Route Kanada Westen Empfehlung

Winterlandschaft in den Rocky Mountains in Kanade

Kanada ist im Winter ein Traumziel. Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie man die vielen Sehenswürdigkeiten in eine tolle Rundreise unterbringen und dabei trotzdem einen entspannten Urlaub verbringen kann. Wir haben uns für 12 Tage in den Rocky Mountains in Alberta entschieden. Lest in meinem Reiseblog Beitrag alles zu meinen Tipps für Eure Route, egal ob Ihr 1 Woche oder 2 Wochen zur Verfügung habt.

Meine Route 2023: 12 Tage Kanada im Winter

Wir verbrachten insgesamt knapp zwei Wochen in Alberta und haben die Tage dort sehr entspannt angegangen. Meistens haben wir mehrere Nächte an einem Ort verbracht und somit ist das ständige Ein- und Auspacken großteils weggefallen.

Nachfolgend könnt Ihr in der Tabelle meine Route verfolgen. Die gefahrenen Kilometer beziehen sich lediglich auf die Fahrten zwischen den einzelnen Übernachtungsorten. Insgesamt sind wir etwa 1.500 km gefahren. Einen weiteren Überblick über meinen Urlaub und meine Ausflüge vor Ort findet Ihr im Beitrag über meine Rundreise in Kanada im Januar.

DatumOrt ÜbernachtungOrt TagesausflügeGefahrene km
16.01.23Red DeerHinflug nach Calgary135 km
17.01.23JasperEdmonton Shopping520 km
18.01.23JasperJasper National Park
19.01.23JasperJasper National Park
20.01.23GoldenIcefields Parkway390 km
21.01.23GoldenYoho National Park
22.01.23GoldenYoho / Lake Louise
23.01.23Castle MountainIcefields Parkway85 km
24.01.23Castle MountainBanff National Park
25.01.23CanmoreKootenay / Banff55 km
26.01.23CanmoreKananaskis / Canmore
27.01.23CanmoreBanff
28.01.23Rückflug ab Calgary120 km

Startpunkt für die Rundreise

Es gibt drei Möglichkeiten, um den Roadtrip in den kanadischen Rockies zu starten: Calgary, Edmonton oder Vancouver.

Start Route in Vancouver:

Vancouver eignet sich meines Erachtens nur, wenn Ihr mehr als 14 Tage zur Verfügung habt. Anderenfalls verbringt Ihr die meiste Zeit im Auto und hetzt nur von einem Ziel zum nächsten. Habt Ihr aber mehr Zeit, ist Vancouver definitiv eine gute Wahl, da es auf der Strecke zwischen Vancouver und den Rocky Mountains viele interessante Ziele gibt. Des Weiteren ist Vancouver eine tolle Stadt und der Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Start in Calgary:

Calgary eignet sich hervorragend für den Start der Rundreise, da die Entfernung zu den Rockies nicht weit ist. Bereits nach 120 km hat man die Stadt Canmore erreicht und ist schon mitten in den Sehenswürdigkeiten von Alberta. Für den Rückflug von Calgary kann man sogar, je nach Uhrzeit des Rückfluges, direkt von Canmore aus fahren. Somit kann man seinen Urlaub bis zum letzten Tag genießen und muss nicht bereits einen Tag vorher nach Calgary anreisen. Solltet Ihr natürlich noch ein paar Tage in Calgary verbringen wollen, dann spielt dieser Punkt keine Rolle. Wir sind erst mittags von Calgary zurück nach Frankfurt geflogen, somit konnten wir in Canmore noch ganz gemütlich frühstücken und packen und sind dann in 1,5 Stunden zum Flughafen nach Calgary gefahren.

Calgary als Startpunkt haben wir gewählt, da die Flugverbindungen für uns am besten gepasst haben. Da der gewünschte Mietwagen jedoch nicht verfügbar war, sind wir mit dem Auto nach Edmonton gefahren und haben diesen dort getauscht. Alle Informationen zum Thema Mietwagen und Winterreifen in Kanada gibt es in meinem gesonderten Beitrag:

Mietwagen Kanada Winterreifen

Start in Edmonton:

Edmonton bietet sich auch als Startpunkt an, doch bis nach Jasper sind es von hier knapp 400 km. Die Strecke lässt sich jedoch gut fahren und man freut sich Stück für Stück mehr, wenn die Berge immer näher kommen.

