Der Le Pouce ist mit 812 Metern der dritthöchste Berg auf Mauritius und bietet eine tolle Wanderung bis hoch zum Gipfel. Dies war die erste Wanderung, die wir auf Mauritius unternommen haben, und der perfekte Einstieg in den Urlaub. Vor allem das Wetter hat diesen Trail wirklich spannend gemacht. Lest in meinem Reisebericht alles über meine Erfahrungen bei diesem schweißtreibenden und klatschnassen Wanderweg zum Le Pouce während meines Mauritius Urlaubs.
Lage auf Mauritius
Zentral auf Mauritius liegt der Berg Le Pouce in direkter Nähe zur Hauptstadt Port Louis. Er hat eine Höhe von 812 Metern und ist der dritthöchste Berg auf Mauritius. Es gibt zwei Wege, um auf den Gipfel zu kommen, einmal von der Seite der Hauptstadt Port Louis und einmal von St. Pierre / Moka. Wir entschieden uns für diese Variante, da der Weg kürzer ist und laut Internetberichten auch schöner sein soll. Ob das jetzt wirklich stimmt? Zumindest war es wirklich ein toller Weg, somit sage ich einfach mal JA. 😁
Anreise zum Wanderweg Le Pouce
Pünktlich um 06:00 Uhr klingelte der Wecker und das im Urlaub!😒 Aber wir hatten heute viel vor. Die Wanderung zum Le Pouce mit 370 Höhenmetern bei rund 30 Grad stand an. Für 12 Uhr war auch noch Regen angekündigt, somit wollten wir wieder unten sein, bevor der Wolkenbruch kommt. Ihr könnt euch vermutlich denken, wie gut das mit den Plänen manchmal funktioniert…😏 Aber dazu gleich mehr.
Unser Hotel hatte einen besonderen Service für All inklusive Gäste angeboten: Bei Ausflügen konnte man sich einen Picknickkorb zusammenstellen lassen, mit Sandwiches, Obst und sogar einem Nachtisch. Dieser wurde um 6:45 Uhr bereitgestellt und nachdem wir alles im Rucksack verstaut hatten, kam um 7 Uhr das Taxi, um uns zum Startpunkt der Wanderung zu fahren. Die Fahrt dauerte etwa eine halbe Stunde.
Am Startpunkt zur Wanderung ist am Ende der Straße eine Art Wendehammer, wo man an der Seite sein Auto parken kann. Alternativ ist das auch noch in der Zufahrtsstraße möglich. Einen „echten“ Parkplatz habe ich an dieser Stelle nicht in Erinnerung. Die Anfahrt mit Taxi bzw. einem Fahrer ist auf Mauritius aber problemlos möglich, und auch die Abholung am Ende der Tour hat perfekt funktioniert.

Meine Erfahrungen bei der Wanderung zum Le Pouce
Da das Frühstück erst ab 7:30 Uhr im Hotel möglich war, ging es mit leerem Magen auf den Wanderweg. Wir wollten erst einmal ein paar Meter laufen, um dann an einer schönen Stelle die erste Rast einzulegen. Großer Fehler! Nach ein paar Metern hat uns unser Kreislauf direkt einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also gab es erst mal eine lokale Banane. Das war gut!😃Nun konnte es also wirklich losgehen.
Der Weg ist ja oft das Ziel und auch beim Aufstieg zum Le Pouce war es nicht wirklich anders. Allein hier könnte man 100 Fotos machen, weil man nach jeder Kurve einen neuen Blick auf die Umgebung hatte. Natürlich war der Gipfel das Ziel, da man nur dort einen 360 Grad Blick über Mauritius hat.



Liquid Sunshine
Eigentlich war ja für 12 Uhr Regen gemeldet. Eigentlich. Der geneigte Bergwanderer weiß natürlich: Das Wetter am Berg ist unberechenbar, auch wenn wir hier nicht mit Schneefall rechnen mussten. Regen ist hier bei den Temperaturen zwar als Liquid Sunshine bekannt, allerdings sind große Teile des Weges steinig und bereits ohne Regen sehr rutschig. Daher gibt es klare Hinweise, den Gipfel bei Regen nicht zu begehen.
Tja… Und dann sahen wir, wie sich in der Ferne etwas zusammenbraute und zügig näher kam. Wir hatten gerade das Plateau vor dem letzten Stück erreicht und es zog sich weiter zu! Aber der Gipfel lag noch in der Sonne… Also was solls, no risk no fun.



Der letzte Anstieg zum Le Pouce
Der letzte Anstieg zum Gipfel war doch noch ein wenig kniffelig, hier musste man schon etwas klettern. Es war aber immer noch gut machbar. Wenn man zu zweit unterwegs ist, ist es immer gut, wenn man eine Hand hat, die einen hochzieht. Dieser letzte Aufstieg hat uns aber noch mal darin bekräftigt, dass wir diesen Weg sicherlich nicht im Regen hinunterlaufen bzw. dann hinunterrutschen sollten. Also haben wir einen Zahn zugelegt.


