommt.
- Mit schmutziger Kleidung rechnen: Es kann passieren, dass eure Kleidung etwas schmutzig wird oder nicht ganz so gut riecht nach der Schlittenhundetour. Ihr könnt aber auch Kleidung ausleihen.
FAQ zum Husky-Schlittenfahren
Meine Empfehlungen für deinen Finnland Urlaub
Für eine Winterreise nach Finnland gibt es ein paar Dinge, die ich dir empfehlen kann.
- Reiseführer für Finnland: Besonders hilfreich fand ich den Iwanowski’s Reiseführer Finnland, der einen guten Überblick über das Land gibt. Wenn du eine längere Rundreise durch Skandinavien planst – zum Beispiel mit dem Camper – lohnt sich auch „Durch Lappland im Winter“. Hier kannst du dir die Reiseführer anschauen:
- Mietwagen in Finnland vergleichen: Die Preisunterschiede bei Mietwagen können enorm sein – je nach Region und Anbieter. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, die Preise vorab online zu vergleichen.
- Wir haben eine Woche in der Villa Salme übernachtet und können die kleine Holzhütte definitiv empfehlen.
- Ausrüstung für extreme Kälte: Die Temperaturen im finnischen Winter sollte man nicht unterschätzen. Neben guter Kleidung gibt es ein paar Dinge, die für uns echte Gamechanger waren. Wärmepads sind bei längeren Aktivitäten wie Snowmobilfahren oder Nordlichterbeobachten Gold wert. Weitere Tipps findest du in meiner Packliste für 7 Tage Winterurlaub.
- Aktivitäten und Touren: Viele Aktivitäten wie Huskytouren oder Snowmobil-Touren lassen sich vorab online buchen. Gerade in der Hochsaison kann das sinnvoll sein.
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Die Kosten für die Huskytour haben wir komplett selbst bezahlt, es gab keine Kooperation oder Zusammenarbeit. Meine Bewertungen beziehen sich aber ohnehin immer auf meine eigenen Erfahrungen und Überzeugungen.




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