Unterschiedlicher Ort für An- und Abreise

Eine gute Möglichkeit ist die Aufteilung der Orte für den Hin- und Rückflug. Man könnte somit in Edmonton starten und von Calgary aus zurückfahren. Mit dieser Variante kann man vermeiden eine Strecke doppelt fahren zu müssen, allerdings hat das ganze einen Haken: Wenn Ihr den Mietwagen an einem anderen Ort zurückgebt, fällt eine Einwegmiete an und somit verteuert sich der Preis für den Mietwagen. Allerdings könnt Ihr hier gegenüberstellen, dass Ihr auch die Fahrt zwischen Calgary und Edmonton mit 260 km sparen könnt und Ihr somit vielleicht einen Tag weniger benötigt. Die Entscheidung für oder gegen die Einwegmiete hängt somit immer von verschiedenen Faktoren ab.

Die Einwegmiete beträgt je nach Vermieter 100-200 EUR. Durch unseren Mietwagentausch haben wir sogar zweimal eine Einwegmiete gezahlt. 😆

Wie findet Ihr den geeigneten Startpunkt für Eure Route?

Bei der Entscheidung von wo Ihr Eure Rundreise startet, könnt Ihr Euch folgende Fragen stellen:

  • Möchte ich eine Stadt besichtigen? Calgary oder Edmonton oder vielleicht sogar beide?
  • Welche Flugverbindungen gibt es? Direktflug? Wie unterscheiden sich die Kosten?
  • Wie viel Zeit habe ich zur Verfügung?
  • An welchem Ort ist der gewünschte Mietwagen verfügbar?

Sobald Ihr die Antworten auf diese Fragen habt, wird es Euch leichter fallen, einen Ort zu wählen.

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Wie lange bleibe ich an welchem Ort?

Diese Frage ist natürlich abhängig von Deiner Verliebe zu den Unternehmungen vor Ort. Wollt Ihr nur die bekanntesten Sehenswürdigkeiten kurz anschauen oder wollt Ihr Wanderungen unternehmen, um die Natur wirklich kennenzulernen? Solltet Ihr Interesse am Wintersport haben, dann sieht die Welt auch schon wieder ganz anders aus. Nachfolgend gebe ich Euch Empfehlungen aufgrund meiner Erfahrungen. Bedenkt, dass die Tage im Winter in Kanada recht kurz sind. Die Sonne geht erst gegen 9 Uhr auf und bereits zwischen 17:00-18:00 Uhr wieder unter.

Jeep Wrangler in den Rocky Mountains, Route durch Kanada im Winter

Städte: Calgary und Edmonton

Um Euch einen kleinen Überblick über die Stadt und die Haupt-Sehenswürdigkeiten zu verschaffen, ist ein Tag ausreichend. Solltet Ihr aber noch Parks in der Umgebung besuchen wollen oder stundenlanges Shoppen in den Outlet Malls auf der Wunschliste steht, sind natürlich mehrere Tage notwendig.

Stadt Vancouver

Für Vancouver benötigt Ihr definitiv mehr als einen Tag. Je nach den persönlichen Vorlieben kann man hier problemlos 2-5 Tage verbringen.

Jasper National Park:

In Jasper empfehle ich mindestens zwei Nächte einzuplanen, besser sogar drei. Allein einen vollen Tag benötigt man für Ausflüge in Jasper: Maligne Canyon, Pyramid Lake und evtl. noch zusätzliche Wanderungen wie der Old Fort Point Trail. Den anderen Tag haben wir noch mit Sehenswürdigkeiten auf dem Icefields Parkway verbracht, die in der Nähe von Jasper lagen: Athabasca und Sunwapta Falls. Diese kann man auch am Tag der Fahrt über den Icefields Parkway einplanen, aber dann wird der Tag stressiger.