We made it! Der Gipfel!
Ein Glück haben wir aufgrund des drohenden Regens nur kurz gezögert und sind trotzdem hoch zum Gipfel. Die Aussicht war jeden Höhenmeter wert!
Rundum Berge, Meer, blauer Himmel und sich rasend schnell verändernde Wolkenformationen. Und natürlich die tolle Sicht auf die Hauptstadt Port Louis. Aber Bilder sagen mehr als 1000 Worte:







Leider hatten wir nur begrenzt Zeit, den Ausblick auf alles zu genießen, denn es zog sich immer weiter zu. Wir wollten unser Glück auch nicht überstrapazieren und kletterten nach einer kurzen Trinkpause (Wir hatten mit Trinkblase und Flaschen 4 Liter Wasser dabei und diese bereits fast komplett ausgetrunken) wieder nach unten.
Wer nun beim Lesen denkt „Hauptsache Panik gemacht wegen dem Regen…“ – kaum hatten wir den Abstieg geschafft, waren nur noch Wolken zu sehen und es fing ordentlich an zu schütten! Es reichte, um uns komplett zu durchnässen. Die schöne Aussicht war dahin!


Tatsächlich war der restliche Weg, der nur aus Steinen und Erde bestand, zur echten Rutschpartie geworden, auch wenn der Regen nach kurzer Zeit wieder aufhörte. Wir sind beide mehrfach ausgerutscht und auf dem Hintern gelandet. Der Aufstieg zum Gipfel wäre unter diesen Bedingungen nicht möglich gewesen.
Auf Regen folgt Sonnenschein
Aber eine Regel stimmt fast immer: Auf Regen folgt Sonnenschein und damit einhergehend oft auch ein toller Regenbogen, der sich hier quer über einer Schlucht ausbreitete. Dafür hat es sich gelohnt, pitschnass zu sein.

Der Rückweg war zwar identisch mit dem Hinweg, aber trotzdem wieder ganz anders und abwechslungsreich. Auch wenn wir mehr darauf geachtet hatten, uns nicht auf den Hintern zu setzen.🤣
Wieder unten angekommen, kam unser Taxi pünktlich auf die Minute und wir fuhren ausgelaugt, aber happy zurück zum Hotel. Was eine tolle Wanderung – jetzt ging es in den Pool…
Tipps zum Le Pouce:
- Ich empfehle, immer früh zu starten. Die Mittagshitze ist nicht zu unterschätzen. Der Weg geht zum Teil zwar schattig durch einen Wald, aber ein sehr großer Teil ist ungeschützt in der Sonne.
- Nehmt viel zu trinken mit. Wir hatten zu zweit 4 Liter Wasser dabei, das war definitiv zu wenig. Eigentlich war es am Gipfel bereits leer. Ein nützliches Tool hierfür ist die Trinkflasche von Platypus, lest hierzu meinen Erfahrungsbericht.
- Geht nicht ohne Frühstück los😜. Auch wenn es verlockend ist, an einer tollen Stelle mit Aussicht schön zu frühstücken, schadet ein kleiner Snack vor der Wanderung wirklich nicht. Ich spreche da aus Erfahrung!
- Unbedingt gutes Schuhwerk anziehen. Das letzte Stück zum Gipfel ist auf jeden Fall etwas anstrengender und man muss teilweise etwas klettern. Zusätzlich besteht der Untergrund oft aus losem Geröll.
- Da das Wetter schnell umspringen kann, ist es immer ratsam, einen Schutz für die Wertsachen mitzubringen. Wir hatten zum Beispiel einen Regenschutz für den Rucksack dabei, das hat super geholfen, um das Portemonnaie trocken zu halten. Auch Wechselklamotten schaden nicht.
- Sonnenmilch ist auch eine ganz wichtige Empfehlung. Immer gut eincremen, sonst habt Ihr nach der Wanderung definitiv einen Sonnenbrand. Mauritius ist generell krass, was die Sonne angeht.
- Mückenschutz zählt wie die Sonnencreme zum Must-Have! ▶ Mückenschutz von NoBite*
- Zu dieser Zeit war ich noch nicht mit Wanderstöcken unterwegs, aber mittlerweile würde ich diese bei der Wanderung zum Le Pouce definitiv nutzen.
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- Wenn ihr euch die Wanderung nicht alleine zutraut, könnt ihr auch eine geführte Tour buchen.

Route bei AllTrails
Die detaillierte Route zum Le Pouce Wanderweg findet Ihr bei AllTrails. Über die APP könnt ihr euch auch bei der Wanderung navigieren lassen.
Fazit:
Die Wanderung zum Le Pouce ist definitiv zu empfehlen. Sie ist nicht sehr anstrengend, lediglich das letzte Stück zum Gipfel ist anspruchsvoller, aber durch die Luftfeuchtigkeit auf Mauritius doch eine Herausforderung. Es sind immerhin 370 Höhenmeter. Der Weg ist abwechslungsreich und die 360 Grad Sicht vom Gipfel über die Insel ist absolut traumhaft. Man kann von oben auf die Hauptstadt Mauritius, das Meer und auf die Berge schauen. Je nachdem, wo Ihr auf Mauritius übernachtet, solltet Ihr diesen Trail als Halbtagesausflug einplanen.
Ein paar Tage später haben wir die Wanderung zum Le Morne Brabant / Mauritius gemacht, dieser ist im Vergleich deutlich anspruchsvoller als der Le Pouce. Daher ist der Le Pouce das Aufwärmprogramm.😉
Alle Informationen zu meinem Urlaub auf Mauritius findest du hier:
| Reisezeit | Entfernung | Level | Bewertung Gesamt |
|---|---|---|---|
| Januar 2022 | 4 km (Hin-und Rück) | Mittel | 5 von 5 |
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