Die Wanderung zum Le Morne Brabant ist die wohl bekannteste und schönste Wanderung auf Mauritius. Vom Gipfel des 556 Meter hohen Berges hat man eine grandiose Aussicht auf die Küste von Mauritius und die Riffkante des Unterwasser-Wasserfalls. Ich habe im Januar 2022 während meines Urlaubs auf Mauritius den Le Morne Brabant bestiegen und dies zählte zu den tollsten Erlebnissen des Urlaubs. Lest im nachfolgenden Reisebericht alles über meine Erfahrungen bei der Wanderung zum Le Morne und findet wertvolle Tipps zum Aufstieg.
Mein Mauritius Urlaub 2022
Im Januar 2022 habe ich zwei Wochen auf der wunderschönen Insel Mauritius verbracht. Da wir immer auf der Suche nach einem aktiven Teil im Urlaub sind, haben wir uns recht schnell für zwei Wanderungen entschieden. Zum einen wanderten wir zum Le Pouce in der Nähe der Hauptstadt und als noch anspruchsvollere Tour wollten wir noch den Le Morne besteigen. Alle Informationen zu meinem Urlaub könnt Ihr in meinem Reisebericht nachlesen. Hier findet alles zu der Anreise, der Reisezeit, den Hotels und meinen Aktivitäten auf der Insel.

Günstige Flüge nach Mauritius könnt Ihr bei Skyscanner finden:
Mein Podcast über Mauritius
In meinem Reisepodcast Allein unter Eichhörnchen findest du eine Podcast-Reihe über Mauritius. Im ersten Teil geht es um die Reiseplanung und in dem Zweiten um unsere Erfahrungen mit dem Zyklon Batsirai. Demnächst folgt noch ein weiterer Teil zu den Sehenswürdigkeiten und Attraktionen von Mauritius.
Hier kannst du in die ersten beiden Folgen hineinhören oder alternativ zu den bekannten Podcast-Anbietern wie Spotify, Amazon Music oder Apple Podcast gelangen. Viel Spaß beim Zuhören!
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Die Geschichte vom Le Morne Brabant
Im 19. Jahrhundert sind Sklaven auf dem Berg Le Morne geflohen und ließen sich dort nieder. Nach dem Ende der Sklaverei in Mauritius am 01.02.1835 wurde die Polizei zum Berg geschickt, um den Sklaven die freudige Botschaft zu übermitteln. Diese verstanden das jedoch falsch und haben sich von dem Berg in den Tod gestürzt. Um das Leiden und die Befreiung der Sklaven im Zusammenhang mit dem Berg zu würdigen, würde der Le Morne 2008 als UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen.
Lage und Startpunkt der Wanderung
Der Le Morne Brabant liegt im Süden von Mauritius auf der gleichnamigen Halbinsel. Er ist 556 Meter hoch. Am Fuße des Berges gibt es verschiedene Sandstrände, dort haben sich auch mehrere Hotels angesiedelt. Am schönen Strand von Le Morne gibt es beispielsweise das Resort LUX Le Morne* oder auch die bekannte Unterkunft RIU Palace Mauritius*.

Startpunkt der Wanderung zum Gipfel des Le Morne liegt südlich des Berges und ist gut ausgeschildert. Der Weg dahin ist allerdings ein recht langer und unbefestigter Weg. Zwischendurch glaubt man falsch abgebogen zu sein, aber keine Sorge, Ihr seid richtig und der Parkplatz ist nicht mehr weit entfernt.
Am Eingang zum Wanderweg gibt es ein Tor, dieses ist täglich von 07:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Hinter dem Tor sind sanitäre Einrichtungen vorhanden. Beim Start der Wanderung wird gebeten, sich in ein Wanderbuch einzutragen und sich bei Rückkehr wieder auszutragen. So kann nachvollzogen werden, ob jemand eventuell nicht zurückgekommen ist.
Unsere Wanderung zum Le Morne Brabant
Wir starteten an einem sonnigen Tag sehr früh, um rechtzeitig vor der Mittagshitze am Gipfel angekommen bzw. schon wieder unten zu sein. Die Temperaturen betrugen 32 Grad und die Luftfeuchtigkeit war wie üblich für Mauritius sehr hoch.
Unser Fahrer Giovanni holte uns gegen 6 Uhr am Hotel ab und fuhr uns direkt zum Le Morne. In unserem Hotel The Ravenala Attitude hatten wir einen Picknickkorb für diesen Tag bestellt, somit waren wir essenstechnisch sehr gut versorgt. Etwa 5 Liter Wasser waren zusätzlich im Rucksack.
Zum Gipfel gilt es 440 Höhenmeter zu überwinden. Die gesamte Wanderung umfasst etwas 7 km (Hin- und Rückweg)
Los gehts:
Das erste Drittel der Wanderung geht großteils durch einen Wald und ist noch nicht sehr anspruchsvoll. Man merkt jedoch bereits die ersten Höhenmeter. An vielen Stellen hat man bereits jetzt eine schöne Aussicht auf die Küste.