Mein Bericht zum Jasper National Park

Ortseingang Jasper auf meiner Route durch Kanada im Winter

Banff National Park / Canmore:

In der Gegend Banff bzw. Canmore würde ich auch 2-3 Tage einplanen. Hier ist die Auswahl recht vielfältig, man kann viele Dinge unternehmen, die nicht sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, wie beispielsweise ein Stadtbummel durch Banff. Es gibt aber auch sehr viele Wanderungen, die zum Teil einen halben Tag benötigen. Wir haben während unseres Aufenthalts in Castle Mountains schon Banff besucht und haben danach trotzdem noch zwei zusätzliche Tage dort verbracht.

Ich persönlich würde als Übernachtungsort Canmore vorziehen, da die Auswahl an netten Hotels oder Appartements größer ist als in Banff. Außerdem finde ich Canmore als Ort ansprechender, Banff ist mir ein wenig zu touristisch. Es ist nett für einen kleinen Stadtbummel, aber nach dem zehnten Geschäft mit Tassen und T-Shirts von Banff reicht es eigentlich. Da Banff und Canmore aber nicht weit auseinanderliegen, kann man mit Beiden Orten nichts falsch machen. Gründsätzlich kann man auch problemlos 7 Tage in der Banff Gegend bleiben, 2 Tage sind aber mindestens notwendig.

Falcon Crest Lodge Canmore – Hotelbewertung

Golden / Lake Louise

Für Golden haben wir uns entschieden, da wir einen Ort gesucht haben, von dem wir die Ziele im Yoho National Park besuchen konnten. Eigentlich waren wir auch nicht direkt in Golden, sondern etwa auf halbem Weg zwischen Lake Louise und Golden. Wir hatten ein wundervolles Chalet am Kicking River gemietet, das Yoho Chalet. Golden selbst hat uns gar nicht gefallen, der Ort ist für mich überhaupt nicht ansprechend. Sollten Ihr somit an keinen Zielen interessiert sein, die hinter Golden liegen, würde ich Euch nicht empfehlen in Golden zu übernachten. Um Ziele im Yoho zu besuchen wäre Lake Louise oder eben die Yoho Chalets um einiges sinnvoller.

Mein Bericht zu den Yoho Chalets

Der Yoho National Park ist aber im Winter schwierig zu besuchen, da eine Hauptstraße nicht geräumt wird und somit gesperrt ist. Man hat daher nur die Möglichkeit zum Emerald Lake zu fahren, jedoch sind bei diesem die Wanderwege auch nicht geräumt. Eigentlich bleibt dann nur noch die Natural Bridge übrig, hier ist der Aufenthalt aber nur kurz. Eine wundervolle Wanderung führt allerdings zu den Wapta Falls, diese liegt etwa 50 km von Lake Louise entfernt und ist sehr empfehlenswert. Da hier aber auch nur ein Parkplatz geräumt ist, sollte man gut zu Fuß sein.

Unter Berücksichtigung all dieser Punkte würde ich 3 Übernachtungen in Lake Louise oder in einem anderen Ort Richtung Golden empfehlen, dann hat man volle zwei Tage zur Verfügung. Einen Tag für den Yoho National Park und einen für die Gegend von Lake Luise oder noch einen Teil vom Icefields Parkway.

Parkplatz direkt am See in Kanada, Abseits der Route

Wie würde meine Route aussehen bei…..

7-8 Tage Aufenthalt

TagAusflugsmöglichkeitenÜbernachtung
1Flug nach Edmonton, evtl. Stadtbesichtigung oder ShoppingEdmonton
2Maligne Canyon Icewalk, Pyramid LakeJasper
3Sunwapta Falls, Athabasca Falls, Old Fort Point TrailJasper
4Fahrt über den Icefields Parkway inkl. Abraham LakeLake Louise
5Lake Louise + evtl. Yoho National ParkLake Louise
6Banff National Park Ausflüge + Stadtrundgang BanffCanmore
7Ausflüge und Wanderung in CanmoreCanmore
8Rückflug ab Calgary

Je nachdem wann der Flug in Edmonton ankommt, wäre eine Fahrt nach Jasper auch direkt noch möglich, das sind allerdings ca. 350 km. Nach einem langen Flug ist dies sicherlich eine Herausforderung. Den Hinflug nach Edmonton habe ich aufgrund der wenigen Tage gewählt. Nachteil ist natürlich die Einwegmiete, dafür spart man aber mindestens einen halben Tag, da die Fahrt zwischen Calgary und Edmonton wegfällt bzw. weil man eine doppelte Strecke vermeidet.