Immer wieder kann man auf den Le Morne blicken und man kommt diesem immer näher. Bereits jetzt hat man im Kopf, dass dieser recht einfache Wanderweg bald schwieriger werden wird.


Irgendwann kommt man zu einem Punkt, an dem Bänke stehen und man eine kleine Pause einlegen kann. Wenn man an diesem Punkt noch ein kleines Stück weiter geradeaus geht, erreicht man einen Aussichtspunkt mit einer einsamen Bank aus Metall. Diese steht einfach auf einer Anhöhe und ist dort auch nicht wirklich befestigt. Diese Bank war zwar direkt Schuld an einem fiesen blauen Fleck😏, aber der Ausblick von hier ist schon mal traumhaft schön. Es war ein idealer Ort, um unseren Picknickkorb zu plündern.


Bis zu diesem Aussichtspunkt ist der Weg recht einfach zu gehen und erfordert keine besondere Kondition. Die Aussicht von hier oben ist bereits sehr toll. Es ist somit überhaupt kein Problem, wenn man hier umdreht und den Aufstieg zum Gipfel nicht meistern möchte. Selbst die Wanderung bis hierher ist lohnenswert.
Wir entschieden uns allerdings dafür, den Aufstieg zum Le Morne in Angriff zu nehmen. Wir haben vor ein paar Jahren den Gipfel vom Angels Landing im Zion National Park erreicht, dann sollte das hier ja auch zu schaffen sein. Ein Hinweisschild ruf uns noch mal ins Gedächtnis, dass der Weg ab sofort schwieriger werden wird und eventuell auch gefährlich sein kann.

Aufstieg zum Gipfel des Le Morne Brabant
Der Bewuchs wurde nun immer dichter und schließlich folgte ein grüner Zaun mit einem Tor. Ab hier wurde es dann herausfordernder.

Ab hier begann dann der sehr steile Aufstieg. An mehreren Stellen ging es fast senkrecht nach oben. Man musste über viele Steine und Felsen klettern, teilweise auf allen vieren. Hier ist es tatsächlich von Vorteil, wenn man zu zweit unterwegs ist und sich gegenseitig helfen und hochziehen kann. Oft musste man erst mal stehen bleiben, um sich zu überlegen, über welchen Weg ein Aufstieg überhaupt möglich ist.


Uns kam eine Gruppe mit einem Guide entgegen, dieser hat teilweise seine Schulter als Zwischentritt den Teilnehmern zur Verfügung gestellt.😁 Wir haben es auch alleine geschafft, aber manchmal war es schon eine Herausforderung.


Zwischenzeitlich brannte uns die Sonne in den Nacken und auch die Felsen waren mittlerweile heiß. Auf dem Weg zum Gipfel kann man immer wieder kurz pausieren und die schöner werdende Aussicht genießen.


Das Gipfelkreuz vom Le Morne Brabant
Wir hatten es geschafft, das Gipfelkreuz war zu sehen. Dezent kaputt waren wir, aber glücklich. Jetzt war es an der Zeit, die Aussicht in vollen Zügen zu genießen. 😎😍


Von hier oben hat man eine phänomenale Aussicht auf die Küste von Mauritius und auch die Riffkante vom Unterwasser-Wasserfall ist zu erkennen. Leider nur von der falschen Seite, aber es ist trotzdem ein faszinierender Anblick.







Man könnte Ewigkeiten in die Ferne schweifen und alles zum hundertsten Mal fotografieren.😃Irgendwann stand jedoch der Abstieg vom Le Morne an, bekanntlich ist dieser ja schwieriger als der Aufstieg.
Der Abstieg vom Le Morne
Das war hier definitiv der Fall. Die Steine waren zum Teil lose und somit musste jeder Schritt wohl überlegt sein. Teilweise musste man einige Zeit überlegen, wie und wo man am besten hintritt, um nach unten zu gelangen. Es ging sehr steil abwärts, ich möchte mir hier wirklich nicht vorstellen, was passiert, wenn jemand ins Rutschen kommt.



Wir haben für den Abstieg bestimmt genausolange benötigt wie für den Aufstieg. An vielen Stellen wir es am einfachsten, rückwärts den felsigen Abhang hinunterzuklettern.
Als wir wieder am grünen Zaun angekommen sind, waren wir erleichtert, aber KO. Und die Knie haben etwas gezittert vom Abstieg, aber wir hatten es geschafft! Das Wasser war wie immer leer, aber ab hier wurde der Weg wieder entspannter und es gab auch wieder mehr Schatten. Auch auf dem Rückweg gibt es viele tolle Aussichten auf die Küste. Eigentlich kann man ständig Fotos machen. 😁

Guide notwendig?
Für mich persönlich beantworte ich diese Frage ganz klar mit NEIN. Wir haben den Aufstieg problemlos geschafft, auch wenn es zwischendurch teilweise knifflig war. Ich bevorzuge immer allein zu wandern, da ich dann das Tempo selbst bestimmen kann. Weder muss ich ständig auf andere Personen warten, noch fühle ich mich gestresst, falls alle anderen schneller sind als ich.
Wenn Ihr allerdings selten solche Wanderungen unternehmt und Angst davor habt, ist ein Guide sicherlich keine schlechte Wahl. Es hat natürlich auch den Vorteil, dass er viel über den Ort und die Entstehung erzählen kann. Zusätzlich bieten diese Guides oft an Fotos und Videos von einem zu machen. Es sollen ja schon Leute beim Selfies machen, abgestürzt sein. 😯
Bei GetYourGuide gibt es geführte Touren zum Le Morne. Ich verlinke Euch nachfolgend einige sehr gut bewertete Touren:
- Öko-Wanderung zum UNESCO-Berg Le Morne Brabant*
- Le Morne: Bergwanderung mit einheimischen Führern*
- Geführte Sonnenaufgangswanderung und -besteigung auf dem Berg Le Morne*
Fazit zur Wanderung zum Le Morne Brabant
Der Aufstieg zum Le Morne ist wirklich empfehlenswert! Der Weg ist abwechslungsreich. Von einfach bis anspruchsvoll ist alles dabei. Man hat ständig was zu sehen und die Aussicht auf die Halbinsel, den Ozean und die restliche Insel wird von Höhenmeter zu Höhenmeter spektakulärer.
Wir haben den Le Morne und den Le Pouce bestiegen. Beider sind toll, aber nicht direkt miteinander vergleichbar. Der Aufstieg zum Le Morne ist aber definitiv anspruchsvoller.

Tipps zur Wanderung
- Startet möglichst früh mit der Wanderung. Das Tor öffnet um 7 Uhr. Ich würde empfehlen, zu diesem Zeitpunkt auch zu starten. Vor einiger Zeit konnte man noch vor der Öffnung an der Seite das geschlossene Tor passieren, dies ist aber wohl aktuell (2023) nicht mehr möglich. Die Hitze und Luftfeuchtigkeit macht einem auf Mauritius sowieso zu schaffen, da ist es sinnvoll, die Mittagshitze zu meiden. Zusätzlich Vorteil ist, dass es auf dem Berg noch nicht so voll ist.
- Achtet auf die Wettervorhersage. Sollte Regen gemeldet sein, würde ich nicht mit der Wanderung starten. Der finale Aufstieg zum Le Morne ist im Regen kaum möglich bzw. zu gefährlich. Die Felsen werden dann sehr glatt und man hat keinen festen Halt.
- Gute Wanderschuhe sind das A und O. Wir haben auf dem Weg Leute mit Sneaker und Flipflops gesehen. Das ist meiner Meinung nach unverantwortlich und gefährlich.
- Der erste Teil des Weges ist zwar im Schatten, aber der Aufstieg verläuft komplett in der Sonne. Ausreichend Sonnencreme und eine Kopfbedeckung sind sehr empfehlenswert.
- Es gibt mehrere Plätze auf dem Weg, die zu einer Pause einladen. Nehmt auch etwas zu Essen mit und genießt den tollen Pausenplatz.

Wandern macht durstig!
- Viel Wasser ist ein Muss. Wir hatten für 2 Personen etwa 5 Liter Wasser dabei und das hat gerade so gereicht. Ich benütze bei solchen Wanderungen immer die Flaschen von Platypus, weiter unten findet Ihr einen Link.
- Ihr benötigt zum Klettern oft beide Hände. Bitte sorgt dafür, dass Ihr euer Handy und Eure Kamera sicher verstauen könnt, ohne sie immer in einer Hand festhalten zu müssen.
- Wir sind mit Giovanni Ziemann, einem deutschsprachigen Tourguide und Fahrer zum Le Morne gefahren. Er hat dort gewartet, bis wir wieder runtergekommen sind. Nach dem Aufstieg haben wir noch eine kleine Tour gemacht und die Sehenswürdigkeiten von Chamarel besucht. Wenn Ihr noch nach jemand passendem sucht, könnt Ihr gerne über sein Instagram-Profil mit ihm Kontakt aufnehmen.
- Die genaue Route zur Wanderung findet Ihr bei AllTrails. Mit der APP könnt Ihr euch auch während der Wanderung navigieren lassen. ▶ Route zum Le Morne Brabant bei AllTrails*
| Reisezeit | Länge Trail | Level | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Januar 2022 | 7 km (HIn-und Rück) | Anspruchsvoll | 5 von 5 |
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