Die Ausflüge an den Orten sind natürlich variabel und beliebig austauschbar. In der Tabelle habe ich lediglich die Orte erwähnt, die ich besucht habe und auf jeden Fall empfehlen kann.

14 Tage Aufenthalt

TagAusflugsmöglichkeitenÜbernachtung
1Flug nach EdmontonEdmonton
2evtl. Stadt Edmonton + Fahrt nach JasperJasper
3Ausflüge im Jasper National ParkJasper
4Ausflüge im Jasper National Park + erster Teil vom Icefields ParkwayJasper
5Fahrt über den Icefields Parkway + Abraham LakeLake Louise / Golden
6Auflüge Lake LuiseLake Louise / Golden
7Yoho National ParkLake Luise / Golden
8Fahrt über Bow Valley Parkway mit ZwischenzielenBanff / Canmore
9Ausfüge im Banff National ParkBanff / Canmore
10Ausflüge um CanmoreBanff / Canmore
11Ausflüge um CanmoreBanff / Canmore
12Fahrt nach CalgaryCalgary
13Stadt CalgaryCalgary
14Rückflug ab Calgary

Dies ist eine sehr entspannte Variante der Tour und diese wäre auf jeden Fall meine Wahl. Ich finde es toll, wenn ich im Urlaub nicht hetzen muss. Morgens in Ruhe frühstücken und einfach mal die Gegend genießen, ohne von Punkt A nach B zu eilen, denn es ist ja schließlich Urlaub. Bei dieser Rundreise kann man sich auch mal spontan in Banff ins Café setzen.😁

Erweiterungsmöglichkeiten sind hier vielfältig. Man kann die einzelnen Punkte jeweils um einen Tag verkürzen und dafür nach Vancouver fahren und von dort zurückfliegen. Auf der Strecke nach Vancouver sind weitere schöne Sehenswürdigkeiten vorhanden. Vielleicht kann man dann noch zwei Tage für Vancouver hinten dranhängen.

Auch eine Erweiterung hinter Golden ist möglich. Dort gibt es beispielsweise noch den Glacier National Park of Canada und auch eine Snowmobiltour ist hier hinten optimal möglich. Snowmobile sind nämlich in den Nationalparks verboten, somit werden die meisten Touren hier angeboten.


Fazit zur Routenplanung in Alberta

Nachdem Ihr einen Reisezeitraum festgelegt habt, solltet Ihr Euch darüber informieren, welche Flugmöglichkeiten es gibt. Schaut Euch danach die Ausflugsmöglichkeiten in den einzelnen Städten an. Was macht Ihr gerne? Solltet Ihr so wie wir ausgiebig wandern gehen, dann benötigt Ihr für die einzelnen Orte mehr Zeit als wenn Ihr Euch die Gegend nur von Aussichtspunkten anschauen wollt. Für Wintersport sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Meine Routenempfehlung bezieht sich hauptsächlich auf Unternehmungen in der Natur mit einigen Wanderung.

Diese Empfehlungen für eine Route basieren auf Erfahrungen in meinem Kanada Urlaub im Januar 2023 und spiegeln meine Vorlieben wider. Sie dienen lediglich als Hilfsmittel, welche Ihr an Eure Bedürfnisse und Vorlieben anpassen könnt.


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Weitere Erfahrungsberichte und Tipps zu Kanada im Winter:

Solltet Ihr noch weitere Fragen zu Eurer Routenplanung haben, schreibt mich gerne an. Ich helfe Euch sehr gerne weiter. Kontakt

Berichte zu meinen Ausflügen, Wanderungen und Hotelbewertungen in Alberta:

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